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vergrößern 800x400Diese Länder sind am stärksten von Naturkatastrophen bedroht.
vergrößern 645x645Das Ranking im Detail.
Erdbeben, Hurrikans oder Tsunamis sind Naturkatastrophen, die der Mensch selten auslöst und auch nicht vermeiden kann. Durch Eingriffe in die Ökosysteme des Planeten werden allerdings die natürlichen Schutzvorkehrungen zerstört. Dadurch kommt es immer öfter zu sogenannten Extremereignissen wie den Tsunami im Indischen Ozean Ende 2004. Das ist eine der Erkenntnisse des "Weltrisikoberichts 2012", den die Universität der Vereinten Nationen gemeinsam mit dem "Bündnis Entwicklung Hilft" und der Umweltschutzorganisation "The Nature Conservancy" veröffentlichte.
173 Staaten wurden unter die Lupe genommen und in einem Ranking zusammengefasst. Um den Risikowert zu berechnen, kombinierten die Studienautoren die geographische Lage mit der gesellschaftlichen Situation des Landes. So wurden auch die politischen Rahmenbedingungen und das nationale Katastrophenmanagement berücksichtigt.
Aufgrund dieser Faktoren ist der südpazifische Inselstaat Vanuatu am meisten durch Naturkatastrophen und ihre Auswirkungen bedroht. Die folgenden Plätze belegen Tonga, die Philippinen und Guatemala. Bemerkenswert ist, dass vor allem Inselstaaten durch den Klimawandel betroffen sind. Viele von ihnen liegen nur noch knapp über dem Meeresspiegel und drohen durch den Anstieg des Meeresspiegels unterzugehen.
Deshalb kommt der Weltrisikobericht unter anderem zu dem Schluss, dass Ökosysteme wie Korallenriffe oder Mangrovenwälder besonders geschützt werden müssen. Diese natürlichen Barrieren können bis zu 85 Prozent der Wellenenergie absorbieren und vor allem Menschen in Küstengebieten vor Naturkatastrophen bewahren.
Welche Auswirkungen vor allem ein funktionierendes politisches und ökonomisches System eines Landes auf die Risikobewertung hat, lässt sich am Vergleich zweier Erdbeben zeigen: Christchurch in Neuseeland wurde Anfang 2011 von einem Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Momenten-Magnituden-Skala erschüttert. 187 Menschen starben, es enstand ein Sachschaden von 16 Milliarden US-Dollar (12,4 Milliarden Euro). Ein Jahr zuvor starben bei einem Erdbeben der Stärke 7 auf Haiti etwa 220.000 Menschen. Der Schaden von acht Milliarden US-Dollar (6,2 Milliarden Euro) überstieg das nationale Bruttoinlandsprodukt. Aufgrund dieser Unterschiede rangiert Neuseeland im Index auf Rang 122, während Haiti auf dem 21. Platz liegt.
Österreich wurde auf Rang 135 eingestuft. Das Ergebnis ist vor allem dadurch bedingt, dass es einen relativ hohen Risikowert bei der Häufigkeit von Naturkatastrophen gibt. Dabei ausschlaggebend sind vor allem schwere Hochwasser, wie etwa jenes im Jahr 2002. Deutschland liegt zum Vergleich auf Platz 146. Folgende Faktoren wurden bei der Studie untersucht: Exposition, Vulnerabilität, Anfälligkeit, Mangel an Bewältigungskapazitäten und Mangel an Anpassungskapazitäten.
Weltweit kam es laut Bericht in der Dekade von 2002 bis 2011 zu 4.130 Katastrophen, die mehr als einer Million Menschen das Leben kosteten. Dabei entstanden Schäden von 1,2 Billionen US-Dollar (930 Milliarden Euro). Für die Studienautoren wurde von der Politik bis dato der Zusammenhang von Umweltzerstörung und Naturkatastrophen viel zu wenig berücksichtigt. Sie fordern vor allem eine stärkere internationale Vernetzung bei den Themen Katastrophenhilfe, Katastrophenvorsorge und Entwicklungsstrategien. (bbl, derStandard.at, 12.9.2012)
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Eine Tabelle im JPG-Format ist halt so eine Sache... aber weltrisikobericht.de machts beim Fact Sheet ja nicht anders:
http://www.weltrisikobericht.de/uploads/m... -Sheet.pdf
Fan bin ich keiner davon und ich versteh auch nicht wie man so etwas guten Gewissens veröffentlichen kann (obwohl das Dokument eh noch relativ OK ist). Vor allem liegen ja all die Grafiken und Tabellen vektorbasiert vor. Geben die Leute nichts darauf solange man alles irgendwie erkennen kann oder bin ich da zu pingelig? Dateigröße ist auch nicht umbedingt das Killer-Argument.
Das ist aber die Aussage des Standard und nicht der Studie. Weil der Artikel schlecht ist (er ist das ja auch, weil er eine unheimlich schlechte Zusammenfassung bietet), ist es noch lange nicht die Studie.
Also eher ein "Häuslkommentar" zu einem "Häuslartikel".
Wennst meinst und damit glücklich wirst. Ich jedoch kritisiere die Studie, denn den Tsunami von 2004 hätte man auch mit einem 1 km breiten Mangrovengürtel, den es noch dazu auf Sumatra und in Thailand nie gab, nicht verhindern, geschweige denn lindern können.
Du hast mich nicht verstanden: die von dir kritisierte Aussage ist die Aussage des Standard und kommt in der Studie, genauer im verlinkten pdf-Dokument, einfach nicht vor. Das hat nichts mit meiner Meinung oder meinem Befinden zu tun, die Studie kann nichts für den schlechten Artikel. Das musst du doch begreifen!
Ich vermute, dass die relativ hohe Wertung Österreichs auch durch die erhöte Erdbeebengefahr bedingt wird. Obwohl schon lange keine schlimmeren Erdbeeben mehr registriert wurden, so ist sie doch ziemlich hoch in Vergleich zu Deutschland.
Gerade im Wiener Becken gibt es eine erhöhte Erdbeebengefärdung. Ein Erdbeeben in Wien (ab Stärke 6,0) könnte bei der bestehenden Bausubstanz (manche Altbauten stürzen bereits bei Reparaturarbeiten der U-Bahn ein) katastrophale Folgen haben.
http://oge.or.at/oge_norm.htm
http://www.zamg.ac.at/lexikon/index.php
stimmt, auch in anderen Großstätten stürzen Altbauten ein, auch in Köln.
Sie haben recht, in Köln war die Ursache Bauarbeiten an einer U-Bahn. In Wien war der U-Bahnbetrieb durch ein eingestürztes Haus beeinträchtigt:
http://diepresse.com/home/pano... -betroffen
Inselstaaten besonders gefährdet:
-> kein Risiko auf Kiribati oder Barbados oder Sychellen
Ö höhere Expostionsrate als USA:
USA: Überschwemmungen, Tornados, Hurrikanes, Erdbeben, teilw. Dürre, Lawinen
Ö: Lawinen, Erdrutsche, Überschwemmungen
Irgendwas verstehe ich an der Studie nicht, auch, dass Island so gut weg kommt, obwohl es dort aktive Vulkane gibt, und sich Magmaadern nur eher knapp unter der Oberfläche befinden.
Die Rodung trägt zur verstärktem Auftreten von Erdbeben bei?
Erdrutsche auf relativ flachem Gelände sind auch nicht wirklich als "Naturkatastrophen" zu bezeichnen. Daß es klimabedingt schlecht ist, ist eine andere Sache, hat aber nichts mit Naturkatastrophen zu tun.
Ein Regenwald hat eine regulierende Wirkung auf seine Umwelt, indem er verstärkt Wasser aufnimmt, den Boden festigt und somit Fluten und auch Dürreperioden abschwächt.
Zudem trägt er zur lokalen Luftfeuchtigkeit bei; ist er abgeholzt, verdunstet weniger Feuchtigkeit in der Region, daher bilden sich weniger Regenwolken und dadurch gibts weniger Niederschläge - diese sind bekanntlicherweise wichtig, damit Pflanzen wachsen können.
Wenn man also von einer "Gefährdung" bezüglich Naturkatastrophen spricht und man Dürren und Überschwemmungen als solche definiert, trägt die Abholzung sehr wohl zu einer massiven Steigerung dieser Gefahr bei.
Ohne mich tatsächlich auszukennen, ist eine höhere Gefährdung Österreichs für mich offensichtlich. Von den Klimaänderungen sind die Alpen im hohen Ausmaß betroffen. Der Anteil der Alpen an Österreich ist wesentlich höher als andere Risikozonen Deutschlands(Nordseeküste) an der gesamtdeutschen Fläche.
Von der Dürregefährdung im Osten (Pannonien) gar nicht zu reden.
Was?! Alle und die ganze? Oder wer ist "die Schweiz"?
Ich sagte ja, ich bin kein Experte. Aus TV-Beiträgen hört man, dass die Alpen besonders bedroht sind, z.B. wegen auftauender Dauerfrostböden, abschmelzender Gletscher, sinkender Grundwasserspiegel, stärkererm Überflutungsrisiko im Frühjahr, Dürrerisiko im Spätsommer, außerdem passiert der Klimawandel schneller als rundherum. Isn't it?
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