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Wien - Die Unterschriftenaktion für die tägliche Turnstunde hat auf www.turnstunde.at nach fünf Tagen bereits über 15.000 Unterstützungserklärungen gebracht. Am Dienstag gab es im Vorfeld des Fußball-Länderspiels gegen Deutschland prominente Befürworter. Sportminister Norbert Darabos, Finanz-Staatssekretär Andreas Schieder und Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl haben ebenso unterschrieben wie das gesamte österreichische Fußball-Nationalteam oder Tennisverbandspräsident Ronnie Leitgeb.
Auch ORF-Chef Alexander Wrabetz, Prominente wie Werner Schneyder oder Dominic Heinzl, Karl Schranz oder Ernst Vettori haben neben vielen Olympiasiegern schon unterschrieben.Die Aktion läuft bis Ende Dezember und soll in den nächsten Wochen ausgebaut werden.
In den Schulen selbst dürfen die Listen ebenfalls aufgelegt werden, hieß es aus dem Ministerium. Demnach entscheiden die Direktoren darüber. (APA, 12.9.2012)
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Ein gutes Beispiel dafür, dass Eltern alles auf die Schule schieben... Unfähig, die Kinder zum bewegen zu bringen, soll wieder die Schule einspringen. Und dannbezahlt man den unnötigen Turnlehrern mit'n Pfeiferl noch mehr akademikergehalt fürs pfeiferlpusten. Die haben wirklich einen. Halbtagsjob.
Man kann die Bewegungsqualität im Menschen physikalisch messen, den Rhytmus, den er für einen normalenm Kreislauf und Stoffwechsel braucht. Auf einem üblichen Schülerstuhl wird das von 100 % auf oft noch unter 10 % gedrosselt. Das kann man auch messen. Die Folge sind schlechte Vitalfunktionen, Verspannungen, Stress, extremer Bewegungsmangel und Triebreaktionen zu dessen Ausgleich, die wir - falsch - Unterrichtsstörung nennen. Für die Ich-kann-Schule habe ich schon vor über 10 Jahren die ersten sensographischen Messungen gemacht.
Fünf Stunden von 100 auf 10 gedrosselt werden kann nicht durch eine Stunde Sport ausgeglichen werden. 5 Stunden untrer Wasser schwimmen ist nicht durch 1 Stunde drüber fliegen auszugleichen.
Franz Josef Neffe
Meine Schule beschäftigt derzeit einen einzigen Turnlehrer für 17 Klassen (natürlich ist der nicht nur fürs Turnen angestellt sondern unterrichtet auch andere Fächer). Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Schulen die tägliche Turnstunde befürworten werden. Weitere Turnlehrer wären nur ein "unnötiger" Kostenpunkt für die Schulen und das nicht nur für meine, sondern auch für jede andere in Österreich. Wenn der Staat keine saftige Geldspritze reinpumpt um die finanziellen Kosten zu decken die dadruch entstehen würden, sehe ich schwarz.
Dazu kommt, dass der Turnunterricht meistens langweilig gestaltet ist und oft sogar nur rumgesessen wird. Hohe Anwesenheit kann man jetzt schon vergessen, schon jetzt bei 2 Std. liegt die meistens bei ca. 45%
Die tägliche Turnstunde v.a. für die Unterstufe ist eine wirklich tolle Sache. Kann aber nur auf Kosten der anderen Stunden gehen. Wo streichen wir dann Stunden? Oder erhöhen wir die Gesamtstundenzahl in den Klassen? Dann braucht es aber wieder eine 2/3 Mehrheit? Wurde der Gedanken nach der täglichen Turnstunde zu Ende gedacht?
Hängt man dann einfach jeden Tag eine Stunde dran? Wie wird das dann finanziert? Vielleicht sollte man sich auf die eigentliche Aufgabe der Schulen(nämlich die Schüler zu bilden=Wissen vermitteln) besinnen und Geld stattdessen dafür ausgeben dass bei wichtigen Fächern zumindest keine Stunden gekürzt werden. Es kann doch nicht sein dass man beispielsweise in meiner Schule je 2 Wochenstunden für Turnen und Religion zusammenbringt und für Geschichte oder Geographie nur 1,5.
aktionen ever. wer turnen will, tuts sowieso, auch privat und evtl. täglich. die vielen anderen aber, die nicht gerne turnen, bekommen halt jetzt noch öfter entschuldigungen von den eltern geschrieben oder entschuldigen sich in der oberstufe selbst.
in meiner schulzeit haben oft 80% nicht mitgeturnt, weil uns dieser schwachsinns-unterricht nur genervt hat und wir haben die zeit lieber genutzt um zu lernen und hausübungen (ab) zu schreiben.
Naja, ihr hättet als (zumindest Oberstufen-) Schülerinnen ja den Mund aufmachen können und gute Inhalte einfordern können. Aber das ja damals überhaupt nicht gefragt, oder?
Deshalb erscheint es mir einigermaßen seltsam, dass Sie aufgrund Ihrer schlechten Erfahrungen den gesamten Turnunterricht in Frage stellen!
und fitness / aerobic (war halt damals so ;-)) eingefordert - und auch bekommen. ich stelle turnunterricht als solchen nicht infrage, aber kenne von mir, von meinem kind und von vielen anderen auch, nur horror-turnlehrerinnen-g´schichten, drum.
ohne bessere ausbildung der pädagogInnen bitte nicht mehr turnstunden!
So ist es. Besonder lustig waren drei Mathe Stunden pro Woche immer nach den Turnstunden.
Ich hätte auf den gesamten Turnunterricht in der AHS verzichten können und ich bin wahrlich nicht unsportlich. Höhenverstellbare Tische und Stühle hätten meinem Rücken damals weit mehr gebracht, als mit siebzehn auf Bänken und Stühlen für Elfjährige zu sitzen (Wanderklasse).
So wünschenswert die tägliche Turnstunde wäre, so schwierig ist es, sie in die Realität zu übertragen. Wenn sich mehrere Schulen nur einen Turnsaal teilen müssen, so ist es schlicht unmöglich, das in die Tat umzusetzen. An meiner ehemaligen Schule wurde so ein Versuch gestartet: 2 HS, 3VS teilten sich einen Turnsaal und ein Gymnastikkammerl.Den Stundenplan zu erstellen mit all den anderen Vorgaben und Wünschen, war schlicht unmöglich. Also, zuerst die Raumprobleme lösen, dann die tägliche Turnstunde!
Typen sind Grund genug NICHT zu unterschreiben, selbst wenn man dafür ist. an wen richtet ein darabos seinen wunsch? er braucht (einstimmigkeit im ministerrat) nur dafür sorgen, dass das auch umgesetzt und finanziert wird, zumindest einmal beantragt. die glauben, die könnten da populistische stimmen sammeln. passt typisch, keinen wehrdienst und dann verteidigungsminister, rückgrat wie ein gartenschlauch...
...geht es dabei den Unterzeichnern gleich wie allen anderen Menschen (es gibt in jeder Berufsgruppe immer wieder solche Entscheidungen).
Die Argumente sind vielfältig und auch richtig (Gesundheit, pädagogisch wertvoll, ...) das eigentlich angestrebte Ziel ist:
mehr Freizeit, weniger Arbeit
P.S.: Wer grün strichelt, sieht das auch so, wer rot strichelt, fühlt sich ertappt ;-)
Die tägliche Turnstunde kostet praktisch etwa 1 1/2 Stunden Zeit.
Es muss in den Turnsaal gelatscht werden, Kinder ziehen sich um, etc, usw.
So weit, so gut.
Nur: jammern dann die selben Leutchen, die die tägliche Turnstunde wollen, darüber, dass die Kinder länger in der Schule sein müssen? Oder gar Fächer flöten gehen, weil es anders nicht unter einen Hut zu bringen is?
Außerdem kann die tägliche Turnstunde die mangelnde Bewegung generell (sprich gesellschaftliche Entwicklung) nicht korrigieren.
Das is mir zuviel Populismus und Wunschdenken.
für die dickeren Kinder in der Klasse aber immer ein Graus. Wie schaut es dann mit den Duschmöglichkeiten aus? Stinkend und verschwitzt wieder zurück? Eine Turnstunde pro Tag - mit An- und Umziehen + Duschen wird dann leicht mal 1,5 Stunden.
Viele Kinder hassen Gemüse, Lernen, Lesen, Denken, Nicht-Fernsehen. Was wollen Sie denn sagen? Dass man Kindern ihre Lebensgestaltung selbst überlassen soll? Ich hab noch keine Kinder, bin auch sicher kein Schwarz-Pädagogiker, aber dafür kann ich mich nicht erwärmen.
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