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Mailand - Der deutsche Musikwissenschafter Reinhard Strohm von der Universität Oxford gehört in diesem Jahr zu den Trägern der hoch dotierten Wissenschaftspreise der Internationalen Balzan-Stiftung. Wie die Stiftung am Montag in Mailand mitteilte, wird Strohm für seine weitreichenden Forschungen zur europäischen Musikgeschichte geehrt. Hervorgehoben werden auch seine "detaillierten Darstellungen der repräsentativen Volksmusik, insbesondere der alten flämischen musica sacra und der Opern von Vivaldi, Händel und Richard Wagner."
Die Vergabe des Preises für Theorie und Philosophie des Rechts an Ronald Dworkin aus New York gilt seinen wesentlichen Beiträgen zur Rechtswissenschaft. Diese zeichneten sich durch profunde Analyse, originelle Forschung und Klarheit in der Darlegung aus. Der Preis für Wissenschaften der festen Erde geht an denaustralischen Geophysiker Kurt Lambeck, dessen Erkenntnisse den Klimawandel radikal verändert hätten. Der englische Biologe David Baulcombe von der Universität Cambridge wird mit dem Preis für Epigenetik ausgezeichnet.
Der renommierte Wissenschaftspreis ist mit jeweils 750.000 Schweizer Franken (etwa 620.000 Euro) dotiert. Die Hälfte des Preisgeldes muss in Forschungsprojekte fließen, die vorzugsweise von jungen Forschern durchgeführt werden. Die Preisverleihung ist am 14. November in Rom geplant. Die Stiftung ist nach dem italienischen Journalisten Eugenio Balzan benannt. Sie wurde von seiner Tochter 1957 in Lugano gegründet. (APA, 11.9.2012)
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