Afghanistan: US-Armee sucht verstärkt nach Al-Kaida- und Taliban-Kämpfern

29. Juni 2003, 15:25
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Operationen massiv ausgeweitet - Sicherheitslage unverändert prekär

Islamabad/Kabul - Nach einem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Afghanistan haben die amerikanischen Streitkräfte am Sonntag ihre Suche nach versprengten Al-Kaida- und Taliban-Kämpfern im Osten des Landes massiv ausgeweitet. Spezialkräfte seien unterstützt von Kampfflugzeugen in der Provinz Paktia unterwegs, berichtete die private afghanische Nachrichtenagentur AIP. Bei Zusammenstößen mit mutmaßlichen islamischen Terroristen war in der Region am Freitag ein US-Soldat getötet worden.

AIP berichtete unter Berufung auf Einwohner von Surmat rund 20 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Gardez, die US-Soldaten durchkämmten in der Region jedes Dorf, durchsuchten Häuser und nähmen Verdächtige fest. Das Gebiet gilt als mögliches Rückzugsgebiet für versprengte Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida von Osama Bin Laden sowie des 2001 von den USA entmachteten Taliban-Regimes.

Ein Jahr nach der Einsetzung der Regierung des Präsidenten Hamid Karzai mit westlicher Hilfe ist die Sicherheitslage in Afghanistan unverändert prekär. Die Regierung kontrolliert mit Hilfe der internationalen Schutztruppe ISAF praktisch nur die Hauptstadt Kabul. Auch gibt es vermehrt Anzeichen, dass sich die Taliban neu formieren. Sie sind besonders im Grenzgebiet zu Pakistan aktiv. (APA/dpa)

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