Mittelalterliche Stierquälerei löst Proteste aus

11. September 2012, 16:01

Polizei vertrieb Gruppe von protestierenden Tierschützern

Madrid - Ungeachtet nationaler und internationaler Proteste ist in einem spanischen Dorf wieder ein Stier nach einer mittelalterlichen Tradition auf grausame Weise getötet worden. Bei dem alljährlichen Spektakel in der Ortschaft Tordesillas stechen Menschen zu Fuß oder zu Pferd mit Lanzen solange auf einen Stier ein, bis das Tier qualvoll stirbt. Die Polizei vertrieb eine Gruppe von 50 protestierenden Tierschützern.

40.000 Schaulustige

Nach Angaben des Gemeinderates des 6.500-Seelen-Ortes Tordesillas sahen etwa 40.000 Schaulustige zu. Das "Toro de la Vega"-Turnier findet alljährlich am ersten Dienstag nach dem Fest der allerheiligsten Jungfrau Maria (8. September) statt. Eine "Barbarei" und eine "Gräueltat", die nicht zu einer zivilisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts passe, urteilte die spanische Tierschutzpartei Pacma.

Auch Vertreter der US-Tierschutzorganisation Humane Society International nahmen an dem Protest in Tordesillas teil. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit Einwohnern des Dorfes. Diese beschimpften die Tierschützer als "Terroristen" und "Abtreibungsbefürworter". Die Regierung der autonomen Region Kastilien und Leon bekräftigte am Dienstag, dass sie das umstrittene Spektakel nicht verbieten werde. (APA, 11.9.2012)

Share if you care
17 Postings
Was haben solche Geister in der EU 2012 verloren?

Geldhahn zudrehen, nicht mehr hinfahren und warten, bis sie in der Gegenwart angekommen sind. Oke, klingt recht primitiv, meine Antwort darauf, aber wie sonst sollten die einem verstehen?

Wahrscheinlich haben ein paar Polit- Bonzen ihre Villen in Spanien und durch den EU- Beitritt wurde es leichter.
Anders kann ich mir nicht vorstellen, dass ein dermassen vorsintflutliches Barbarenland beitreten darf.
Ein Mindestmass an Zivilisiertheit sollte man einem Beitrittskandidaten durchaus abverlangen !

Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen.

Tiere sind nicht dazu da,
dass wir an ihnen experimentieren.
Tiere sind nicht dazu da,
dass wir sie anziehen.
Tiere sind nicht dazu da,
dass sie uns unterhalten.
Tiere sind nicht dazu da,
dass wir sie ausbeuten.

na ja

Gegen Tiere essen habe ich eigentlich nichts!

nie wieder Spanien-Urlaub

Diktion

Der Begriff "Abtreibungsbefürworter" zeigt deutlich die Geisteshaltung dieses reaktionären Pöbels.
Vergleichbar mit den Jägern hierzulande, die sich wieder mal einen Faschisten herbei sehnen.

"nach dem Fest der allerheiligsten Jungfrau Maria"

Es grenzt an Blasphemie wenn von Lustmördern des Waldes der Leichnam des Hirschen von einem " Gottesvertreter" geweiht wird während die Tierschützer verfolgt werden.

Und seltsamerweise sind Jäger ( von Tieren und Menschenrechten ) oft Mitglieder bei der gleichen Römischen-Sekte wie auch der gleichen Partei. Warum wohl?

warum grenzt?

ist doch jenseitig

dort werden sie vertrieben

in Österreich werden sie
3 Monate eingesperrt,
3 Jahre der Prozess gemacht - und nun- nach dem Freispruch finanziell ruiniert allein gelassen.

In Österreich machen sich die Lobbyisten die Gesetzte und die Polizei kontrolliert sich neuerdings selber.

es scheint irgendwie etwas miteinander zu tun zu haben, die Jungfrau Maria und der Stier.......und 40.000 Schaulustige.

Europa und der Stier

Ist das vielleicht die Rache an Zeus für die Vergewaltigung der (syrischen?) Prinzessin, nach der unser Kontinent benannt ist?

a*schl.....er - einfach nur zum k*tzen!

Manchmal (sehr oft) hasse ich Menschen.

Eigentlich immer öfter, je mehr Erfahrungen mit dieser Spezies sammelt.

es gibt tage...

...an denen man sich prinzipiell gut fühlt und mit allem im reinen ist. dann liest man artikel wie diesen und kriegt einfach eine dreckswut auf den abschaum, den diese welt hervorzubringen vermag.

Noch so ein Erlebnis heute:

im kleinen Blattl in der U (also vorausgesetzt es ist wahr). Zwei Jugendliche werden beobachtet, wie sie einen lebenden Schwan mit einem schweren Stein im See versenken. Sie werden gesucht. In solchen Momenten bleibt mir einfach der Verstand stehen und ich bekomme abgrundtiefe Angst vor der unbekannten Masse meiner Mitmenschen. Von meiner Wut will ich gar nicht erst sprechen.

und immer wieder denkt man sich man hätte schon alles gesehen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.