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Neues Buch, neue Gerüchte: Bettina Wulff über ihr Leben "Jenseits des Protokolls"
Gibt man bei Google den Suchbegriff "Bettina Wulff" ein, dann erscheint oben auf der Seite: "Verwandte Suchanfrage: Bettina Wulff Prostituierte."
Und zwar nach wie vor, obwohl die Gattin des zurückgetretenen deutschen Bundespräsidenten Google per Klage aufgefordert hat, diese durch die Funktion "Autovervollständigen" entstandene schwere Rufschädigung zu löschen.
Suchmaschinen wie Google geben zu einem großen Teil das wieder, was die Benutzer schon gesucht haben. Das Prinzip lautet: Was ihr schon einmal gesucht habt, davon kriegt ihr noch mehr. Wenn sich also im Internet Gerüchte über ein angebliches Vorleben von Bettina Wulff als "Escort-Lady" verbreiten und viele Menschen in Deutschland das anklicken, dann stellt der Google-Algorithmus "Prostituierte" dazu. Google zuckt mit den Achseln: "Die bei der Google-Autovervollständigung sichtbaren Suchbegriffe spiegeln die tatsächlichen Suchbegriffe aller Nutzer wider", sagte eine Sprecherin. "Google schlägt diese Begriffe nicht selbst vor - sämtliche in Autovervollständigung angezeigten Begriffe wurden zuvor von Google-Nutzern eingegeben."
Rufmord per Autocomplete. Ein Gerücht über dich wird im Internet gestreut, und die Suchmaschine autovervollständigt dein Leben zum Albtraum. So entsteht ein Anschein von Wahrheit, der aber falsch ist. Und wenn du Pech hast, bleibt das ewig dort. (Hans Rauscer, DER STANDARD, 13.9.2012)
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mit seinen "naturgegebenen" Automatic-Links über Bettina Wulff eher früher als später auf sehr grindige Rechtsrotz-Seiten führt, sogar auf echte NEONAZI-Seiten wie Thiazi-Weltnetz und Altermedia.
Man kann die Frau so sympathisch oder unsympathisch finden, wie man will. Aber dass irgendeine Person, die mit der NAZI-Szene gar nichts zu tun hat, von Google dort platziert wird und dort quasi mit IHREM Namen unfreiwillig Werbung für den Rechtsdreck macht – und dass sich ein Mensch dagegen nicht wehren können soll, ist ja wohl
*unpackbar*
Also jetzt, wo dieser Artikel sogar auf BBC und den New York Times steht wird das Suchergebnis wohl ewig so bleiben.
Hört sich für mich außerdem schwierig an gegen einen Algorithmus Klage auf Rufmord zu begehen da solch eine Suchmaschine schwer eine "falsche Behauptung" gegen eine Person aufstellen kann.
je wissen lassen (in der Vergangenheit oder auch im gerade erschienenen Buch), was sie in den Jahren vor ihrer Bekanntschaft mit dem damaligen Ministerpräsidenten tatsächlich getan hat? Nur mit kategorischem Abstreiten können die Gerüchte nicht zum Erstummen gebracht werden, es müssen Fakten her, die den Gerüchten ihre Glaubwürdigkeit restlos nehmen.
gehen Sie in eine buchhandlung und fragen Sie nach einer biographie über kaiser franz josef, lenin, monet, tschaikowski, heine oder adenauer usw.
Sie müssen sehr viel glück haben, um eine zu bekommen.
dafür aber liegen in den läden massenhaft biograpien von dieter bohlen, hansi hinterseher, roger federer und neuerdings bettina wulff auf.
das sagt alles über den zustand unserer gesellschaft.
das wäre es wert gewesen, zu thematisieren.
einfach diesen link zum googeln verwenden:
http://www.google.com/webhp?com... te=0&hl=de
für deutsche Suche
oder für englische:
http://www.google.com/webhp?com... te=0&hl=en
Kann ja zehn geben und eine davon ist im ehrbaren Beruf einer Prosti..., die ich gerade konsultieren möchte...
Erst der von google gefundene "Treffer" (Webseitenbetreiber), der betreffenden Bettina, ist haftbar zu machen, wenns nicht stimmt.
Zitat:
"suche beispielsweise nach dem überaus populären Pornoschnipsel-Portal Youporn. Google blendet den Begriff konsequent aus, weil der Dienst von der BPJM als jugendgefährdend eingestuft ist"
Es kommt als erster Treffer diese Webseite und gleich noch weitere Einschlägige...
Ich habe die "autocomplete"_Funktion auf google abgedreht, weil mir das auf die Nerven geht. Deshalb habe ich auch nichts von den Gerüchten über Frau Wulff gewusst.
Dass das Ganze zum Erscheinen ihres Buchs öffentlich wird, ist sicher nur Zufall...
im wirklichen leben spielt sich das so ab: ein gerücht über dich wird im geschaefts/bekanntenkreis gestreut, und die klatschmaschine autovervollständigt dein leben zum albtraum.
du spuerst die reaktionen und die auswirkungen u.u. bis in deinen job hinein -und ahnst nicht, was da ploetzlich los ist. keiner will's laut sagen. fast alle handeln nur reaktiv auf das geruecht...
so schlimm die sache ist, die hier am beispiel von bettina wulff exekutiert wird, so hat sie doch ein winzig kleines gutes: man kann wenigstens nachlesen, wer was ueber einen verbreitet. und damit auch der fiesen intrige entgegentreten.
natuerlich gehoert das zum tante-jolesch-repertoire: gott soll abhueten fun allem, was noch a glueck ist.
ist so - modern times halt
der hat vom Internet nichts verstanden - und davon gibt es nicht mehr viele. Ich kenne nur rau.
Nächstens lesen wir bei Rau:
Faymann - Bilderberger
Lafontain - Attentat
Glawischnig Porsche
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