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vergrößern 800x500Wer weder die Porzellanmanufaktur noch das benachbarte Lokal besucht, erhält für den Schranken im Wiener Augarten kein Ausfahrtticket.
Wien - Hat er früher ein paar Minuten gebraucht, um seine Tochter in den Kindergarten im Augarten zu bringen, muss Gerald Aichholzer nun 45 Minuten mehr einplanen - in der Früh und am Nachmittag nochmals. Im Juni ließ die Burghauptmannschaft, die für den Augarten zuständig ist, nämlich einen Schranken montieren. Zufahren können nur noch Mitarbeiter und Besucher der Porzellanmanufaktur sowie Gäste des angeschlossenen Lokals.
"Wir wohnen in Niederösterreich, ich kann nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen", sagt Aichholzer. Also heißt es jeden Tag kreisen, bis ein Parkplatz gefunden ist, und dann zu Fuß in den Augarten. Was ihn besonders stört: "Warum sind nur die Eltern betroffen?"
Bisher sei es möglich gewesen, über das Tor in der Oberen Augartenstraße zu den links und rechts von der Porzellanmanufaktur gelegen Parkplätzen zuzufahren und das Auto kurz abzustellen. Wobei die Zufahrt auch jetzt noch möglich ist, bloß braucht man für die Ausfahrt einen Stempel vom Lokal oder der Manufaktur. Die Kindergartenleiterin hat eine Zwischenlösung erwirkt: Pro Woche erhält jede Familie fünf Ausfahrtskarten, also zumindest für eine Fahrt zum Kindergarten pro Tag.
Ein anderer Vater erzählt, dass einige Eltern vor dem Abholen der Kinder noch schnell einen Kaffee im "Décor" trinken, um zu einem Ausfahrtsschein zu kommen. Dafür ließen sie das Auto allerdings gleich den ganzen Tag im Augarten stehen. "Das ist natürlich billiger als ein Parkschein, hat also den gegenteiligen Effekt", meint er. Ihm habe man gesagt, er solle doch mit dem Rad kommen. "Wie soll das gehen mit einer Eineinhalbjährigen und einem sechs Monate alten Baby?" Also werde er weiterhin zweimal am Tag den Fußweg antreten, "vor den Augen Aperol Sprizz trinkender Gäste, die nach wie vor parken dürfen".
In einem Brief an Bezirksvorsteher Gerhard Kubik (SP) haben die betroffenen Eltern ihren Unmut kundgetan. Dieser antwortete, dass er "die Entscheidung der Burghauptmannschaft leider zu Kenntnis nehmen muss und aus Kompetenzmangel keinen Einfluss darauf nehmen kann".
Burghauptmann Reinhold Sahl verteidigt die Schrankenanlage. Diese sei auf Wunsch der Anrainer und zur Sicherheit der Besucher errichtet worden. Nur so sei es möglich, den Verkehr im Augarten einzudämmen. Aichholzer widerspricht: "Durch den Schranken wird erst recht suggeriert, dass sich ein Parkplatz dort befindet, und es fahren mehr Autos als vorher in den Augarten." (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD, 11.9.2012)
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ich weiß nicht warum, aber Meldungen wie diese, wo Eltern nicht mit dem Auto zum Kindergarten dürfen - haben irgendwie so was Ungutes an sich. So in der Art der/die RedakteurIn hat eine Bekannte oder einen Freund, dessen Kind dort in den Kindergarten geht und dann das und oh Skandal und ab in die Zeitung damit.
Man könnte auch sagen "etwas Unverhältnismäßiges"
angeblich muss man ein VIP sein, um dort einen Platz zu bekommen! Kann schon verstehen, dass sie sich aufregen, wenn der X5 nicht mehr dort parken kann. Ein Kriterium ist ja auch die Nähe zum Wohnort. Ich wohne gleich ums Eck, habe jedenfalls keinen Platz bekommen für unsere Tochter.
warum bitte sehr?
der kindergarten im augarten wird auch "geliebt" wegen der parkanlage und der guten luft..
angenommen 30 eltern bringen die kinder mit dem wagen. 30 fahren hin, gschropp raus, fahren wieder weg und am abend hin,gschropp einladen und wieder weg. wenn ich jetzt also aperol trinkend meine haxen in die sonne halte , rauscht 120x ZUSÄTZLICH am tag ein auto an mir vorbei, in einer woche 600 mal(!)
gehen sie bitte zu fuss.
danke
...wenn Sie den ganzen Tag aperolisierend herumlungern bis 120 Autos an Ihnen vorbeigefahren sind, dann suchen Sie sich bitte lieber einen Job und gehen hier niemandem mit solche haideresken Milchmädchen-Rechungen auf die Nerven.
zur Sache an sich: zum Schranken noch einen Parkkarten- Automaten dazu. Tarif wie folgt: 10 Minuten gratis (das sollte zur der Entsorgung der Brut ausreichen :-)), danach jede angefangene halbe Stunde zu € 5,-.
Das Lokal kann einen 1 1/2 Stunden Gutschein ausgeben, der vom Ticketpreis abgezogen wird.
Ergebnis: alle können zufahren, es wird kein "Parkplatz für Pickerlflüchtlinge" geschaffen und die Gastronomie und deren Gäste sind auch happy.
Idee?
Dieser Parkplatz darf von den Besuchern der Manufaktur und von den Besuchern vom Decor verwendet werden! Warum sollten nicht auch Eltern das Recht haben sich dort hinzustellen? Würde es darum gehen, das komplette Gelände frei von Fahrzeugen zu halten, würde sich auch niemand beschweren. ABER: Es gibt 3 Parteien, außer den Anrainern, und NUR der Kindergarten(!) darf den Parkplatz nicht benützen! Nun ist es so, dass Autos reinfahren dürfen, warum also kann man nicht auch den Eltern das Leben erleichtern?
Wissen Sie, was ein Pachtvertrag ist? Der Betreiber des Decor hat das Restaurant und den Grund des Parkplatzes gepachtet. Und es ist verständlicher Weise nicht darüber erfreut, dass der Kindergarten nichts bezahlt, aber die Eltern selbstverständlich einen Parkplatz nutzen wollen.
Abgesehen davon, dass es kaum Einer hier schafft beim Thema „Parkplatz“ zu bleiben, sondern ständig darüber diskutiert wird, warum und wieso ein niederösterreichisches Kind in Wien einen Platz hat und wieso man nicht zu Fuß geht, blablabla…
Ich bin selbst aus NÖ und habe mein Kind im Augarten in der Krippe – das ist erlaubt, damit legitim und ich bezahle diesen Platz!
Fakt ist: Es geht hier NICHT um den Park! Dieser wird nicht befahren! Es gibt auch Wege mit extra Eingängen neben der Einfahrt für Fußgänger und in der Mitte ist die Einfahrt für die Autos! Das bedeutet, dass niemand von den Autofahrern gefährdet ist! Der Parkplatz befindet sich vor der Porzellanmanufaktur und liegt NICHT im Park!
sie zahlen für den kindergarten. wie sie dorthin kommen ist ihre sache und kein drama das es rechtfertigt forderungen zu stellen. zu kindergarten meines sohnes war auch keine zufahrt möglich. na und? gingen wir halt 5 min hin und 3 zruck ( alleine war ich klarerweise schneller). was sind 10 min im leben ? nix!! und der bua hat zusätzliche bewegung auch noch gehabt
... Anreise aus NÖ mit dem Auto - wenn sie die Zeit addieren, die bei der Parkplatzsuche drauf geht, sind sie bei über 30 Minuten, bis der Nachwuchs im Kindergarten ist - dann noch Regen...
Bei allem Verständnis und Unterstützung für die Reduktion des Automobilverkehrs in Wien - gerade bei kleinen Kindern ist das Auto ein geradezu notwendiges Hilfsmittel, wenn man nicht das Glück hat Arbeit, Wohnung, Nahversorgung, Schule, Arzt, etc. in Gehdistanz zu haben - also in realitas täglich Brot für 90% der jungen Eltern.
Fakt ist: Der Park beginnt am Schranken, also befahren Sie den Park. Und dass Sie aus den Tatsache, dass Sie den Kindergartenplatz zahlen, das Recht ableiten, nicht nur einen Park zu befahren, sondern auch noch kostenlos einen Parkplatz beanspruchen, könnte man Engstirnigkeit nennen.
Da verstehen sie etwas falsch. Es geht hier nicht darum, dass man einen eigenen Parkplatz möchte, sondern um die Gleichstellung. Warum darf man zum essen, trinken, Besuch der manufaktur,.. einfahren, aber nicht um seine Kinder in den Kindergarten zu bringen. Erklären sie mir das bitte. Und kommen sie mir nicht mit dem Pachtvertrag, eine Änderung für den Kindergarten ist sicher nicht das Problem, wenn das die bh möchte.
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