BA-CA Börsengang gut im Laufen

30. Juni 2003, 10:38
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Gut zwei Drittel der Neuemission bereits gezeichnet - Großanleger "ausgehungert nach einer neuen Aktie"

Wien - Der Börsegang der HypoVereinsbank-Tochter Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) - der bisher größte in Europa in diesem Jahr - läuft laut einem Zeitungsbericht besser als erwartet. Nach Informationen aus Bankenkreisen sei die Neuemission bereits nach den ersten sieben Tagen der zweiwöchigen Preisfindungsphase etwa 0,7-fach gezeichnet, schreibt das "Handelsblatt" (Montagausgabe). Experten werten das als gutes Ergebnis, normalerweise reichen die Investoren besonders in der zweiten Woche ihre Kaufaufträge ein. Das Emissionskonsortium rechnet laut "Handelsblatt" mindestens mit einer zwei- bis zweieinhalbfachen Überzeichnung des Angebotsvolumens.

"Die Wachstumsstory in Mittel- und Osteuropa kommt im Markt gut an", zitiert die Zeitung Bankenkreise. Zudem komme das Initial Public Offering (IPO) zu einem günstigen Zeitpunkt: Die Großanleger seien durch die schwache Neuemissionskonjunktur in diesem Jahr, in dem beispielsweise in Deutschland noch nichts passiert sei, geradezu "ausgehungert nach einer neuen Aktie". Außerdem hätten die Aktienmärkte zuletzt deutlich zugelegt.

Das größte Interesse kommt aus Deutschland, Österreich und Großbritannien

Das größte Interesse kommt laut dem Bericht aus Deutschland, Österreich und Großbritannien. Pensionsfonds, breit aufgestellte Aktienfonds und auf Mittel- und auf Osteuropa spezialisierte Fonds gehörten zu den wichtigsten Interessenten. Doch auch bisherige HVB-Aktionäre seien interessiert, weil sie weiter voll an den in der BA-CA verborgenen Wachstumschancen teilhaben wollten.

Entscheidend für den Erfolg der Aktienemission dürfte die zweite Woche sein. Viele institutionelle Anleger wollen erst einmal sehen, wie sich die Nachfrage entwickelt. Auch würden viele in der ersten Woche eingereichte limitierte Orders dann häufig nach oben angepasst.

Zwei- bis zweieinhalbfache Überzeichnung

Wie das "Handelsblatt" aus Bankenkreisen erfuhr, geht das Konsortium mindestens von einer zwei- bis zweieinhalbfachen Überzeichnung aus. Eine Nachfrage in dieser Höhe sei üblicherweise notwendig, damit ein Börsegang gut läuft. Dabei müsse es sich aber um qualitativ gute Investoren handeln, die nicht nur auf einen schnellen Gewinn aus sind.

Wie berichtet verkauft die deutsche Großbank HVB bis zu 38 Millionen Aktien oder knapp 25 Prozent ihrer Wiener Banktochter. Die Erstnotiz an der Wiener Börse ist für 9. Juli geplant. Die jungen Aktien werden seit 23. Juni in der Bandbreite von 27 bis 31 Euro angeboten. Der Ausgabepreis wird am 8. Juli festgesetzt.(APA)

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