Salzl gegen "Polarisierung"

29. Juni 2003, 16:34
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Burgenlands FP-Chef bestätigt seine Gegenstimme bei Vorstandsklausur

Eisenstadt - Der burgenländische FPÖ-Chef Stefan Salzl bestätigte am Sonntag gegenüber Radio Burgenland seine Gegenstimme bei der Vorstandsklausur der Freiheitlichen in Deutschlandsberg. Zur APA sagte Salzl, "ich habe dagegen gestimmt, weil ich der Meinung war, dass überhaupt die Abstimmung ein Riesenfehler ist." Dadurch würde zwischen den Personen Jörg Haider und Herbert Haupt sowie innerhalb der FPÖ Mitgliedern und Funktionäre polarisiert.

"Und das ist nicht gut, weil wir brauchen beide", so Salzl: Haupt "als Vizekanzler und wie ich glaube besten Sozialminister der letzten zehn, fünfzehn Jahre" und Haider als "wichtigen Exponenten in dieser Partei", der die FPÖ aufgebaut habe. Haider kenne die Partei "aus dem Effeff" und sei seiner Meinung nach auch als einziger in der Lage, die Partei "wirklich geschlossen zu führen".

Das, was man in der Partei brauche, sei "Ruhe, Einheit und Geschlossenheit". Dies würde durch so eine Abstimmung ebenfalls beeinträchtigt, sagte Salzl: "Nur unter den Voraussetzungen, dass intern alles passt, können wir auch wieder vernünftig an den Wähler herantreten."

Haupt habe in der Vergangenheit selber erklärt, dass er es begrüßen würde, wenn Haider wieder an die Spitze zurückkehre und "an und für sich nie erklärt, dass er das nicht will", so Salzl. Am Samstag habe er nichts anderes getan, als diesen Zeitpunkt bekannt zu geben "aus seiner Sicht" mit dem ordentlichen Bundesparteitag 2004.

Angesprochen auf die burgenländische FPÖ meinte Salzl, in der Landespartei sei "die Geschlossenheit da". Er sei "stolz darauf, dass ich eine der wenigen Landesorganisationen führen darf, wo diese Geschlossenheit ein Faktum ist", die es "bei alten Turbulenzen nicht zerrissen hat" und wo nicht gestritten, sondern gearbeitet werde. (APA)

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