Kaffeekonsum in Österreich steigt

Der dynamische Trend hin zu Kapselmaschinen hält an, die Verwendung von Filterkaffeegeräten ist rückläufig

Wien - Die Kaffeekultur wird in Österreich schon lange hochgehalten. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 7,2 Kilogramm bzw. 162 Litern jährlich liegt die Konsumenten hierzulande im guten europäischen Mittelfeld. Weltweit habe sich der Konsum 2011 gegenüber 2000 um 28 Prozent auf 135 Millionen 60-Kilo-Säcke zugelegt, teilte der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband heute, Dienstag, in einer Aussendung mit. Der dynamische Trend hin zu Kapselmaschinen hält an, die Verwendung von Filterkaffeegeräten ist rückläufig.

Nach Österreich wurden im abgelaufenen Jahr rund 68.350 Tonnen Rohkaffee importiert - der Großteil davon (etwa 46.000 Tonnen) wurden hier auch tatsächlich konsumiert. Der Rest wurde von Röstereien veredelt und wanderte wieder in den Export. Der Anteil von fair gehandeltem Kaffee hat sich seit 2005 auf rund 25 Prozent verdreifacht - mehr als 1.300 Cafes, Restaurants und Bäckereien setzen auf diese Produktschiene. Alleine im Vorjahr wuchs dieses Segment um mehr als ein Viertel.

Qualität funktioniert

"Kaffee ist mehr denn je ein Lifestyle-Produkt und aus dem Tagesablauf eines Österreichers nicht wegzudenken. Auch der Erfolg der Kapselsysteme beruht auf der besonderen Qualität des Kaffees", so der Präsident des Kaffeeverbands, Harald Mayer. Den Österreichern seien Qualitätsmerkmale wie Geschmack, Aroma und rasche Darreichung wichtig - das lassen sich die Kaffeegenießer auch etwas kosten. Mittlerweile verwenden den Angaben zufolge 35 Prozent Einzelportionssysteme, 30 Prozent setzen auf Vollautomaten. Der Gebrauch der Filterkaffeemaschinen ist rückläufig, auch wenn in fast zwei Drittel aller Haushalte noch ein derartiges Gerät stehe.

"Einzelportionssysteme sind vorwiegend bei Singles, jungen Familien und zunehmend steigend in der Altersgruppe 50 bis 64 zu finden", so Mayer. Vor zehn Jahren wurde noch überwiegend Filterkaffee getrunken. Aktuellen Umfragen zufolge rangiert in Österreich der kleine bzw. große Braune vor Melange und Capuccino.

Das wichtigste Kaffeeanbauland ist Brasilien - mit jährlich 2,9 Millionen Tonnen Rohkaffee - das entspricht fast einem Drittel des internationalen Kaffeeanbaus. Dahinter folgt Vietnam mit rund 1,1 Millionen Tonnen. Die weltweite Anbaufläche sei in den vergangenen Jahren von 9,76 Millionen auf 10,18 Millionen Hektar gewachsen - der Ernteertrag indes hat sich im selben Zeitraum auf etwa 8,36 Millionen Tonnen nahezu verdoppelt. Der überwiegende Teil (58,7 Prozent) entfällt auf die hochwertigen Arabica-Sorten, der Rest auf Robusta-Bohnen, die sich vor allem für Mischungen gut eignen. (APA, 11.9.2012)

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6 Postings

ich habe mir nach langem überlegen wieder eine filter-kaffeemaschine zugelegt, die das wasser mit 92° und recht schnell über den kaffee laufen lässt.

und siehe da: bei verwendung eines guten, frisch grösteten kaffees (alt wien!) ergibt das einen hervorragenden kaffee, bei dem die vielfalt der aromen viell besser zu geltung kommt als bei einem espresso (und sei er noch so ausgefinkelt hergestellt).

und die crema?? ist die handgemalt??

die crema imaginiert man sich einfach dazu :)

filterkaffee: nein danke.

haben uns wieder eine bialetti zugelegt und die macht immer noch guten kaffee.
natürlich kann die es nicht mit einer guten espressomaschine aufnehmen aber immerhin.

darum sollte man eine gute espresso maschine sein eigen nennen...

auf lange sicht gesehen sehr rentable...bei 4 kaffee am tage macht das täglich 10 euronen mind. und da ist das trinkgeld noch nicht inkl. macht 300 eier im monat. im jahr nach adam riese 3600 € plus tipp 4000 eierchen. ne gute maschine kostet so um die 2000 ...ach ja die arbeit...aber lieber einen espresso der gut schmeckt notfalls allein getrunken als sich in gesellschaft mit einer miesen brühe ärgern...

....

...Kaffee ist auch Lebenswichtig. Ohne meinen morgenlichen Kaffee geht gar nichts ;) Jeder gute Tag fängt mit einer Tasse Kaffee an.

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