Kärntner BZÖ-Funktionärin im Visier der Justiz

11. September 2012, 12:14

"Kärntner Woche": Bereits verurteilte Bezirkschefin hat erneut Betrugsverfahren am Hals - Vom BZÖ aller Funktionen enthoben

Klagenfurt - Die BZÖ-Obfrau des Kärntner Bezirks Spittal an der Drau, Nadine Amlacher, hat massive Probleme mit der Justiz. Die bereits im Jahr 2010 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilte Funktionärin hat erneut ein Betrugsverfahren am Landesgericht Klagenfurt am Hals. Das berichtet die "Kärntner Woche". BZÖ-Chef Josef Bucher enthob die Funktionärin postwendend aller Funktionen.

Laut der Zeitung hat die Staatsanwaltschaft im aktuellen Verfahren bereits einen Strafantrag eingebracht, drei Gutachter sind mit dem Verfahren befasst. "Es gibt kein Urteil, keinen Schuldspruch" sagte Amlacher. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Scheinrechnungen

Bereits 2010 hatte sich die BZÖ-Funktionärin vor Gericht verantworten müssen, da sie ihren früheren Arbeitgeber mit Scheinrechnungen um 31.000 Euro geprellt hatte. Das Geld landete letztlich auf dem Konto ihres Lebensgefährten. Die 15-monatige Freiheitsstrafe wurde auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt. Die Probezeit läuft also noch bis 2013.

"Ich habe mit sofortiger Wirkung Frau Amlacher von ihrer Funktion als Bezirksobfrau enthoben. Ebenfalls wird ihre Mitgliedschaft im BZÖ bis zur vollständigen Klärung aller Vorwürfe ruhend gestellt", erklärte Bucher in einer Aussendung. Amlacher sei eine ehrenamtliche Bezirksfunktionärin, die sich bisher durch großen Einsatz ausgezeichnet habe. Die aktuell erhoben Vorwürfe verlangten jedoch "eine klare und sofortige Lösung". (APA, 11.9.2012)

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°!°

Das fällt in den eigenen Reihen der gewerbsmäßigen (Aus-) Plünderern nicht weiter auf.
Auch einem Bucher Seppi nicht.

Bischen langsam der Herr Buchner

Wenn die Dame schon 2010 das erste mal wegen Betrugs verurteilt wurde sollte man meinen dass Buchner sie schon damals aller Funktionen entheben haette sollen, oder? Oder wirds erst dann wichtig wenns in der Zeitung steht?

Das konkret ist ihm vorzuwerfen.

Denn es war eine rechtskräftige Verurteilung.
Das Delikt selbst (wie auch das mutmassliche aktuelle) hat mit Politik aber nichts zu tun.
Wird es in Einzelfällen wohl in allen Parteien geben, die Frage ist allerdings immer, wie eine Partei damit umgeht.
Wenn er statt Gesülze "wir handeln usw." damals konkret gehandelt hätte, dann wäre das wohl gut für seine Glaubwürdigkeit gewesen, aber: Chance verpasst (wieder einmal..)

Nichts mit Politik ...

Also wenn jemand wegen Betrugs verurteilt wird, dann möcht ich die nicht in der Politik
OKOK Österreichische Politik sucht gerade solche Leute :-)

Sie hat ihren (privaten) Arbeitgeber bestohlen

(entsprechend dem ersten rechtskräftigen Urteil von 2010), dieses Delikt hat nichts mit Politik zu tun.
Dass so jemand dann nicht geeignet ist, in der Politik tätig zu sein, hab ich in meinem Posting sehr wohl ausgedrückt.
Nur es ist eben etwas anderes als die anscheinend systemimmenante grassierende Korruption.

Geh bitte.

Das ist haargenau dasselbe - in beiden Fällen wird eigennützig und -mächtig in die Tasche des Arbeitgebers gegriffen. Ob der öffentlich oder privat ist, macht den Fehlgriff nicht besser oder schlechter.

Was ich damit sagen wollte:

Es war ein Vergehen im privaten Bereich. Und daher nicht zwingend mit der Politik in Zusammenhang stehend. Ich bin der letzte, der FPK und BZÖ verteidigt. Aber das ist etwas, was überall passieren kann. Es hat jedenfalls nichts mit systemimmanenter Korruption, dem System Politik zu tun, wo es grass(er)ierend zu solchen Fällen kommt, wo teilweise auch die Rechtslage in den letzten Jahrzehnten absichtlich unklar gehalten wurde usw.
Hingegen dieses Vergehen im privaten Bereich ist (zumindest juristisch) seit Jahrhunderten und auch in verschiedenen politischen Systemen ein klarer Fall. Was nicht heißt, das es manchmal "planiert" wird.

überraschend an dem artikel ist einzig die implikation der überschrift-

es gibt also noch welche, gegen die die justiz nicht ermittelt? wirklich??

Da muss ich einen erzählen, den ich unlängst hier gelesen habe.

Der vom Gericht

Trifft ein FPKler einen BZÖler im Wirtshaus. Sagt der eine zum anderen: "Was is denn dei Lieblingsgericht?"
*

Herzelichst
Ihr Lappe

Die Frau Amlacher

könnte eine der wenigen Politiker des schwer korrupten Dritten Lagers werden, die WIRKLICH einsitzen muss, wie es bei solchen Delikten eigentlich auch ANGEBRACHT ist, denn:

Bei einem neuerlichen rechtskräftigen Schuldspruch entfiele wohl das "bedingt" bei der Urteilsverkündung.

insbesondere, wenn sie in der probezeit rückfällig geworden ist.

Diesmal wird die Justiz hart durchgreifen!

7 Monate Fußfessel!!!

Einfach ehrlich

Einfach Jörg...

Die bereits im Jahr 2010 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilte Funktionärin
Die 15-monatige Freiheitsstrafe wurde auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt. Die Probezeit läuft also noch bis 2013.
Amlacher sei eine ehrenamtliche Bezirksfunktionärin, die sich bisher durch großen Einsatz ausgezeichnet habe.

Ja ja die BZÖ da werden Kriminelle Handlungen als grosser Einsatz belobt.

Und was fehlt???

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Halleluja Facepalm.

Langsam

bin ich für die Beweislastumkehr im Falle von Politikern. Mannomann, täten die sich endlich anstrengen :-)

Ah, was schert euch eine Verurteilung aus 2010,

solang nur das gerade aktuelle Verfahren noch nicht abgeschlossen ist... Und das ist ja auch drei Jahre lang niemandem aufgefallen. Ist ja Kärnten und die Sonnenpartei.

Bin neugierig, wann endlich das lächerliche GENUG GEZAHLT Button auf den Brüsten der BZÖ Kasperln verschwindet

Es macht den Sumpf immer deutlicher, in dem dieses Trüppchen der Haidioten steckt.

Sie wollte es ihren grossen Vorbildern doch nur nachmachen!

Finde unser Rechtssystem aber auch ein Wahnsinn.
1.5 Jahre Haft für € 31.500.
Heimurlaub mit Fussfesseln für mehrfachen Vergewaltiger.

Fussfessel für Politiker

Wenn die Dame wieder verurteilt wird, bekommt sie unbedingt, kann aber mit Fussfessel ihr Ehrenamt weitermachen. So auch der 3. Nationalratspräsident.

"garantiert!"

na dann ist doch jetzt

der weg in die starken arme vom onkel stronach frei. oder?
braucht der nicht noch ein paar orange?

Vielleicht könnten wir die Berichterstattung einmal umdrehen!

Vielleicht könnte einmal über EINEN ehrlichen Politiker berichtet werden! Vielleicht findet jemand EINEN, nur einen einzigen.

Dann wäre das die Geschichte und aus. Für den Rest gilt bis zur Verurteilung kollektiv die Unmutsverschuldung!

Es macht echt müde!

So wie ich diesen Artikel lese,

waren dem Bucher die 15 Monate Haft (bedingt) bis dato egal - erst jetzt enthob er diese Person von ihren Funktionen im BZÖ.
Wie dem auch sei - das BZÖ ist Geschichte und wird 2013 mit ziemlicher Sicherheit die Hürde für den Nationalrat nicht mehr schaffen.
Bucher wird immer unglaubwürdiger und mit dem Müll der Geschichte entsorgt werden.
Dann kann er wieder kochen - vielleicht stellt sich der Grasser nochmals als Co-Koch zur Verfügung.

"BZÖ-Bundeschef Josef Bucher enthob die Funktionärin postwendend aller Funktionen. "

seit 2010 verurteilte betrügerin wird 2012 ihrer funktionen enthoben. im BZÖ ist das also "postwendend"

Is eh schnell gegangen.

Wir wissen ja, dass die braunorangen in der Vergangenheit leben :/

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