Bundesheer: Hundstorfer will Zivildienstmodell Ende September vorlegen

11. September 2012, 12:30
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    foto: apa/fohringer

Noch keine Entscheidung über zwölf oder 14 Gehälter bei "freiwilligem Sozialjahr"

Wien - Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) will sein Modell für einen Ersatz des Zivildienstes im Falle eines Endes der Wehrpflicht Ende September, Anfang Oktober fertig haben. Das erklärte der Ressortchef am Dienstag vor dem Ministerrat. Die Frage, ob das "freiwillige Sozialjahr" mit zwölf oder 14 Monatsgehältern abgegolten werden solle, ist noch offen.

An dieser Frage werde das Modell aber nicht scheitern, so Hundstorfer. Zu seinem Vorschlag, dass auch das AMS diese Jobs vermitteln soll, betonte er, dass hier selbstverständlich "überhaupt nicht" Druck auf Arbeitslose ausgeübt werden soll, diese Stellen anzunehmen. Es gehe hier rein um eine Vermittlungstätigkeit des Arbeitsmarktservices. Am Donnerstag dieser Woche ist im Sozialministerium ein erstes Treffen mit den Trägerorganisationen angesetzt. (APA, 11.9.2012)

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Feststellung:

Es lässt sich schon heute absehen, der freiwillige
Sozialdienst wird mit großer Sicherheit ein Flop.
Ebenso wie bei einer allfälligen Abschaffung der allg.
Wehrpflicht, das BH größte Schwierigkeiten hätte
geeignete Rekruten zu finden.

im übrigen ist hundstrofer ein unsozialminister

der vom övp wirtschaftsbund delegiert worden ist.

diesen unglaublichen menschenquälern vom ams

noch weitere kompetenzen zu übertragen ist ein irrsinn. ich höre schon den "betreuer" zu seinem "kunden" sagen: na wennst das sozialjahr nicht checkst wirst halt wieder einige kurse besuchen müssen.

das geht erstens nur ein mal

und ist zweitens gut bezahlt und v.a. FREIWILLIG. Als arbeitsloser ohne wehrdienst/zivi würde ich mir das schon überlegen. als absolvierter schütze arsch darf ich das sozialjahr eh nicht machen.

falls er das ams mit der vermittlung beauftragt, muss aber der kollektivvertrag eingehalten werden und somit auch 13. und 14. gehalt bezahlt werden. das ams darf keine stellen vermitteln die kollektivvertrag nicht einhalten.

Kein Problem, dann machen die eben einen Spezialkollektivvertrag wie bei den SÖB's.

das, was bisher zu diesem modell durchgesickert ist, klingt recht o.k. - bis auf die geschichte mit dem AMS.

wer soll denn sonst das sozialjahr administrieren?

das BMI? das AMS ist m.E. logisch. abgesehen davon kann man das sozialjahr nur einmal machen und die arbeitslosen, die das bh hinter sich haben, kommen eh nicht in frage. andere wiederum wären - wenn geeignet (die org. wie rotes kreuz muss sie ja nicht nehmen) - mit 1300/monat x 14 ziemlich gut bedient. da wirds - so wie jetzt schin in deutschland - ein überangebot geben.

dann sollte man es aber nicht sozialdienst oder soziales jahr nennen, sondern gleich einen "normalen" job daraus machen.
(abgesehen davon, daß ich generell ein gegner des AMS in seiner derzeitigen form bin)

Zu seinem Vorschlag, dass auch das AMS diese Jobs vermitteln soll, betonte er, dass hier selbstverständlich "überhaupt nicht" Druck auf Arbeitslose ausgeübt werden soll, diese Stellen anzunehmen.

Ja, der Herr "Lügenbaron"!! Das AMS schickt doch schon in Vlbg und Tirol die Menschen kreuz und quer durchs Land! Und immer war da Zwang und Drohung mit dabei ("Natürlich können wir Sie dazu zwingen ...")!!!

was soll der gewerkschafts-soziale denn sagen

war wahrscheinlich noch nie in seinem leben am ams als "kunde", sondern - wenn überhaupt - auf wahltour händeschütteln.

Die Frage, ob das "freiwillige Sozialjahr" mit zwölf oder 14 Monatsgehältern abgegolten werden solle, ist noch offen.

Augenauswischerei oder einfach nur Volk-für-Dumm-verkaufen-Aktion??

Wer darf das dann zahlen? Die betroffene Organisation - welche bisher ja eh weniger für Zivis gezahlt haben!!! - oder das Sozialministeriumg?

In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.

Zivildienstersatz

Ein guter Ersatz wäre, den Rettungsdienst gänzlich zu professionalisieren.

Die jetzige Situation ist nicht tragbar. Die Ausbildung ungeeignet und die Struktur veraltet.

3 Jahre Ausbildung für Sanis mit Regelkompetenz wären wünschenwert, wir stehen in Zugzwang! Unser System als hochqualitativ zu bezeichnen ist Betrug an der Bevölkerung!
Die stark steigenden Kosten des Rettungsdienstes kann man locker mit dem besseren Patientenoutcome kompensieren!

Aber das unsere tollen Rettungssanis aktiv Schaden anrichten, darf man ja nicht sagen ;)

realistisch bleiben

1.) Welchen Schaden richten unsere Rettungssanitäter an?

Einsätze werden je nach Meldung kategorisiert und den Rettungsmitteln zugeteilt. Kein RS darf invasive Maßnahmen ergreifen! (Ausnahme Larynxtubus bei CPR, je nach Land und Bezirk).

2.) 3 Jahre Ausbildung

Das wäre ein schöner Luxus. wollen Sie dann eine Fahrt zu einer Harnsperre um 2 Uhr morgens, bzw. Dialysefahrten von Leuten machen lassen, deren Ausbildung 3 Jahre gedauert und einen Haufen Geld verschlungen hat? UND noch was: im San-Gesetz ist die Weiterbildungspflicht festgelegt, welche besagt, man muss immer "up to date" sein.

Nachtrag

3.) Krankheiten verkannt

Man lernt ja in der Ausbildung verschiedenste Krankheitsbilder kennen, welche auf einen zukommen werden, sowie deren Komplikationen und evtl Verwechslungsmöglichkeiten....man setzt die Masnahmen die man setzen muss, und schildert im KH die beschriebenen Symptome, sowie Vorgeschichten des Pat. und evtl. Auffälligkeiten...Diagnosen, dürfen nur Ärzte stellen! Verdachtsdiagnosen, die Sanis, und die Massnahmen sind immer so bedacht, dass man keine Fehler machen kann!..

Entweder, werteR radoxx, haben sie keine Ahnung vom Geschäft im RD, oder (was ich eher glaub): Sie sind im RD tätig, und würden sich wünschen mehr Massnahmen setzen zu dürfen, welche zzt. nur ärztlichem Personal vorbehalten sind.

sicher

kann man das eine oder andre aufpeppen, aber das System als "fahrlässig" zu bezeichnen ist übertriebene Angstmache...Vom Kosten/Nutzen Faktor (welcher auch eine Rolle spielt) ist es ein gutes System, denn die Rettungsdienste in den von Ihnen beschriebenen Ländern kommen dann zu den Patienten und holen sich dort dann das Geld, und das nicht zu knapp...

und an Qualität mangelt es bestimmt nicht, zumindest nicht in meiner Gegend (ländlich).

"...3 Jahre Ausbildung für Sanis mit Regelkompetenz wären wünschenwert, ..."

...ein Lotto-Sechser auch...

.. wieso nicht gleich ein Medizinstudium für Rettungssanitäter!?!?

3 Jahre Ausbildung sind keinenfalls übertriebenes wunschsdenken. Leider sind wir in Österreich geistig noch in der Zeit, als Sanis reine Krankenträger waren. Es gibt in der heutigen Zeit keinen Grund mehr, dass Sanitäter nicht die annähernd selben notfallmedizinischen Kompetenzen aufweisen sollten als Notärzte. Einige Länder, die das erkannt haben: Schweiz, Deutschland, Tschechien, Italien, Niederlande, Frankreich, Ungarn. Systeme die gänzlich ohne Notarzt auskommen finden wir in: Großbritannien, Kanada, Australien, USA..
Ich möchte hier darauf hinweisen, dass es dafür kein Medizinstudium benötigt, welches sich zum Großteil nicht mit der Notfallmedizin befasst. Das Modell "Notarzt" wird es ohnehin nichtmehr lange spielen

als zivildiener verbringt man 90% seiner zeit mit krankentransporten, für die man als rettungssani schon überqualifiziert ist.
natürlich wären mehr notfallsanis auf RTWs sinnvol und wünschenswert, aber die hauptaufgabe der zivis beim rk sind nunmal die scheisheisltouren

Überqualifiziert würd ich nicht sagen, auch für den Krankentransport brauchts gewisse pflegerische Grundlagen. Die werden aber in der Rettungssani-Ausbildung nicht gelehrt. Insofern ist die Ausbildung viel zu Notfall-bezogen.
Zivis erledigen aber auch einen großen Anteil an Primärfahrten bzw Einsätzen.

Sinnvoll wäre z.B. die Unterstützung des Rettungsdienstes mit Freiwilligen, z.B. als 3te Person an Board. Aber den Rettungsdienst mit der jetzigen Ausbildungssituation zu bewöltigen halte ich für sehr Fahrlässig. Notfallsanis sind auch nur bedingt eine Lösung, es is nach wie vor einen Assistenzausbildung, nix mit dem man eigenverantwortlich viel machen kann..

inwiefern denn schaden anrichten?
gut meine 1,5k einsätze beim r+ sind über 10 jahre her, aber so katastrophal wie es hier dargestellt wird wars auf alle fälle nicht. 90% der einsätze sind routine wo man praktisch auch gar keinen schaden machen kann.

Der Rettungssanitäter in der jetzigen Form ist ein besserer Ersthelfer und wird auch so eingesetzt, die eigentlichen notfallmedizinischen Maßnahmen werden meist erst durch den Notarzt gesetzt. Viele Erkrankungen werden von den "top ausgebildeten" Rettungskräften verkannt und mit Traumata, vor allem Verkehrsunfällen, wird gegen jede Wissenschaft agiert. (Ich verweise auf PHTLS, ETC, ITLS, ..)

Originalzitat Darabos, Juli 2010 ...

... (3 Wochen vor dem neuen Meinungsdiktat der SPÖ):
"Wir haben mit dem derzeitigen Wehrpflicht-System beste Erfahrungen gemacht. Wenn es Katastrophen gibt, können wir mit Grundwehrdienern 10.000 Mann bringen - mit einem Berufsheer wäre dies in dieser Form nicht möglich außer man verdoppelt die Kosten. Der Zivildienst würde fallen und ersetzt, was 200 Millionen Euro im Jahr Mehrkosten für die sozialen Einrichtungen bedeutet"

Das witzige ist ja, dass Norbsi darauf angesprochen meinte...

... dass er sich danach mehr mit dem Berufsheer befasste und erkennen musste, dass er falsch lag. Natürlich hänge das überhaupt nicht mit Häupls Panikwahlkampf zusammen.

Für sich genommen wäre es ja ok, wenn ein Minister seine Meinung bei vorliegen neuer Fakten ändert. Aber: Das bedeutet, dass Norbsi nach eigenen Aussagen jahrelang konsequent eine Meinung vertreten hat, die blödsinnig war? Eine Meinung, die nicht auf Fakten basierte? Und DAS verwendet er als Argument für sich und um seine Glaubwürdigkeit zu steigern??? Wie bescheuert ist dieser Mann?

IMHO sollte man ihn nicht mit einem Ministeramt überfordern - sondern entmündigen. Alles andere hilft weder ihm noch uns.

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