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Neelie Kroes, für die digitale Entwicklung zuständige EU-Kommissarin, hält die geltenden europäischen Urheberrechtsbestimmungen für überaltet und hinderlich für Forschung, Wirtschaft und Nutzer. Deshalb sei jeder Tag, an dem die Politik nicht auf den technologischen Wandel mit einer umfassenden Copyright-Reform antworte, ein verlorener Tag, sagte sie auf einer Innovationskonferenz der Denkfabrik "The Lison Council" in Brüssel.
1998
Der ursprüngliche Vorschlag für die 2001 in Kraft getretene Copyright-Richtlinie stamme aus dem Jahr 1998 und damit aus einer Zeit, in der es noch kein Facebook oder Youtube gegeben habe und die meisten Menschen Musik im Radio oder von ihren CDs gehört hätten. Mit dem Aufkommen digitaler Techniken hätte sich vieles geändert, das Recht aber noch nicht, führte Kroes aus.
Das Copyright dürfe nicht mehr nur sich allein betrachtet werden, sondern müsse im Kontext einer vernetzten Welt gesehen werden, deren Menschen sich austauschen wollen. Auch wissenschaftliche Entdeckungen stammten nicht mehr nur aus Experimenten, sondern seien zunehmend das Ergebnis der Zusammenführung bestehender Datenbestände. Wolle man nicht, dass die USA weiter am alten Kontinent vorbeizögen, brauche es für die rasche Reform der Urheberrechtsbestimmungen einen "pragmatischen Blick". (red)
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inwiefern sind die USA an uns "vorbeigezogen"?
weil es dort bereits möglich ist, dass studierende für den rest ihres lebens ruiniert werden, weil sie mit 16 jahren 30 lieder (= 1-2 CDs für je EUR 7,99) runtergeladen haben?
s.g. Frau Kroes, DA WOLLEN WIR GAR NICHT HIN!!!
Echt interessant, dass man das Pensionsalter auf 122 Jahre anheben will, weil die Leute ja wurscht sind, aber hauptsache man verwendet seine ganzen Energien darauf, den armen, armen Copyrightinhaber zu helfen.
Die meisten Musiker / Schauspieler (vor allem die aus Hollywood) leben ohnehin bereits unter schlechteren Bedingungen, als die ärmsten der Armen aus der dritten Welt.
Was die Politiker aber nicht bedenken, ist, dass die meisten Leute die Songs / Filme ohnehin NIE kaufen würden, wenns die nicht irgendwo gratis runterladen könnten. Und von der gratis Werbung für unbekannte Künstler ganz zu schweigen.
Weiter so, dafür lieben wir unsere EU!
Vielleicht mal über eine Urherebrechtssteuer nachdenken.. 40% vom Gehalt an die Verweter!
Die Aussagen sind zwar an sich vernünftig, aber der Verweis auf die USA die in dieser Frage angeblich an uns vorbeigezogen wären lässt leider sehr schlimmes befürchten (und auch sonst hat Neelie Kroes schon zu viel Unsinn vertreten, als dass ich ihren Reformideen trauen könnte).
Denn das amerikanische Urheberrecht ist sehr alt, wurde nie umfassend reformiert und ist in vielen Einzelentscheidungen durch Gerichte immer weiter fortentwickelt worden, so dass heute ein seltsamer Flickenteppich an inkohärenten Regelungen existiert.
Ihr Blick auf die USA als Vorbild (ausgerechnet eines der Länder mit sehr veraltetem und mit der Zeit immer strenger gestaltetem Urheberrecht) lässt mich nicht vermuten, dass es hier um Neuregelungen im Sinne der Erleichterung der Werknutzung geplant ist.
Abgesehen davon hat die EU-Kommission noch vor kurzem versucht, ACTA durchzudrücken. Womöglich folgt bald der zweite Anlauf?
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