Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 600x400Wie ein Ufo im Dorf gelandet: das Kulturzentrum für europäische Weltraumtechnologien im slowenischen Vitanje.
Womöglich ist dies das größte konzeptuelle Kunstwerk, das die slowenische Kunstszene je realisieren konnte. Beim imposanten Rundbau, der an eine Raumstation erinnert und auch Anleihen beim berühmten Turmprojekt von Wladimir Tatlin genommen hat, handelt es sich in jedem Fall um eine derart ungewöhnliche Institution, dass man an ihre Existenz gar nicht so recht glauben kann.
Zumal dieses futuristische Bauwerk in einem 1.000-Seelen-Dorf gelandet ist, Vitanje, das bislang nur mit einem Holzfällerfestival für regionale Schlagzeilen gesorgt hatte. Selbst der Direktor dieses "Kulturzentrums für europäische Weltraumtechnologien" (Ksevt), Miha Tursic, wundert sich noch immer über dessen Existenz.
Nichtsdestotrotz, seit vergangener Woche ist Ksevt Realität. Zur Eröffnung kam Sloweniens Staatspräsident Danilo Türk, Kosmonaut Jurij Malentschenko sandte eine Grußbotschaft von der Internationalen Raumstation ISS, das Schweizer Avantgarde-Kollektiv Cod.Act performte.
Mit einem bescheidenen Budget von 2,8 Millionen Euro war das Zentrum innerhalb von zwei Jahren errichtet worden, hier will man sich fortan mit kulturellen und künstlerischen Aspekten der Weltraumfahrt beschäftigen.
Geplant sind Stipendienprogramme für junge Forscher und Künstler. Letztendlich wolle man bewirken, so Tursic, dass auch professionelle Künstler ins All geschickt werden: "Kasimir Malewitsch hatte seinerzeit keine Möglichkeit, sich im Weltall mit Suprematismus zu beschäftigen. Mittlerweile hätten wir dafür aber Werkzeuge."
Bisher waren Tursic und seine Kollegen in ihrer Überzeugungsarbeit sehr erfolgreich. Die Europäische Kommission finanzierte großzügig, mit dem Jurij-Gagarin-Trainingszentrum bei Moskau gibt es eine enge Zusammenarbeit, und mit Experten von der Nasa ist man im Austausch.
Zentrales Argument für eine derartige "abgespacte" Institution war der Raumfahrtvisionär Hermann Potocnik-Noordung gewesen. Ksevt-Koinitiator Dragan Zivadinov, einer der führenden slowenischen Theater-Avantgardisten, hatte sich seit mehr als zwanzig Jahre mit dem nahezu vergessenen Potocnik beschäftigt.
Der 1892 im kroatischen Pula geborene und 1929 mittellos in Wien verstorbene Diplomingenieur hatte ein einziges Buch veröffentlicht. In Das Problem der Befahrung des Weltraums formulierte er Grundlagen für spätere Nachrichtensatelliten und skizzierte als Erster konkrete Architektur für eine Raumstation. In langen Recherchen rekonstruierte Zivadinov Potocniks Wirkungsgeschichte, entdeckte etwa Querbeziehungen zum slowenischen Konstruktivismus.
In den 90ern war Zivadinov von einem Bewohner von Vitanje kontaktiert worden - Potocniks Großvater stammte aus dem Dorf. Immer wieder brachte er in den letzten Jahren Kosmonauten, Astronauten und Künstler nach Vitanje, es entstand die Idee für eine größere Institution. Wobei Zivadinov stets Avantgardistisches mit lokalen Elementen kombinierte und die Dorfbevölkerung integrierte. (Herwig G. Höller aus Vitanje, DER STANDARD, 13.9.2012)
Die Kunsthistorikerin Julia Fabényi wird Direktorin des Budapester Ludwig-Museums, im Vorfeld hatte es heftige Proteste gegeben
Ausstellung im Parlament: Neu-Flämische Allianz hatte interveniert
Spitze gegen Chinas Sicherheitssystem als Vorgeschmack auf "The Divine Comedy"
Uraufführungen, Konzerte, Wettbewerbe und Workshops im Wiener Muth
"Kulturelle Vielfalt" hat einen eigenen Feiertag: am 21. Mai. Welche Kultur und wie viel Vielfalt ist da gemeint? Erkundungen im Spannungsfeld von Identität und Differenz, Selbstbehauptung und Überforderung der Zivilgesellschaft
Projekt "kültür gemma!" wurde vom grünen Kultursprecher Werner-Lobo initiiert - Stadt subventioniert mit 69.000 Euro
"Foto Andraschek & Töchter" ist viel mehr als ein Kunstprojekt. Die Bevölkerung rund um den Kunstraum Goethestraße wird zum Protagonisten
Die Spannung zwischen Vereinheitlichung und Vielfalt ist in allen Gesellschaftsformen ein Thema. Über den politischen Umgang mit der Entscheidungsfrage "Frei sein oder gleich sein?"
Klein und unschuldig, geschichtslos und provinziell. So, haben wir gelernt, soll Österreich sein. Wie österreichisch ist Österreich?
Interkulturelles Leben zwischen gönnerhafter Vernachlässigung und neuer Praxisform
Eigener Pavillon erstmals für den Kirchenstaat, wo Arbeiten des Fotografen Josef Koudelka oder des Malers Lawrence Carroll zu sehen sein werden
NS-Zeit nicht länger Geschichtslücke
Irrungen und Wirrungen in den quasi-apriorischen Grundlagen der Initiative "Kunst hat Recht"
"What Would Thomas Bernhard Do": Start eines zehntägigen Intensivdiskurses
"Fest der Freude" mit den Wiener Symphonikern am Heldenplatz zum Tag der Kapitulation der Wehrmacht
Empörte Publikumsreaktionen auf Inszenierungen in Wien und in Düsseldorf
Mit ihrem Vorschlag, eine von Stalin liquidierte Kunstinstitution wiederzubeleben, sorgt die legendäre Irina Antonowa für heftigen Streit zwischen Moskau und St. Petersburg
119 Personen ohne Job - Strenge Einsparungen, um 27 Millionen Euro Schulden zu reduzieren
Die nach einem in Österreich geborenen Philosophen benannte "Promenade des Berges de la Seine - André Gorz" sorgte im Pariser Stadtparlament für erheblichen Aufruhr
Aarhus, Paphos und La Valetta wurden bestätigt
Die Kosten für das Hamburger Prestigeprojekt sind demnach zehnmal so viel wie ursprünglich veranschlagt
Objekte erinnerten an NS-Sckicksal der Abtei von Vyssi Brod - Neue Vermittlungslösung gesucht
Wettbewerbskommissar will europäische Filmlandschaft fördern
Alte und neue Spannungen kennzeichneten auch die Vorbereitung der Landesausstellung
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.