Passagiere müssen transportiert werden

  • Wenn das Gepäck auf sich warten lässt, muss der Passagier trotzdem mitgenommen werden.
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    foto: apa/helmut fohringer

    Wenn das Gepäck auf sich warten lässt, muss der Passagier trotzdem mitgenommen werden.

Airlines dürfen Passagiere nicht stehen lassen - Bei verspätetem Zubringer Flug auch ohne Gepäck

Karlsruhe - Fluglinien müssen Passagiere mitnehmen, auch wenn deren Gepäck von einem verspäteten Zubringerflug noch nicht umgeladen wurde. Andernfalls haben die Passagiere Anspruch auf Ausgleichsleistungen nach europäischem Recht, wie am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied.

Der Kläger wollte mit der KLM von München über Amsterdam auf die Karibikinsel Curacao fliegen. Bereits beim Einchecken in München erhielt er die Bordkarten für beide Flüge. Der Flug nach Amsterdam war allerdings verspätet. Der Passagier erreichte zwar noch rechtzeitig den Flugsteig für den Anschlussflug, weil sein Gepäck noch nicht umgeladen war, durfte er aber nicht mitfliegen. Erst am Folgetag konnte er weiter in die Karibik.

Mit seiner Klage verlangte der Passagier eine Ausgleichsleistung von 600 Euro sowie Ersatz seiner Mehrausgaben für Unterkunft und Verpflegung. Nach Niederlagen in beiden Vorinstanzen gab ihm der BGH nun recht. Der Passagier sei bereits in München für beide Flüge abgefertigt worden. Daher habe er in Amsterdam nicht nochmals 45 Minuten vor Abflug einchecken müssen. Er sei rechtzeitig vor Ende der Einstiegszeit am Flugsteig gewesen. Der Verweis der KLM auf Sicherheitsbedenken greife hier nicht, so der BGH weiter. (APA, 11.9.2012)

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7 Postings
Was für ein Quatsch von wegen "Sicherheitsbedenken"

wenn die Trennung vom Gepäck nicht in der Verantwortung des Passagiers liegt, sondern Schuld der Airline oder des Flughafens ist, kanns auch keine Sicherheitsbedenken geben.

Verdächtig

Hätte mir von KLM mehr Pragmatik erwartet. Aber: Er hat kein Gepäck mit, das macht ihn verdächtig .....

Warum ist man verdächtig wenn man kein Gepäck dabei hat?

Warum muß ich dieses immer haben?

KLM hatte vielleicht folgende Bedenken: Nicht dass der Passagier ohne Gepäck reist, sondern dass im Anschluss ein Gepäck ohne Passagier reist.

Ich habe selber schon des öfteren erlebt, dass alle nochmals aus der Maschine aussteigen mussten um ihr Gepäck zu identifizieren.

Aber ich bin natürlich auch der Meinung, dass dem Passagier hier eine Ausgleichsleistung von KLM zusteht, denn es lag ja nicht in der Verschuldung des Passagiers.

Die Maschine wird ausgeräumt wenn der Passagier nicht auftaucht, nicht wenn das Gepäck fehlt.

Ja, das ist natürlich schon klar

Allerdings war das ja vollkommen ohne Einflussmöglichkeit des Passagiers, dass der Koffer später in einer Extra-Maschine kommt. Darauf kann ja nicht wirklich wer mit einer Bombe im Koffer spekulieren. Wie hoch stehen die Chancen, dass man selbst gerade noch reinkommt, der Koffer aber nicht? Wieviele Versuche müsste man da machen, bei denen vorher sich die Bombe gefunden worden wäre?

Ist schon öfters passiert,

dass das Gepäck nicht mitgekommen ist. Im Normalfall merkt das der Reisende aber erst nach der Ankunft am Zielflughafen, wenn er beim Abstellen des Gepäckbandes noch immer einsam davor steht.

Das Gepäck wird dann ja auch ohne Passagier mit dem nächsten Flug nachgebracht.

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