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Jonathan Rhys Meyers als König Henry VIII.
Für die vierte und letzte Staffel der Emmy-prämierten US-Serie "Die Tudors" hat man noch einmal in die Vollen gegriffen. Weder wurde bei den für Jagdszenen oder Feste notwendigen Statisten gespart noch bei der Ausstattung der höfischen Garderobe. Und natürlich auch nicht bei den vielen Bettszenen, die den Hauptcharakterzug des königlichen Oberhaupts unterstreichen helfen sollen. Ja, ja.
Der Beginn der vierten Staffel, die nun donnerstags zu jeweils drei Teilen auf Arte läuft, hält bei Ehefrau Nummer fünf, Catherine Howard. Die Ex-Mätresse hält durch ihre naive Art und ihr quietschvergnügtes Gemüt den Hof bei Laune.
Der im Unterschied zu historischen Porträts von Henry VIII. ansehnlich abgeschlankte Tudor-König (Jonathan Rhys Meyers) kommt zwischen den Schäferstündchen kaum zum Arbeiten. Umso angestrengter wirkt dann jeweils die strenge Miene, wenn er Hinrichtungsbefehle erteilt. Dazwischen immer wieder: Catherine in einem Meer aus Rosenblüten liegend; Catherine hinterm Schleier an das Bett herantanzend; Catherine, die dem Herrscher anhand von Fellatio-Szenen mit Marionetten veranschaulicht, worauf er sich jetzt dann freuen kann.
Drehbuchschreiber Michael Hirst hat sich eben keine Grenzen gesetzt. Und er wiegt die Softpornopassagen mit einem gut recherchierten restlichen zeitgeschichtlichen Leben auf: Pestausbruch in London, der Dürresommer 1540, die Konsequenzen der fatalen Standesunterschiede (z. B. die gutgeheißene Vergewaltigung einer Bäuerin).
Ob eine Schlammschlacht der Hofdamen in Unterwäsche im Kreis ihrer Königin realistisch ist, kann bezweifelt werden. Lustig ist sie allemal. (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 13.9.2012)
Arte, 20.15, 21.10, 22.05
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kommt zumindest mir so vor.
Auch fand ich die Personen zu Beginn der Serie (Thomas Morus und Kardinal Wolsey) um vieles interessanter und auch die Darstellung von Heinrich finde ich nicht passend, war der doch eher dick und hässlich.
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