Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Behindertenarbeit.at ist eine Plattform, die Jobs im Behinderten- und Sozialbereich vermittelt.

Betrieben wird sie von Thomas Stix, gemeinsam mit Isabell Supanic und Anna Maria Hosenseidl.
Manchmal werde Thomas Stix mit dem Vorwurf konfrontiert, dass seine Forderungen hinsichtlich Behindertenpolitik zu radikal oder zu unrealistisch seien. Dabei habe er selbst schon erfahren, dass vieles Realität werden kann, was eine große Mehrheit als unrealistisch betrachtet. Seit seiner Geburt lebt er mit einer fortschreitenden Muskelerkrankung, ihm wurde von Ärzten eine Lebenserwartung von sechs Jahren prognostiziert.
Heute ist er Unternehmer und führt im Büro in der Apostelgasse im dritten Wiener Gemeindebezirk mit zwei Mitarbeiterinnen die erfolgreiche Internetseite behindertenarbeit.at, das Portal der Behinderten- und Sozialarbeit in Österreich.
Zu finden sind darauf Stellenangebote, Termine und Fortbildungstipps. Die Internetseite wurde vor zwölf Jahren vom Berufsverband der BehindertenbetreuerInnen ins Leben gerufen. Bis ins Jahr 2010 wurde die Seite von Ehrenamtlichen betrieben. Der Arbeitsaufwand wurde jedoch nach ein paar Jahren zu hoch. Daher wurde die Leitung an Thomas Stix übertragen. Ein Jahr später ging die Plattform mit neuem Design und Konzept online.
Positives Feedback von Sozialbetrieben
Die Jobangebote richten sich an Arbeitssuchende oder potentielle BewerberInnen, die im Behinderten- oder Sozialbereich arbeiten wollen. Aus den Sozialbetrieben, die dadurch ihr Personal finden, kommen positive Rückmeldungen. Die Internetseite locke schon das Klientel an, das auf diesen Bereich spezialisiert ist. Das ist gerade für Unternehmen mit vakanten Führungspositionen spannend.
Ein Punkt ärgert den Geschäftsführer besonders, daher räumt er ihn gleich zu Beginn aus: "Wenn Behinderte etwas initiieren, nehmen die Leute automatisch an, es werde vom Staat bezahlt. Das ist nicht so. Das ist ein angemeldetes Einzelunternehmen." Die Firma finanziere sich über die Jobbörse.
Behinderte Menschen über ihre Rechte informieren
Auf behindertenarbeit.at werden zwar Jobs im Behinderten- und Sozialbereich vermittelt, selbst von Behinderungen betroffene Menschen finden jedoch ebenso nützliche Informationen. Denn der zweite Schwerpunkt hinsichtlich der Finanzierung ist die Fortbildungsschiene mit Vorträgen und Workshops. Ein Großteil der behinderten Menschen wisse gar nicht über seine Rechte Bescheid, sagt Stix.
Behinderten.at-Mitarbeiterin Isabell Supanic referiert zum Beispiel über die UN-Konventionen über die Rechte von behinderten Menschen. "Die deutschsprachige Übersetzung wurde weitgehend ohne Beteiligung von Betroffenen gemacht", kritisiert sie. Dadurch kam es zu zahlreichen Fehlern und Versäumnissen. "Inclusion" wurde zum Beispiel als "Integration" übersetzt.
VertreterInnen von Behindertenorganisationen kritisieren das scharf, da es ihnen nicht um Integration, sondern gleichberechtigte Beteiligung in allen gesellschaftlichen Bereichen geht. Daher verwenden sie das Wort "Inklusion". Der Verein "Netzwarkartikel 3" hat alternativ eine Schattenübersetzung angefertigt, auf die sich viele Behindertenorganisationen heute beziehen.
Nur durch Bildung können behinderte Menschen auch ihre Position in der Gesellschaft rechtlich verbessern, sagt Supanic: "Seit Juni 2012 liegt nun der Aktionsplan in Österreich vor. Von der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung wird er als Gegenteil von einem großen Wurf wahrgenommen." Denn auch dieser sei so gut wie ohne Betroffene und ihre Verbände entwickelt worden.
Hohe Messlatte für Behinderte bei Bewerbungen
Es sollte um eine Stärkung und Sichtbarmachung von Behinderten im Berufsalltag gehen und nicht um "Konzepte, wo wir weit abgelegen und vermeintlich glücklich auf einem Biobauernhof leben", fordert Stix. So etwas lasse sich zwar politisch gut vermarkten, spiegelt aber nicht die Gesellschaft wider. Es sollte zudem auch ohne Quote selbstverständlich werden, dass bald mehr behinderte Menschen in höhere Positionen gelangen.
Die Zugangsbarrieren für qualifizierte Menschen mit Behinderungen sind sehr hoch. "Oft steht bei Bewerbungen nur im Vordergrund, was sie nicht können, Qualifikationen treten in den Hintergrund. Die Messlatte wird hier besonders hoch angesetzt", berichtet Stix.
Inhaltlich selbst arbeiten, Arme und Beine "ersetzen"
Neben baulichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind eben auch soziale Anpassungen notwendig. Dazu gehört, falls notwendig, persönliche Assistenz am Arbeitsplatz. Das dafür zuständige Bundessozialamt definiert das auf seiner Homepage folgendermaßen: Menschen mit schwerer Behinderung ab Pflegegeldstufe III verfügen oftmals über die fachliche und persönliche Eignung zur Ausübung eines Berufes, Absolvierung einer Berufsausbildung, Besuch einer höheren Schule oder Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Sie bedürfen aber auf Grund ihrer Behinderung einer Unterstützung.
Das kann etwa die Begleitung zu und vom Arbeitsplatz, oder auch manuelle Arbeiten bei der Ausübung des Berufs umfassen. "Eine persönliche Assistenz am Arbeitsplatz bedeutet aber nicht, dass wir weniger leisten", sagt Anna Maria Hosenseidl, die für Organisation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und selbst im Rollstuhl sitzt. Sie konkretisiert: "Die Assistenten sind meine Hände und Füße, aber ich arbeite inhaltlich." (Julia Schilly, derStandard.at, 21.9.2012)
Die meist unfreiwillige Joblosigkeit schadet auch der Wirtschaft, sagt Gregor Demblin von der Jobplattform Career Moves
Die Stadt verschleppt die Bildung eines eigenen Gremiums
Mediziner Peter Husslein sieht untere Grenze der Geburtenzahl von Kindern mit Trisomie 21 erreicht
Für behinderte Menschen ist es oft schwieriger, im Berufsleben Fuß zu fassen - Der dritte Dezember ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderungen
Die Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung wächst schneller als jene bei Menschen ohne Beeinträchtigung
"Unsachgemäßer Einsatz von Sprache" sollte besonders bei der Benennung von öffentlichem Raum beachtet werden
In der "Zeitlupe" finden Frauen mit Behinderung Peer-Beraterinnen, die genau wissen, wovon sie reden
1000 Quadratmeter große Fläche für Kunst von Menschen mit Handicaps
Derzeit gibt es in Österreich 27.660 Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf - Nach neun Jahren endet meist ihr Bildungsweg
Bioethikkommission: Genetische Untersuchung von befruchteten Eizellen vor Einsetzen in Mutterleib soll erlaubt werden
Geistig beeinträchtigte Menschen sind nicht selbst versichert. Das soll sich jetzt ändern, der Weg dorthin ist reich an Sparzwängen
Menschen mit besonderen Bedürfnissen finden oft nur schwer in die Arbeitswelt. Schuld daran sind starre Strukturen im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt, von der Sonderschule bis hin zur Invaliditätspension mit 35 Jahren
Setukara ist eine neue Art von Yoga, bei der Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam praktizieren und dadurch voneinander profitieren
Signalhunde assistieren Gehörlosen und Hörbehinderten. Eine gesetzliche Verankerung der aufwendig ausgebildeten Hunde fehlt noch
In Kalsdorf bei Graz bietet die Fachstelle .hautnah den zweiten Lehrgang Sexualbegleitung für Behinderte an
In der Wiener Beratungsstelle "Zeitlupe" werden Frauen mit Behinderung von Frauen mit Behinderung unterstützt; auch darin, ihr Frausein zu leben
Bis in die 1990er-Jahre wurden Kinder, die dem Unterricht wegen einer Behinderung ohne Förderung nicht folgen können, in eine Sonderschule überwiesen
die persönliche assistenz am arbeitsplatz wird vom bundessozialamt gezahlt - und für alle die vorhaben zu schreien: das zahlen wieder wir! das wird aus dem ausgleichstaxfonds bezahlt: das sind die strafen die betriebe zahlen wenn sie ab 25 mitarbeiter keinen mitarbeiter mit behinderung einstellen. also seid beruhigt. und schließlich hat herr stix auch arbeitsplätze damit geschaffen.
genau:
die menschen mit behinderung bekommen eh alles bezahlt.......
die brauchen sich nicht saorgen obdachlos zuwerden......hungern zumüssen,
die die sich die wirbelsäule durch behindertenbetreuung runinert haben,....werden von den ämtern wie dreck behandelt.............
die behinderten haben es 1000 mal besser, als jeder arbeitslose
Stimmt oft. Leider. Aber leider auch andere Opfer schwerer körperlicher Arbeit, Bauarbeiter, Gastgewerbe, Möbelpacker, etc.
Auch solchen ist der Weg in die etwa I- Pension verwehrt, da kein Berufsschutz, und weil da ja immer noch die vielen leichten Jobs als Handyeinpacker massenweise auf sie warten. Lt. Gutachtern der PVA zumindest, diesen Arbeitsmarktexperten.
Ihre Polemiken ausgerechnet Richtung Behinderte und Behindertenarbeit werden niemandem nützen, Ihnen nicht, den Gesunden nicht, und schon gar nicht all den anderen Veteranen des Arbeitsmarktes die immer wieder neu an die Front geworfen werden obwohl sie kein Arbeitsgeneral (AG) mehr in sein Regiment nimmt.
...weil die Firma die Strafe auf ihre Preisgestaltung abwälzen muss.
Ich verstehe das behinderte Menschen ein Recht auf ein möglichst normales Leben in der Gesellschaft haben.
Die Konstruktion das aber für einen Job den eine gesunde Person alleine erledigt, dann zwei angestellt werden, wo eine geistig arbeitet und die andere körperlich, das ist schlicht ein Luxus den sich andere Staaten mit denen wir in steter Wirtschaftskonkurrenz stehen nicht leisten.
Man darf sich halt nicht wundern wenn auf Druck der Kunden zu billigen Produkten dann Firmen in Ländern abwandern wo es solche erschwerenden Konstrukte nicht gibt.
- Sie meinen, Sie kriegen Ihren Krempel (Audischüssel, Flachglotze, Eifon, etc.) billiger, wenn Behinderte in geschützten Werkstätten Besen binden, etc.?
- Mit welchen Ländern, die sich solchen Luxus nicht leisten, stehen wir denn in starker Wirtschaftskonkurrenz?
Sparta? Das Aztekenreich?
- Also sind Behinderte daran schuld, wenn in Fernost und Lateinamerika Kinder Ihre schönen Turnböcke herstellen müssen. Und gar nicht die Aktionäre die nicht 20% Rendite sondern 40 oder 50% fordern.
Formen verschiedener Hilfen am Arbeitsplatz für Behinderte gibt es in Deutschland auch. Der Wirtschaft dort scheint es nicht zu schaden - auch wenn viele lieber die Strafabgabe zahlen als Behinderte einzustellen. Es ist doch aber nicht einzusehen, warum z.B. ein Sachbearbeiter im Rollstuhl schlechter oder langsamer sein soll als die Kolleing, die im Bürostuhl sitzt.
Wenn einer im Rollstuhl sitzt kann er natürlich einen Bürojob machen.
Wenn einer aber vierfach gelähmt ist, nur mit dem Kopf arbeiten kann, und den ganzen Tag jemand bezahlt wird der ihm Hände und Füße ersetzt ist das grob ineffizient - warum lernt man dieser Person nicht gleich den Kopfarbeitsteil auch an?
Wo zieht man die Grenze auf "Recht auf Job" und "Recht auf Assistenz"?
Wenn einer Airline Pilot war und dann halbseitig gelähmt ist, hat er das Recht das im Cockpit einer für ihn steuert während er Befehle ansagt?
Am besten, Sie fragen Prof. Stephen Hawking. Er hat ja versucht, seinen Assistenten die mathematische Exotik der schwarzen und weißen Löcher beizubringen. Damit er sich in die Arbeitslosigkeit begeben kann.
Aber denen dürfte nur der Kopf gebrummt haben und nun muss er halt selbst weiterhackeln, kopfmäßig.
Der durchschnittliche Behinderte am Arbeitsplatz leistet also so schwierige geistige Arbeit wie ein weltbekannter Astrophysiker?
Oder ist es doch eher so das die Aufgaben der meisten betroffenen Personen von anderen Personen mit funktionierenden Gliedmaßen erfüllt werden könnten?
Ein Job kann nicht nur "Selbstzweck" sein, wo es der Firma gleich viel kostet wie nützt diesen Mitarbeiter zu beschäftigen.
Wenn Sie das nicht einsehen dann argumentieren Sie im Prinzip für ein "Recht auf Arbeit" womit wir wieder beim halbseitig gelähmten Airlinepiloten wären.
... zwar nicht so sehr in der Zivilluftfahrt, aber in der RAF diente in den 40ern Douglas Bader. Er flog seine Spitfires mit zwei vollen Beinprothesen. Er erreichte in 18 Monaten 22,5 anerkannte Abschüsse und war damit eines der Fliegerasse dieser Zeit.
Noch dazu mit einer Flugsteuerungstechnologie die auf enorm viel mehr schierer Körperkraft als heute beruhte. Tlw. ohne Servomotoren unterstützte Bowdenzugverbindungen der Ruder mit den Seitenruderpedalen und dem Steuerknüppel bei immerhin manchmal 800 km/h.
Also geht doch, oder?
...Argument für den John Doe am AM. Eh klar. Aber eine Reaktion auf Ihre negativen "geht net, gibts net" Äusserungen.
Natürlich wird sich ein Strassenkehrer im Rollstuhl schwer tun, einen kehrenden Assistenten zu bekommen da ja dieser dann gleich den Job selbst erledigen kann.
Aber eine Sekretärin die zB. auch den Materialeinkauf manchmal selbst erledigen muss, oder Kaffee servieren. Dies könnte für sie ein Helfer erledigen der die sonstigen Sekretariatsagenda eben nicht in 10 Minuten erklärt bekommen kann.
Nach Prüfungen vor Ort finanziert zus. Arbeitskräfte auch das Bundessozialamt um eben den Job d. Betreffenden zu erhalten.
Das mag sein. Und Sie zahlen der Firma den Aufzug, damit der Sachbearbeiter in sein Büro kommt?
In meinem Betrieb - mit ca. 60 Mitarbeitern - gibt es definitiv keine Möglichkeit, eine Person mit relevanter Behinderung (wie auch immer man das korrekt ausdrückt) zu beschäftigen.
Natürlich macht man das für den Eigentümer eines Unternehmens eher. Ist ja wohl aufgelegt.
Generell aber kommt das Bundessozialamt für bauliche Änderungen und Arbeitsplatzadaptierungen zu einem guten Teil auf.
...hier ein Link:
http://www.bundessozialamt.gv.at/basb/Uebe... onds_(ATF)
Falls Sie aber darüber räsonnieren, dass die armen AG für so viel Strafe zahlen müssen:
Alle, die in einem Staatswesen gegen Gesetze verstoßen, müssen dafür irgendeine Art Strafe absolvieren. Das ist so, weil man sein Unternehmen auf dem Gebiet eines Rechtsstaates hinstellt und nicht auf Io, einem Jupitermond.
Dort wäre dzt. noch alles straffrei.
In einer Demokratie sollte man Gesetze sogar hinterfragen, zwecks der Teilhabe an den Regierungsgeschäften.
Nur am effizientesten ist das wohl in der Politik selbst, also als irgendeine Art Akteur in der Oppositionspolitik.
Ausser als Ideologie des Neoliberalismus glaube ich aber, gibt es wohl keine, eines zivilisierten Gesellschaftsbaues würdige Haltung, die anregt oder anstrebt, das Unternehmertum ausserhalb aller Gesetze zu stellen, bzw. über alle Gesetze.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.