Flashmob gegen Antisemitismus am Wiener Schwedenplatz

Ansichtssache | 12. September 2012, 19:39

Wien - Am späten Mittwochnachmittag haben sich bei strömendem Regen rund 500 Menschen am Wiener Schwedenplatz versammelt, um mit einem Flashmob ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Anlass war die antisemitische Beschimpfung eines Rabbiners durch einen Fußballfan, wobei der Polizei vorgeworfen wird, nicht eingeschritten zu sein. Weiters kritisiert wurde eine mutmaßlich antisemitische Karikatur auf der Facebook-Seite von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Den Flashmob hatte die Plattform "Jetzt Zeichen setzen!" initiiert, deren Koordinator Nikolaus Kunrath ist bei den Wiener Grünen aktiv. Er ist überzeugt, dass der Flashmob Wirkung zeigen wird: "Ich glaube grundsätzlich daran, dass Aktionen auf der Straße Veränderungen schaffen" - etwa dass Leute in den Tagen danach darüber reden beziehungsweise sich mit dem Thema auseinandersetzen.

foto: christian fischer

Die Flashmob-Teilnehmer erhielten grüne oder rosafarbene Zettel mit der Botschaft "Kein Platz für Antisemitismus" und hielten diese anschließend in die Höhe. Zudem wurde diese Botschaft von allen zusammen laut gerufen.

foto: christian fischer

Auch Spitzen der Stadtpolitik waren beteiligt, darunter Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (beide SPÖ). "Ich finde diese Initiative toll, weil es darum geht, einmal mehr Haltung zu zeigen", begründete Frauenberger (2. v. re.) ihre Teilnahme. Mailath-Pokorny (re. als Transparenthalter) betonte, dass man im täglichen Leben aufstehen müsse gegen Antisemitismus.

foto: apa/dorit ausserer

Auch die grünen Gemeinderatsmandatare Birgit Hebein und Senol Akkilic, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg (2. v. re.) und die Leiterin des Jüdischen Museums in Wien, Danielle Spera, zählten zu den Teilnehmern.

foto: christian fischer

Oskar Deutsch, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), kündigte an: "Wir werden uns wehren gegen den Antisemitismus in diesem Land, der leider zunimmt." Er forderte "alle Politiker dieses Landes" auf, dagegen anzukämpfen. (APA/red, derStandard.at, 12.9.2012)

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Also...

einigen wir uns darauf, dass jegliche Form von Missachtung irgendeiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, Altersgruppe, Sozialschicht, MEINUNGSVERTRETUNG, etc., aufgrund des individuellen Egos nicht förderlich ist, und zu allem anderen, aber nicht zum friedlichen Leben miteinander führt.

Bemerkenswert und/oder paradox ?

In den letzen 1,5 - 2 Tagen haben fast 300 LeserInnen gepostet. Die rot-grünen Bewertungen stehen ca. im Verhältnis 1:2 für grün. Die Rotstricher kann man wohl tendenziell zum rechten, antisemitischen Lasger rechnen; die Grünstricher wohl eher zum demokratisch-antifaschistischen.
Sehr interessant wieviel Rechte den Standard lesen ?!

Interessante These. Ab in die Politik!

teile & herrsche

gibt es also echt noch immer menschen die in links und rechts denken? etwas primitiv, diese einteilung,
erleichtert aber offensichtlich das schubladendenken ungemein und jene die noch immer im schwarzweißdenken leben,
und nicht erkannt haben, dass es inzwischen auch farbdenken gibt, die nicht verstehen wozu diese primitiven einteilungen
dienen, jene die das "teile und herrsche" spiel nicht durschschauen,
werden hoffentlich bald nur mehr im museum anzutreffen sein, paläntologische abteilung,
homumculus schubladius..."

end of topic

ein,zwei tage zu spät leider, aber passt zu diesem artikel wie die berühmte faust aufs auge!

vielleicht sehn's sichs ja noch ein paar an.

11 gebot. israel darf alles ;)

https://www.youtube.com/watch?v=yxTeQGZFtKc

"israel darf alles "

.
was hat antisemitische hetze in Österreich (und der protest einiger weniger menschen dagegen) mit Israel zu tun?

geht's noch???

Der Arbeitgeber IKG hat mit Israel sehr viel zu tun, schließlich wird die Gemeinde vom Jerusalemer Oberrabbinat anerkannt und Muzicant ist sogar dort geboren.

tja...diese frage solltest du im stande sein selbst zu beantworten!

rassismus und diskriminierung sind generell verabscheuungswürdig. Egal ob gegen juden, muslime, afrikaner, asiaten, menschen mit behinderung, fußballfans, homosexuelle, linkshänder, blondhaarige usw.!!

"tja...diese frage solltest du im stande sein selbst zu beantworten!"

.
bin ich auch.
und die antwort lautet: "nichts! reing gar nichts!"

es bleibt die frage, warum Sie einen zusammenhang herstellen, bzw. offenbar der meinung sind, israelische politik sei die ursache für antisemitische hetze gegen Österreicher, bzw. stehe damit in einem ursächlichen zusammenhang?

Nichts ist ein seltsamer Name für einen Griechen meinte der Zyklop.
Nichts ist ein seltsamer Name für Außenposten finde ich.
Es ist ja legitim und eigentlich auch logisch.
Wo liegt das Problem dazu zu stehen?

ich bedanke mich bei all diesen Menschen, die trotz strömenden Regens für ihre Überzeugung demonstriert haben!

Ich hatte das Glück in meiner Jugend einen jüdischen Freund zu haben.

Darum verstehe ich Antisemitismus gar nicht.

Wir sind mit Kate-Bush und Madonna (Material Girl - ist sicher schon verdächtig - war damals aber gerade der Hit;) im Walkman durch ganz Wien gezogen (was für einen Provinzler wie mich schon als solches ein Erlebnis war), haben ein paar Parties gefeiert (ziemliche schräge auch noch) und sind bei McDonald (war damals sehr modern) abgehangen - und an meinem Kumpel war gar nichts komisch - nur er war wirklich zum Lachen komisch ;-)

Wer den Antisemitismus zum politischen Geschäft macht ist ein Vollidiot. Wer von den Idioten kennt überhaupt einen Juden persönlich? Ich schätze nicht einmal 1 %.

"Darum verstehe ich Antisemitismus gar nicht"

zu dieser aussage:
das klingt so, als würden Sie ihn ansonsten möglicherweise schon verstehen?
ich hoffe, Sie falsch verstanden zu haben.

Sind nun die 4 Rotstrichler (oben bei mir) Antisemiten?

das ist eine billige unterstellung.

"das ist eine billige unterstellung"

.
dass ich hoffte, ihn falsch verstanden zu haben?

Ich hätte nicht einmal im Traum gedacht, dass man so was da rauslesen kann.

Also, bitte...

"Ich hatte das Glück in meiner Jugend einen farbigen freund zu haben. Darum verstehe ich Rassismus gar nicht".

So, und jetzt überlegen Sie mal, was so ein satz aussagt bzw. aussagen könnte!

Ja, persönliche Erfahrungen sind entscheidend für die eigenen Ansichten.
Logisch.

vermutlich sind Sie auch kein Deutscher?

und ich verstehe nicht, dass man als begründung, warum man antisemitismus nicht versteht, einen jüdischen jugendfreund erwähnen muss.

ich verstehe antisemitismus genausowenig wie nationalismus, chassidismus, islamismus, oder sonsteine religiöse, rassistische, reaktionäre oder sexistische einstellung.
dafür brauch ich keine entsprechenden jugendfreunde gehabt haben.

Was gibt es nicht zu verstehen? Die Gründe sind bekannt.

:-)

Sie sind (womöglich zurecht) etwas überempfindlich - vielleicht sollten sie auch ab und zu einen Aluhut tragen um das Böse abzuwehren (das empfehlen Sie doch immer - oder? )

Ich empfehle jedem Modell Codo in Leder oder Alu (ab sec 58 zu sehen)
http://www.youtube.com/watch?v=ej-R1BVMNeA

PS: Alles Ok.

Die Juden und Jüdinnen sollten lieber Krav Maga lernen - oder wie Woody Allen mal sagte "im Kampf gegen den Antisemitismus sei ein Baseballschläger einem Essay vorzuziehen". Auf die österreichische Polizei, Politik oder gar Bevölkerung sollten sie sich jedenfalls nicht verlassen. Die bewiesen schon in den 1920ern und 1930ern, weit vor dem deutschen Anschluss, wie sie mit Juden und Jüdinnen umgehen.

inwiefern war das ganze denn ein flashmob?

mit dem begriff wird in letzter zeit furchtbar inflationär umgegangen.

zum thema sag ich hier lieber nichts... wenn ich mir anschau wie einem aus diesem forum der antisemitismus entgegenschlägt übergeb ich mich ohnehin schon virtuell

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