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Ein in den USA produzierter Film soll Auslöser des islamistischen Angriffs auf das US-Konsulat in Benghazi (Bild) gewesen sein.

US-Botschafter Christopher Stevens auf einem Archivbild aus dem Jahr 2011.

Das US-Konsulat in Benghazi wurde Berichten zufolge mit Panzerfäusten beschossen.

Demonstranten mit Guy-Fawkes-Maske in Kairo.

Wütender Mob nahe der US-Botschaft in Kairo.
Benghazi - In der libyschen Stadt Benghazi (Bengasi) sind bei gewaltsamen Protesten der US-Botschafter und drei weitere Botschaftsangehörige getötet worden. Ein libyscher Regierungsvertreter sagte am Mittwoch, die vier seien am Dienstagabend im Auto des Botschafters mit Raketen beschossen worden, nachdem sie aus dem bereits zuvor angegriffenen US-Konsulat geflohen seien. Auslöser der Attacken waren nach libyschen Angaben vorausgegangene Tumulte vor der US-Botschaft in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Demonstranten zeigten sich erbost über einen US-Film, der nach ihrer Ansicht den Propheten Mohammed beleidigt. US-Präsident Barack Obama verurteilte den „empörenden Angriff".
Nach der Attacke schickt das US-Militär eine Anti-Terror-Einheit der Marineinfanteristen in das nordafrikanische Land. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Verteidigungskreisen in Washington. Der Einheit gehören den Angaben zufolge etwa 50 Soldaten an.
US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, die Freundschaft zwischen ihrem Land und Libyen dürfe nicht unter der Attacke leiden. Sie selbst frage sich wie viele andere auch, wie ein solcher Akt der Gewalt in Libyen geschehen sei, das doch mit Hilfe der Amerikaner von einem Diktator befreit worden sei, sagte Clinton am Mittwoch. "Aber lasst uns einen klaren Blick bewahren. Dies war eine Attacke einer kleinen und grausamen Gruppe", erklärte die Ministerin. "Es war kein Angriff der Bevölkerung oder der Regierung Libyens."
Statement von US-Außenministerin Clinton:
Bei dem Angriff sind nach Angaben eines UN-Vertreters auch libysche Sicherheitskräfte getötet worden. Es habe möglicherweise bis zu zehn Tote und Verletzte unter den libyschen Sicherheitskräften gegeben, sagte der stellvertretende libysche Vertreter bei der UNO, Ibrahim Dabbashi am Mittwoch in New York. Einige von ihnen seien zu Beginn des Angriffs ums Leben gekommen.
Vize-Innenminister Wanis al-Sharif machte Anhänger des im vergangenen Jahr getöteten Machthabers Muammar Gaddafi für den Angriff verantwortlich. Der stellvertretende libysche Ministerpräsident Mustafa Abu Shagour verurteilte das Attentat auf Botschafter Christopher Stevens in einer Twitter-Nachricht als „feige Tat". Die Parlamentarier sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem „feigen Verbrechen". Der Präsident der Nationalversammlung Mohammed Magarief sagte am Donnerstag in einer von Al-Jazeera übertragenen Erklärung: „Wir entschuldigen uns bei den USA, dem Volk und bei der ganzen Welt für das, was geschehen ist."
Sturm auf US-Botschaft
Nach Auskunft der libyschen Behörden eröffneten Unbekannte mit Gewehren das Feuer auf das US-Konsulat, woraufhin sich die libyschen Sicherheitskräfte zurückgezogen hätten. Andere Angreifer warfen selbst gebastelte Sprengsätze auf das Gelände, wo kleinere Feuer brannten. Plünderer trugen auf dem verlassenen Gelände des US-Konsulats Tische, Stühle und Waschmaschinen fort. Nach Angaben der libyschen Behörden besteht ein Zusammenhang zwischen den Protesten in Kairo und Benghazi.
Amateurvideo vom Angriff in Kairo:
Film löste Gewalt aus
Die Proteste richteten sich gegen einen Film namens „Innocence of Muslims" ("Die Unschuld der Muslime"). Dieser wurde nach Informationen des „Wall Street Journals" von dem israelischstämmigen US-Bürger Sam Bacile produziert. Bacile wolle seine Sicht zeigen, dass der Islam eine hasserfüllte Religion sei, zitiert das Blatt aus einem Telefoninterview. „Islam ist wie Krebs", sagte Bacile demnach. Aufmerksamkeit habe die Filmvorschau erregt, seit sich der als Koran-Hasser bekanntgewordene Pastor Terry Jones aus Florida für den Film eingesetzt habe. Eine Koran-Verbrennung in der Kirche von Jones hatte im März vergangenen Jahres gewalttätige Proteste von Muslimen ausgelöst.
Auf YouTube wurde ein Trailer veröffentlicht. In der 14 Minuten langen Vorschau werde nach Medienberichten der Prophet Mohammed als Trottel, Frauenheld, Homosexueller, Kinderschänder sowie gieriger und blutdürstiger Gangster dargestellt. Die Demonstranten betrachteten den Film als Beleidigung des Propheten. Die Arabische Liga verurteilte den Film ebenfalls und erklärte laut der ägyptischen Nachrichtenagentur MENA, darin werde der Prophet Mohammed „beleidigt". Auch Vertreter der ägyptischen Muslimbruderschaft äußerten Kritik an dem Film. Radikale Islamisten hatten den Namen des getöteten Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden an die Mauer vor der US-Botschaft in Kairo gesprüht - am Jahrestag der Flugzeugattentate vom 11. September 2001. Liberale Ägypter zeigten sich unterdessen schockiert von den Ausschreitungen.
Obama: "Verabscheuungswürdiger Angriff"
Obama sprach am Mittwoch in Washington von einem „verabscheuungswürdigen Angriff". Die USA lehnten alle „Versuche zur Verunglimpfung religiöser Glaubensvorstellungen ab", doch „müssen wir uns alle eindeutig gegen die Art sinnloser Gewalt wenden, die das Leben dieser Staatsdiener genommen hat". Zugleich ordnete er einen größeren Schutz des US-Personals in Libyen und eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an allen diplomatischen Vertretungen der USA weltweit an. Das Pentagon schickte am Mittwoch Marineinfanteristen nach Benghazi. Sie sollen nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat den Schutz der Diplomaten gewährleisten, wie der Sender CNN unter Berufung auf Ministeriumsbeamte berichtete.
Der republikanische Herausforderer Obamas, Mitt Romney, äußerte sich erzürnt über die Angriffe in Benghazi und Kairo und erklärte: "Es ist schändlich, dass die erste Reaktion der Obama-Regierung keine Verurteilung der Angriffe auf unsere diplomatischen Vertretungen war, sondern ein Ausdruck der Sympathie mit denen, die für die Angriffe verantwortlich sind." Die Angriffe könnten in der heißen Wahlkampfphase in den USA für eine überraschende Wende sorgen und das Augenmerk weg vom beherrschenden Thema Wirtschaft und stärker auf die Außenpolitik lenken.
Nach der Revolte gegen Gaddafi hat die libysche Übergangsregierung große Schwierigkeiten, die Ordnung im Land herzustellen. Zahllose bewaffnete Gruppen weigern sich, ihre Waffen niederzulegen, und nehmen das Gesetz häufig selbst in die Hand. In Ägypten bemühen sich die USA um intensivere Kontakte mit der neuen Regierung von Präsident Mohammed Mursi.
Auch international wurden die Angriffe scharf verurteilt. Frankreichs Präsident Francois Hollande sprach von einem "abscheulichen Verbrechen". Er forderte rasche Aufklärung und sagten den USA die „volle Solidarität Frankreichs" zu. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle forderte „die Regierungen in Ägypten und in Libyen eindringlich auf, die Sicherheit der Botschaften und Konsulate in ihren Ländern in vollem Umfang zu gewährleisten". EU-Parlamentspräsident Martin Schulz verurteilte den „terroristischen Akt". Im Namen der EU-Abgeordneten drückte er den USA die Anteilnahme des Europaparlaments aus. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte: „Diese Gewalt ist niemals zu rechtfertigen". (Reuters/red, derStandard.at, 12.9.2012)
Links
Times of Israel: Anti-Islam movie sparks riots in Egypt; angry mob kills American in Libya
New York Times: Obscure Film Mocking Muslim Prophet Sparks Anti-U.S. Protests in Egypt and Libya
Doc Ex 27.9.2012, 00:58 Ausgezeichnete Analyse
Kompliment an Autor und derstandard.at.
2. Auffallend ist, dass der am häufigsten kommentierte 'Alp Arslan' sich überhaupt nicht an der Diskussion beteiligt hat.
Das mag daran liegen, dass der Seldschucke Alp Arslan um 1050 n.Chr. mit dem Schwert und nicht mit dem Wort gegen Byzanz gekämpft hat: Alp Arslan bedeutet im Türkischen: "Tapferer Löwe".
Besonders Moscheen in Europa werden von den friedlichen Muslims gerne nach solchen Kämpfern gegen das christliche Abendland bezeichnet.
http://pakhtunkhwa911.wordpress.com/2012/09/1... he-herbst/
Der Arabische Frühling, der angeblich Demokratie und Freiheit in die arabischen Länder brachte, ist schon längst Geschichte. Die Prognosen von zahlreichen “Nahost-Experten” und Politologen schlugen fehl. Jene unter ihnen, die naiverweise behaupteten, “der Islamismus sei am Ende” sollten sich aufgrund der gegenwärtigen Ereignisse im Nahen Osten lieber schweigend verkriechen und nie wieder ein Wort darüber verlieren. Aus einer vermeintlich friedlichen Revolution wurde in der Zwischenzeit ein einmaliges Chaos, dessen Ende unabsehbar ist.
"In keiner anderen Kultur, geschweige denn Religion findet sich die Kodifizierung von Mord, Raub, Versklavung und Tributabpressung als religiöse Pflicht. In keiner anderen Religion findet sich die geheiligte Legitimation von Gewalt als Wille Gottes gegenüber Andersgläubigen, wie sie der Islam als integralen Bestandteil seiner Ideologie im Koran kodifiziert und in der historischen Praxis bestätigt hat. Nicht zuletzt findet sich kein Religionsstifter, dessen Vorbildwirkung sich wie bei Muhammad nicht nur auf die Kriegsführung, sondern auch auf die Liquidierung von Gegnern durch Auftragsmord erstreckte." (Hans-Peter Raddatz: "Von Allah zum Terror?", München 2002, S.71).
schon mal was von meinungsfreiheit gehört mal abgesehen von der frage was dieses machwerk mit dem christentum zu tun hat ?!
bis jetzt hab ich auch noch niemanden getroffen der den film gut findet obwohls sicher ein paar deppen geben wird die den film oder besser die ganze aktion gut finden.
leider tun die mulime genau das was der macher im sinn oder erhofft hatte obwohl das ein blinder sieht dass der film eine einziger fake ist .
Immerhin 206 Stellen im Koran rufen zu Gewalt gegen Ungläubige auf.
http://zukunftskinder.wordpress.com/2011/04/0... und-krieg/
warum denn das? Weil irgendwo Jesus Christus auf die Bühne tritt. Und ab da ist dann nix mehr mit morden, vergewaltigen und versklaven, zumindest in der Theorie...
Also ich find die Zündler ziemlich schei**
Wegen denen erst hab ich von dem Film erfahren und 15 min meines Lebens vergeudet, den Mist über den die sich aufregen anzusehen.
Das war wohl die einzige PR Aktion für den Film, die Wirkung zeigt. Außer ein paar kranken Islamisten und dem Regisseur (der dafür 5 Mio Dollar verbraten haben soll) sieht sich das doch keiner freiwillig (im Wissen wie schlecht der Film ist) an!!!
Ignorieren ist schon zuviel an Reaktion für diesen Streifen...
Richtig! Aber einige Wahnsinnige hielten sich nicht daran und das war vorauszusehen.
Also, wie gehen wir mit solchen Zündlern jetzt um?
Weiterhin mit dem Recht auf Freiheit der Kunst?
Wem brachte diese "Kunst" jetzt was?
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