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Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank bricht mit den ehrgeizigen Rendite-Vorgaben aus der Ära des langjährigen Konzernchefs Josef Ackermann. Im Zuge ihrer Neuausrichtung strebe die Deutsche Bank künftig nur noch eine Eigenkapitalrendite von "mindestens zwölf Prozent" nach Steuern an, teilte der Konzern am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Daneben verschärft das Unternehmen seinen Sparkurs und will nun jährlich 4,5 Mrd. Euro sparen.
Die alten Rendite-Vorgaben seien "unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht zu erreichen", sagte Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen. Auch die Konkurrenz werde beweisen müssen, ob sie mit einer ähnlichen Geschäftsstrategie wie die Deutsche Bank Renditen wie bisher erwirtschaften könne.
Ex-Konzernchef Ackermann hatte bis zu seiner Ablösung im Juni das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent verteidigt, für das er über Jahre massiv kritisiert wurde. Die Eigenkapitalrendite beschreibt das Verhältnis vom Gewinn eines Unternehmens zum Unternehmenskapital. Ackermann argumentierte, die besten Banken der Welt erzielten 25 Prozent Rendite. Dieses Ziel gelte deswegen auch für die Deutsche Bank.
Die Deutsche Bank wolle ihre Geschäftsstrategie ändern, da sie durch den Vertrauensverlust aus der Finanzkrise einen Wandel der Unternehmenskultur als "unerlässlich" betrachte, erklärte der Konzern. Ackermanns Nachfolger - das Führungsduo Jürgen Fitschen und Anshu Jain - kündigte zudem an, die Vergütungspolitik des Konzerns künftig von unabhängigen Experten prüfen zu lassen. Dieses "Panel" werde aus "führenden Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaftlern und Vergütungsexperten bestehen".
Die Empfehlungen der Experten würden schon die Vergütung für das laufende Jahr beeinflussen, teilte die Deutsche Bank mit. Wer genau in dem Beirat sitzen soll, wollte Co-Chef Fitschen nicht sagen.
Ihren Sparkurs will die Deutsche Bank erheblich verschärfen, wie der Konzern mitteilte. Bis zum Jahr 2015 plane die Deutsche Bank 4,5 Mrd. Euro jährlich zu sparen. Noch Ende Juli hatte die Deutsche Bank die geplanten Einsparungen auf drei Mrd. Euro beziffert.
Unklar blieb, ob die Deutsche Bank mehr Stellen abbauen will als die bisher angekündigten 1.900. Co-Chef Fitschen sagte lediglich, das Management befinde sich in Gesprächen mit dem Betriebsrat.
Knapp 40 Prozent der bis 2015 geplanten Einsparungen oder rund 1,7 Mrd. Euro sollten auf die Infrastruktur der Bank entfallen wie etwa die Informationstechnologie, teilte die Deutsche Bank mit. Daneben wolle die Deutsche Bank rund 40 Gebäude verkaufen.
Auch kündigte die Deutsche Bank Veränderungen bei Erfolgsprämien für Manager an. Künftig solle es Boni als Einmalzahlung nach fünf Jahren geben und nicht als gestaffelte Zahlung über drei Jahre. Auch soll die Höhe im Verhältnis zum Geschäftserfolg verringert werden. Eine Obergrenze führte die Deutsche Bank jedoch nicht ein.
Die Deutsche Bank kündigte zudem an, risikobehaftete, strategisch nicht mehr wichtige Geschäftsaktivitäten in einen eigenen Unternehmensbereich zu verlagern. Als interne "Bad Bank" wollte die Deutsche Bank den neuen Konzernbereich mit einem Volumen von 135 Mrd. Euro aber nicht bezeichnen. Der neue Geschäftsbereich umfasse "durchaus sehr profitable" Posten, sagte Finanzchef Stefan Krause. (Reuters, 11.9.2012)
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war ja zu erwarten, jetzt holen anshu jain und konsorten die kadaver aus dem keller. nach einem halben jahr anstandspause ...? so direkt nachher konnte man dem grossen acki ja nicht ans bein pinkeln, wie es sich gehört hätte.
was kommt: eine 120 mrd deutsche bad bank für den anfang?!
toll gemacht, ackermann. abkassiert, gestrahlt wie in der zahnpastawerbung und ... aber das war mit ansage. jeder der ackermann die hand gab, sollte nachschauen, ob noch alles dran ist. ein blender von anfang an.
ich frage mich, wo die aktionäre sind, ihre rechte, ihr gehirne. wo ihr geld ist, weiss man ja auch.
in der schweiz bei ackermann.
Und das bei einer Inflation irgendwo zwischen zwei und drei Prozent und einem Wirtschaftswachstum nahe Null. Daß das von Journalisten auch noch als bescheiden bezeichnet wird, demonstriert, wie verrottet unser Wirtschaftssystem bereits ist. Eine Organisation, die selbst nichts Nützliches produziert und eigentlich nur Hilfsdienste für die produktive Wirtschaft leisten sollte, maßt sich an, Riesenhappen vom gesamtwirtschaftlichen Kuchen zu erbeuten, von denen die, die ihn backen, nur träumen können.
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