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10 von 87 Arbeitern bei Foxconn sind mittlerweile Studierende
Foxconn geriet vor einigen Tagen heftig in die Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass chinesische Studenten zu Beginn des Semesters zur Arbeit am iPhone 5 gezwungen werden - der WebStandard berichtete.
Mittlerweile gibt es laut New York Times eine Bestätigung von Foxconn, dass in dem Unternehmen Praktikanten arbeiten würden, diese aber jederzeit gehen können. Von Apple gibt es noch keine offizielle Stellungnahmen zu den Vorwürfen. Zwei Interessensvertretungen von Arbeitern haben sich der Sache angenommen und mit den betroffenen Studenten gesprochen.
Li Qiang, Gründer der China Labor Watch, sagt gegenüber der New York Times, dass die Studenten von den Lehrenden zu Arbeit in der Foxconn-Fabrik gezwungen wurden. Li, der immer wieder die Zustände bei Foxconn kritisiert, sagt weiter, dass zehn von 87 Arbeitern, die mit dem iPhone 5 beschäftigt sind, Studierende seien. Der Wille der Studenten, an Kabeln für das neue Apple-Smartphone zu arbeiten, sei nicht sehr groß. Den Studierenden wird allerdings damit gedroht, keinen Abschluss zu bekommen, falls sich diese weigern weiterzumachen.
Laut Foxconn sind 2,7 Prozent der 1,2 Millionen Arbeiter Studenten, das sind etwa 32.000. Während des "Praktikums" würden die Studenten von ihren Universitäten und von den Lehrenden beobachtet werden. Alles erfolge alles in Absprache mit lokalen Behörden und den Universitäten.
Bereits vor Monaten hat Apple eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen durch die Fair Labor Association bei Foxconn beantragt. Die Untersuchungen haben dazu geführt, dass Foxconn versprach Löhne zu erhöhen und Arbeitszeiten zu verringern. Dies hatte für Foxconn allerdings einen Mangel an Arbeitskräften zur Folge, laut Foxconn handelte es sich um Zehntausende. Die Fair Labor Association berichtete auch über Vereinbarungen zwischen Apple und Foxconn, in denen Foxconn versicherte, Studenten können jederzeit das Unternehmen verlassen und würden auch ihren Studienrichtungen entsprechende Arbeitsplätze bekommen.
Die Organisation Scholars Against Corporate Misbehaviour sieht allerdings, dass die Studierenden nicht so frei seien, wie Foxconn behauptet. Ganze Universitäten wurden geschlossen, um Studenten bei Foxconn arbeiten zu lassen. Experten meinen allerdings, dass auch bei Produktionsstätten von Nokia und Samsung unzureichende Sicherheit am Arbeitsplatz und harte Arbeitsbedingungen herrschen. Auch Samsung, das aufgrund seines Umgangs mit Arbeitskräften immer wieder heftig kritisiert wird, hat letzte Woche Verbesserungen angekündigt, nachdem bekannt wurde, dass Minderjährige für das Unternehmen arbeiten, die das gesetzliche Arbeits-Mindestalter noch nicht erreicht haben.
In der Zwischenzeit haben auch aufgrund der internationalen Presse chinesische Behörden die Universitäten dazu aufgerufen sich an die Gesetze zu halten und bestätigt, dass mittlerweile viele Studierende Foxconn wieder verlassen hätten. Nichtsdestotrotz halten viele Hochschulen immer noch daran fest und drohen Studierenden mit dem Ausscheiden aus der Universität. (red, derStandard.at, 11.9.2012)
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ist ja alles super.
sooo erleichtert..... denn foxconn sagt ja nur die wahrheit, die haben ja absolut keinen grund was schönzufärben.
dann können 10 mio lemminge ja mit gutem gewissen am campinghocker in der warteschlange vorm ei-schopp ausharren
die welt ist wunderschön
Rechtsanwälte sind alles andere als billig, das kann schon mehrere hundert Dollar pro Stunde ausmachen. Bei den Heerscharen von Anwälten, die zur Verteidigung abgerundeter Ecken und ähnlich wertvollen "intellektuellen" Eigentums aufgeboten werden, ist es doch nachvollziehbar, dass sich Apple durch ein wenig Zwangsarbeit den einen oder anderen Dollar erspart?
Ausserdem lese ich in diesem Forum, dass das alle anderen Hersteller es noch viel schlimmer treiben würden, also steht Apple noch immer ethisch mit völlig sauberer Weste da. Deshalb verstehe ich auch, dass Apple zu kleinliche Vorwürfen wie den der Zwangsarbeit gar nicht Stellung beziehen will.
Was sollen sie auch sagen, sie sind nur auftragsgeber!
Foxconn ist der Hersteller und angeblich arbeiten dort eine halbe million menschen an apple geräten !
unmöglich das zu kontollieren.. sie versuchen es aber, auf der apple homepage steht dazu mehr..
Der arme Auftraggeber ... stets nur der Willkür des Auftragnehmers ausgeliefert :) .
Und auch unmöglich in Aufträgen das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit festzuhalten (mit entsprechend hohen Pönalen bei Verstössen). Da solche Verträge stets bekannt kurz und einfach gehalten sind :) .
unbezahlte praktika sind auch in Ö eine sauerei. Diese werden aber im Studienplan festgelegt und sind im zukünftigen Berufsfeld angesiedelt.
Im Fall der chinesischen Studenten gehts um eine ZangsRekrutierung billigster Arbeitskräfte. Und das unabhängig die Fertigung in Auftrag gebenden Firmen. Wer das verteidigt, um sein Spielzeug rechtzeitig zu haben, disqualifiziert sich selbst.
naja, kommt drauf an. Ich halte die 9 monate kostenlose Arbeit um die nicht wenig zu bezahlende ausbildung zum klinischen psychologen beenden zu können für einen Grund warum weniger klinische Psychologen angestellt werden (müssen). Wozu bezahlen, wenns ohne auch geht. Wieviele der chinesichen Studenten studieren etwas technisches?
Siemens hat eine der besten Ausbildungen österreichweit. Die ersten zwei Jahre bist du nur in der Top ausgestatteten Lehrwerkstätte und dann hast du anderthalb Jahre zeit, dich im betrieb zu beweisen.
Zusätzlich fährst du (bei entsprechendem verhalten und Leistungen) insgesamt 5 Wochen auf "Urlaub" und zwar auf firmenkosten. Also von ausnutzen von minderjährigen kann keine rede sein ;)
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