Tschetschenien: Zehn russische Soldaten getötet

30. Juni 2003, 09:29
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Zwölf Militärposten angegriffen - Vier Tote bei Überfall nahe Grosny

Wladikawkas/Moskau - Bei Gefechten mit tschetschenischen Rebellen sind in der Kaukasusrepublik zehn russische Soldaten getötet worden. Das verlautete am Sonntag aus Kreisen der von Russland eingesetzten tschetschenischen Verwaltung. Den Angaben zufolge wurden zwölf russische Militärposten angegriffen.

Dabei seien vier russische Soldaten getötet und sechs verwundet worden. Zwei Soldaten seien bei einer Schießerei in Grosny und vier weitere bei zwei Angriffen auf Militärfahrzeuge getötet worden.

Der Kreml hat den Krieg in Tschetschenien als beendet und die für Unabhängigkeit kämpfenden Rebellen als besiegt bezeichnet. Dennoch werden in Tschetschenien bei Gefechten fast täglich russische Soldaten getötet. Dem Gewährsmann zufolge wurden am Wochenende bei russischen Razzien in der Zivilbevölkerung 160 verdächtige Tschetschenen verhaftet.

Vier Tote bei Überfall

In Tschetschenien haben unbekannte Maskierte bei einem Überfall auf eine Dorfverwaltung vier Menschen erschossen und acht verletzt. Der Zwischenfall ereignete sich in dem Dorf Staryje Atagi nahe der tschetschenischen Hauptstadt Grosny, meldete die Agentur Interfax am Montag nach Behördenangaben. ****

Die Täter erschossen zwei Polizisten, die Gegenwehr leisteten, einen Schüler und eine 50-jährige Frau. Danach entkamen sie. Die tschetschenischen Rebellen greifen häufig nicht nur russische Sicherheitskräfte an, sondern auch Landsleute, die sie der Zusammenarbeit mit den Moskauer Behörden bezichtigen. (APA/dpa)

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