Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 591x593Die Bohrungen finden in der Tschuktschensee (auch Chukchi-See genannt) statt.
Washington - Sieben Jahre Vorbereitung und 3,5 Milliarden Euro hat Shell bisher in das Projekt investiert, nach nur 36 Stunden musste es vorläufig wieder unterbrochen werden: Die arktische Bohrung des Konzerns in der Tschuktschensee vor Alaska wurde von treibendem Packeis schnell wieder beendet. Wann sie weitergehen soll, war zunächst ungewiss. Man beobachte die Lage vor Ort und über Satellitenbilder, hieß es von dem Konzern.
"Niemand würde sich über einen endlosen Sommer in der Arktis so freuen wie ich", hatte Peter Slaiby, Vizepräsident von Shell Alaska, bei einem Treffen im August noch verkündet. Shell vermutet in der Tschuktschen- und der Beaufortsee insgesamt 25 Milliarden Barrel Öl. Um eine der Lagerstätten zu erkunden, sollte nun ein 427 Meter tiefes Loch gebohrt werden.
Das Projekt stößt bei Umweltschützern auf erbitterten Widerstand: Sie fürchten, dass im Fall eines Unglücks wie im Golf von Mexiko eine noch viel größere Naturkatastrophe droht. "Shells rücksichtsloses Vorgehen in der Arktis hat sie bisher knapp 1,6 Millionen Euro pro Bohrminute gekostet", spottete Greenpeace schadenfroh nach dem vorläufigen Bohrstopp.
Direkt in ölhaltiges Gestein darf die Firma derzeit aber noch nicht vorstoßen: Um bei einem unkontrollierten Ölaustritt eingreifen zu können, hat Shell den Eisbrecher Arctic Challenge renoviert und mit einem speziellen Containmentsystem ausgestattet, das im Notfall über ein leckes Bohrloch gestülpt werden soll. Noch fehlt aber das O. k. der US-Behörden, sie haben noch nicht alle nötigen Tests an dem Schiff abgeschlossen.
Eine Ölpest in der Arktis stellt Techniker vor besondere Probleme: Schlechtes Wetter und monatelange Dunkelheit könnten die Aufräumarbeiten erschweren, zudem gibt es im kalten Wasser wenige Mikroorganismen, die ausgetretenes Öl zersetzen.
"Ich bin nicht zuversichtlich, dass wir mit einem größeren Ölaustritt zurechtkommen würden", sagte Paul Zukunft, der für die US-Regierung den Einsatz bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko koordinierte, zu National Geographic. "Sie können dort nie alles Öl wieder wegräumen, das ist einfach nicht machbar." (tob, DER STANDARD, 13.9.2012)
Nach und nach werden mögliche Gefahren bekannt, die vom verseuchten Korneuburger Wasser ausgehen
Das Start-up ecoduna produziert seit dem heurigen Februar prozesstechnisch ausgereifte Algenfarmen oder -fabriken. Mit deren Hilfe soll nicht nur eine Energiezukunft nach dem Öl, sondern endlich auch nach Fisch schmeckende Zuchtfische möglich werden
Rückschlag für Hotel- und Gastronomiebetriebe
Der Geschäftsführer der IG Windkraft über falsche Gerüchte, unfaire Preiserhöhungen und gescheiterten Emissionshandel
Bevölkerung sei nicht entsprechend angehört worden - Menschen würden Folgen des Projekts "vielleicht physisch überleben, aber kulturell gehen sie zugrunde"
US-Forscher messen Überschreitung von symbolisch bedeutsamer Schwelle - Kohlendioxid-Konzentration zuletzt vor zehn Millionen Jahren so hoch wie heute
Immer wieder wechselt sich am Wochenende Sonnenschein mit Schauern und Gewittern ab
Kritiker sehen die Artenvielfalt weiterhin in Gefahr: Ein Überblick, was sich für Hobbygärtner und Kleinbetriebe ändern soll
Der Ausbau der Windenergie in Niederösterreich wird sich möglicherweise verzögern, was den Unmut der Windkraftinteressierten erregt
Sie fordern eine Aussetzung der Arbeiten und eine Anhörung der Bewohner des Gebiets
Dieser Tage wäre Robert Jungk 100 geworden. Ein Fundstück und eine Würdigung des großen Umweltaktivisten
Der Bau des Belo-Monte-Staudamms bringe Armut, sexuelle Gewalt und Zustände wie in der Militärdiktatur, berichten zwei Aktivistinnen
Die Alarmschwelle wurde in den Jahren 2009 bis 2011 aber nicht überschritten
Nach Jahren des "Wildwuchses" will das Land bei der Errichtung von Windrädern mit einem Zonenplan Ordnung schaffen. Dadurch stocke der Ausbau, kritisiert die IG Windkraft
Was kostet Spargel aus dem Marchfeld, aus Ungarn – und aus Peru?
15 EU-Länder wollen den Einsatz dreier Pestizide verbieten, um Bienen zu schützen. Acht Länder stimmten am Montag dagegen - darunter auch Österreich. Jetzt muss die EU-Kommission eine endgültige Entscheidung fällen
Bei Berufungsverhandlung vor dem Umweltsenat kommende Woche wird neues Gutachten erörtert
1973 hätten im Wiener Sternwartepark 40 Bäume für ein Bauprojekt gefällt werden sollen. Der Bürgerprotest sorgte für den Rücktritt von Bürgermeister Felix Slavik. 40 Jahre später fielen ohne Aufsehen 50 Bäume. Am 2. Mai sperrt das als Naturdenkmal geschützte Areal auf.
Refugium für zahlreiche Tierarten
Schwächere Regeln für alte Sorten und Kleinunternehmen - Verbot von Pflanzenschutzmitteln diskutiert
Industrielle Nutzung am Nordpol soll verboten werden
Rund 50 Häuser in Angern an der March stehen auf einem von Altlasten verseuchten Areal. Schäden für die Gesundheit können nicht ausgeschlossen werden. Nach jahrelangen Untersuchungen wird den Betroffenen nun geraten, Erdreich abzutragen. Einige weigern sich
Ein Visionär hat 70 Obstbäume für die Allgemeinheit gepflanzt und auf einer interaktiven Karte eingezeichnet
Petition bereits von 20.000 Menschen unterzeichnet - Grüne brachten Entschließungsantrag ein
Was wird es Shell noch kosten, wenn erst mal Verluste durch die "billigen" Zuleitungen und Transportmöglichkeiten (Öltanker) davon abgezogen werden. Man muß sich nur mal die Zustände in Sibirien oder Alaska ansehen. War ja auch Shell, die in den 90er Jahren versucht haben, eine alte Ölplattform mit Restöl im Ozean zu versenken!
Shell - go Hell!!
ziemlich interessante site wie ich finde.
gibt genauen überblick über die unterschiedlichen meereseisstände am nordmeer.
unterteilt in einzelne gebiete.
fast überall ist das eis ziemlich am oder nahe des historischen tiefststandes, nur zB die beringsee hatte heuer den höchststand überhaupt (zeitreihe ab 1979)
http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryospher... ion.2.html
vor ein paar tage war eine netter thementag auf arte bzgl. öl.
da wurde gesagt, dass heute nur maximal jedes 4 erkundungsölbohrloch wirklich öl liefert. früher war es noch weit schlechter, dafür waren sie auch meist größer die felder
sogesehen, doch eher ein riskantes investment. sie sagten auch, dass so durchschnittliche testbohrungen 2,3,4 hundert mio $ kosten.
natürlich einfache auf land.
Wie die Ölfirmen die Bohrinseln vor Beschädigung oder gar Zerstörung durch Packeis schützen wollen, ist mir ein Rätsel.
Ja, das Meereis schmilzt dahin, aber im Winter werden auch in Zukunft Billionen Tonnen Eis durch die Gegend treiben und ein so lächerliches Hindernis wie eine Bohrinsel einfach wegschieben.
Nein, ich meine Billionen = tausende Milliarden.
Eine Eisschicht mit 1m hat ca. 1t/m². Und der arktische Ozean ist 14 Mio. km² = 14 Bio. (10e12) m².
In der dunklen Jahreshälfte bilden sich ca. 20 Bio. t Eis, die in Frühling und Sommer wieder abschmelzen.
http://psc.apl.washington.edu/wordpress... e-anomaly/
"...3,5 Milliarden Euro hat Shell bisher in das Projekt investiert..."
"...1,6 Millionen Euro pro Bohrminute..."
Wenn man das Geld doch in die Erforschung und Entwicklung von alternativer Energie stecken würde, dann... ich hör schon wieder auf mit Träumen! :(
Jede Woche werden PV- und Windenergie-Anlagen für >1 Mrd. € gebaut, dazu kommt Solarthermie, Wasserkraft, Biomasse, Forschungsausgaben ... - in Summe wohl hunderte Mrd. €/Jahr.
Zentrale Probleme: EE liefert (fast) nur Strom, damit kann man Benzin nicht ersetzen, solange es keinen brauchbaren Akku gibt.
Erneuerbare Energie ist deshalb nur sehr eingeschränkt speicherbar.
Das tut umso mehr weh, als die EE hochgradig wetterabhängig sind.
in die Luft verheizen, damit einer bequem ein par Kilometer fahren kann.
Dafür abenteuerliche technische Akrobatib bei der Ölförderung inkauf nehmen.
Anstatt die tägliche Sonnenstrahlung für den Antrieb unserer Fahrzeuge mit einem Wirkungsgrad von über 10% ausnutzen. Das ist die Scizophränie unserer Zeit.
Was mich ja am meisten graust ist folgendes:
Man stelle sich in in irgendeiner mitteleuropäischen Stadt an eine größere Kreuzung. Zählt mal wie viele Leute NICHT alleine im Auto sitzen. 90% der Autofahrer sitzen alleine in ihrer Kiste.
Klar jetzt bekomm ich wieder ganz viele Antworten wie dringend es doch alle brauchen etc. Aber das ist einfach verdammte Platzverschwendung. Man muss also wirklich ne dreispurige Straße da hinpflanzen damit drei Autos mit 3 Leuten nebeneinander Platz haben?
Ich fahr ja selbst ab und an mal Auto (vor allem wenn ich zu Hause am Land bin, mit dem meines Bruders) oder hier in der Stadt miet ich mir eines wenn ich besondere Lasten zu besonderen Orten bringen muss, aber das, das ist wahnsinn.
Österreich besteht nicht nur aus Wien wo die Öffis wirklich super ausgebaut sind. In den anderen Städten ist man meistens zu Fuß, Rad oder Auto eben schneller und viele haben flexible Arbeitszeiten und haben nicht die Zeit (da zu wertvoll) sich an die meist schlecht ausgebauten Öffis zu orientieren. Fahrgemeinschaften funktionieren auch nicht immer, da meistens jeder andere Arbeitszeiten hat, der ein muss nicht länger arbeiten, der andere vielleicht schon weil ein Projekt fertig werden muss.
Wie immer hat die Politik auch hier 60 Jahre lang nur Mist gebaut. Zersiedelung, sehr schlecht ausgebaute Öffis, zu hohe Preise, da liegt es auf der Hand, dass viele mit dem Auto fahren.
Lauter standard-suderanten hier ;-)
Heizen mit gas oder öl, fahren mit dem spritfresser und auf urlaub mit dem kerosinvogel. Und dann große reden schwingen, wenn ein ölkonzern wo bohrt.....
Jetzt weis ich wenigsten, dass der artikel von letzter woche mit: 10 prozent der österreicher nehmen psychopharmaka doch sehr real ist. Leben doch einige in einer scheinwelt mit selbsterkenntnisproblemen.
In der anonymen foren welt kann jeder sein, wer er will. Hoffentlich ist es befriedigend ;-) sonst einfach wieder zu den tabletten greifen ;-)
Ein Ölkonzern multipliziert das mit 100$/bbl und kommt auf 2.500 Mrd. $. Kein Wunder dass die da unbedingt dran wollen.
Ich dividiere es durch den aktuellen Tagesverbrauch von 85 Mio. Barrel und komme auf 2,5 Mrd bbl / 85 bbl/d =294 Tage. Wir könnten den unvermeidlichen Entzug von unserer Abhängigkeit vom Öl um nicht einmal 10 Monate hinausschieben.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.