Italiens Fußball spart nicht wirklich

11. September 2012, 17:45

Serie-A Klubs leben weiter in Saus und Braus: Eine Milliarde Euro für Spielergehälter - Es gibt aber auch Zurückhaltung

Rom - Mehr als eine Milliarde Euro an Gehältern zahlen die Klubs der italienischen Serie A ihren Fußball-Stars in der laufenden Saison. Das geht aus einer Statistik der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport hervor. Demnach wenden die 20 Vereine trotz Rezession und Sparpolitik immer noch exakt 1,039 Milliarden Euro zur Bezahlung der Spieler auf. Im Vergleich zur Vorsaison sanken die Gehälter um rund 61 Millionen oder 5, 5 Prozent.

Mit 120 Millionen Euro weist der AC Milan trotz des Verkaufs seiner Superstars Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva an Paris Saint-Germain die höchsten Personalkosten der Liga auf. Dahinter folgt Meister Juventus Turin mit 115 Millionen Euro, Inter Mailand komplettiert mit 100 Millionen das Trio der Vereine mit Gehältern im dreistelligen Millionenbereich. Lazio Rom, Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, belegt mit 66,2 Millionen Euro den fünften Rang hinter dem Lokalrivalen AS Rom (95 Millionen Euro).

Jahresgehälter von jeweils sechs Millionen Euro machen Nationaltorwart Gianluigi Buffon (Juventus), Weltmeister Daniele De Rossi (AS Rom) und den Niederländer Wesley Sneijder (Inter) zu den bestbezahlten Profis. Klose kassiert den Gazzetta-Angaben zufolge 2,1 Millionen Euro.

Billiges Pescara

Aber es gibt auch relativ Arme in Italien. Die bestverdienenden Kicker bei Pescara erhalten nur 400.000 Euro pro Jahr. Der Aufsteiger kommt als sparsamster Klub mit einem Spieleretat von zehn Millionen Euro aus. Auch Cagliari und Chievo (15,9), Catania (18) sowie Siena (18,9) bleiben deutlich unter der 20-Millionen-Euro-Grenze.

Das höchste Trainergehalt kassiert Juve-Coach Antonio Conte. Turin zahlt seinem wegen angeblicher Verwicklung in den Manipulationsskandal derzeit gesperrten Trainer drei Millionen Euro. Neapels Walter Mazzarri (2,5) und Milan-Coach Massimiliano Allegri (2,4) belegen die Plätze zwei und drei. Pescaras Trainer Giovanni Stroppa, wer sonst, bekommt mit 300.000 Euro das bescheidenste Gehalt. (sid, red, DER STANDARD, 12.9.2012)

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16 Postings
Inter

Schraubt die Gesamtausgaben maechtig runter und investiert in Infrastruktur. Das neue Stadion soll bis 2015 fertiggebaut werden. Die Mannschaft soll verjuengt werden und es wurden chinesische Investoren an Land gezogen (Investoren rund um die CRCC). Ich denke, das ist an sich ein vernuenftiger Weg.

Die Topverdiener der serie A

Buffon, deRossi und Sneijder, cca 6 Mio € p.a. Danach kommen Totti und Cavani mít 5 Mio €.
Buffon ist uebrigens der einzige Juventino in den Top 10! Inter ist 2x vertreten (Milito: 4,5 Mio €), Milan gleich 3x.

Spanien

Messi: 10,5 Mio€, Ronaldo: 13 Mio €, Mourinho: 14,5 Mio €. Als ob es keine Wirtschaftskrise gebe in Spanien. Und dá koennte mán dann natuerlich mít der premier league oder PSG weiterrecherchieren.

gaebe ;-)

Aber die Ausgaben...

...werden nachweislich zurueckgefahren. Die Clubs sind vernuenftiger bei den Transfers geworden. Koennten aber ohnehin nicht mithalten mit ManCity, PSG und Co.
Natuerlich versucht man ueber Gehaelter Leistungstraeger langfristig zu binden. Zum Einen erlaubt das besser zu planen, zum anderen wird der Eine oder Andere gekauft und abgeloest.
Was der Artikel aber komplett uebersieht ist, dass sich die Mannschaften deutlich mehr der Jugend zuwenden. Was da ver- und gekauft bzw. ver- und geliehen wird, is kaum noch durschaubar. Und tatsaechlich gibt es jetzt wieder einige sehr vielversprechende Talente im italienischen Fussball.

ich find 5,5% eh schon viel und so einfach ist es wohl auch nicht bei den spielergehältern zu sparen, die ja alle jahrelang an den verein gebunden sind. ich weiß also echt nicht was der anfang des artikels überhaupt soll O_o

Ist ja der nächste schas Artikel bezügl. Serie A. Wenn Milan die Gehälter um 30 Mio runtergeschraubt hat, was ist das, außer sparen?? Inter hat auch die Mehrheit der Großverdiener rausgehaut und dadurch mindestens 20 Mio gespart, für die Roma gilt ähnliches.

Klar sind die Gehälter noch immer nicht niedrig, aber gegen jene aus England/Spanien nicht einmal erwähnenswert, wenn man sie noch weiter runterschraubt, kann man sich gleich mit fußballerischer Mittelklasse zufrieden geben und das wird sicher nicht der Fall sein (zu Recht)!!!

die absoluten Zahlen sind wirklich nicht hoch

nehmen wir mal Inter, vor 3 Jahren waren's noch 198 Mio Personalkosten pro Jahr (damals hatte man aber auch einen Trainer der 11 Mio (netto) kassierte ;-)), jetzt ist's fast die Hälfte. Im Vergleich, bei ManCity verdient die Startelf mehr als bei Inter der gesamte Kader kostet. Dennoch muss man sagen, dass die ital. Vereine immer noch Nachholbedarf haben, sehe den aber nicht Ausgabenseitig sondern Einnahmenseitig, denn im Vergleich Personalkosten/Umsatz stehen die ital. Topvereine dennoch eher schlecht da.

Die Einnahmen zu erhöhen wird aber sehr schwierig werden und viele viele Jahre dauern. Jetzt, wo viele Topstars das weite gesucht haben, steigt das internationale Interesse sicher nicht.

Zudem sind die Steuern höher, die Stadien alt und man verzichtet (gott sei dank) auf ausländische Geldgeber.

Vor allem sind es die Stadien, bei denen sich etwas ändern muss. Jeder Club muss sein Stadium besitzen, sie gehören erneuert und sich nicht benehmende Fans rausgehaut.
Fußball soll wieder zum Erlebnis werden. Mehr Besucher = mehr Geld = mehr Fernsehgeld = generell größeres intern. Interesse = bessere Sponsoren usw....

sehe das eher positiv , im gegensatz zu den "scheichklubs" aus england ,dass die italiener nicht jeden der kommt sofort zum chef machen und wenn der nicht mehr will ist alles aus.

Conte 3 Mio?? Für was?

fürs nie verlieren

Brot und Spiele

und wenn dann kein brot mehr - nur mehr spiele

Habe mir vor paar Tage auf transfermarkt.de die Transfers in der Italien-Liga angesehen. Da bleibt einem die Spucke weg, was die für Kader und Kaderveränderungen im Saisonwechsel haben.

die it. Presse

schreibt von Aschelputtelliga

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