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Bestimmte Formen von Beinschmerzen können ein erhöhtes Herzinfarktrisiko anzeigen. Wachsamkeit ist insbesondere bei Wadenschmerzen geboten, die beim Gehen auftreten und beim Stehenbleiben nachlassen. Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, vor allem wenn Aufstehen für Linderung sorgt.
Beide Schmerzformen sind ein typisches Symptom einer Arteriosklerose, bei der es aufgrund von Ablagerungen in den Adern an unterschiedlichen Stellen des Körpers zu Durchblutungsstörungen kommt, wie Eike Sebastian Debus von der Klinik für Gefäßmedizin am Universitären Herzzentrum Hamburg in der neuesten Ausgabe des Newsletters der Deutschen Herzstiftung betont.
Da die Beine bei einer Arteriosklerose, in der Umgangssprache Gefäßverkalkung genannt, im Vergleich zum Herzen häufig erst relativ spät betroffen sind, ist bei solchen Beinschmerzen oft schon eine deutliche Verkalkung der Herzkranzgefäße vorhanden, was im Laufe der Zeit zu einem Herzinfarkt führen kann.
Betroffene sollten deshalb beim Arzt unbedingt darauf bestehen, dass nicht nur ihre Beine untersucht werden, sondern in regelmäßigen Abständen auch das Herz. Wie ernst die Herzinfarktgefahr zu nehmen ist, unterstreichen statistische Erhebungen, wonach 75 Prozent der Betroffenen später einem Herzinfarkt erliegen, was weit über dem Bundesdurchschnitt liegt.
Wie man sich am wirksamsten vor einer Arteriosklerose schützen kann, die in Deutschland bei etwa einer Million Menschen für Beinschmerzen verantwortlich ist, erläutert die Herzstiftung auf ihrer Webseite unter herzstiftung.de/schmerzen-in-den-beinen. (red, derStandard.at, 11.9.2012)
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