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Andy Murray rang Novak Djokovic in fünf Sätzen nieder.

Er hält ihn sicher.
New York - Vorher, gestand Andy Murray nachher, war ihm gar nicht wohl gewesen: "Ich saß in der Kabine und hatte Zweifel. Niemals zuvor hatte jemand fünf Endspiele verloren. Und ich wollte nicht derjenige sein, dem das zuerst passiert."
2008 war er bei den US Open im letzten Moment an Roger Federer gescheitert, in Australien 2010 stoppte ihn wieder Federer, 2011 ebendort schlug ihn Novak Djokovic, 2012 unterlag er im Wimbledon-Finale schon wieder Federer, den er dafür im ebenfalls in Wimbledon ausgetragenen Olympiafinale schlagen sollte.
Und am Montagabend in New York war es so weit. Vier Stunden und 54 Minuten benötigte Murray, um Titelverteidiger Djokovic mit 7:6 (10), 7: 5, 2:6, 3:6, 6:2 niederzuringen. "Es war ein unglaublich hartes Match, aber am Ende hat es sich großartig angefühlt", sagte er. Besonders froh war Murray, dass er sich im fünften Satz noch einmal aufgerafft hatte. " Wenn ich das Match nach der 2:0-Satzführung noch verloren hätte, wäre es sehr hart für mich gewesen." Das gelang bei den Open zuletzt dem US-Amerikaner Ted Schroeder, der 1949 seinem Landsmann Pancho Gonzalez nach einer 2:0-Führung noch 2:3 unterlag.
Und nun ist der Schotte aus Dunblane der erste Brite seit 76 Jahren, der ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Das schaffte zuletzt Fred Perry 1936, ebenfalls bei den US Open. "Es war eine lange, lange Reise bis zu diesem Punkt. Ich verspüre Erleichterung, weil ich mir bewiesen habe, dass ich auch Grand Slams gewinnen kann", sagte Murray. Seine Landsleute Sean Connery (u. a. James Bond) und Alex Ferguson (Manager von Manchester United) sahen zu.
Seit Beginn seiner Profikarriere 2005 wurde er mit der Frage genervt, ob er der nächste britische Major-Sieger nach Perry sein würde. Bereits als Junior trug er das Gewand der gleichnamigen Modelinie der 1995 verstorbenen Ikone. "Und jetzt bin ich mir sicher, dass Fred von da oben runterschaut und sich freut, dass es wieder ein Brite geschafft hat."
Vorbild Lendl
Unten in Flashing Meadows hat sich Ivan Lendl gefreut, der gebürtige Tschechoslowake aus Ostrau, seit 1992 US-Amerikaner, seit Ende 2011 Trainer von Murray. Lendl hatte ebenfalls seine ersten vier Grand-Slam-Endspiele verloren, ehe er 1984 in Paris das erste von insgesamt acht Majors gewann und insgesamt 270 Wochen lang die Weltranglistenspitze schmückte. "Er hat mich gelobt und gesagt, dass er stolz auf mich ist", erzählte Murray. Und der geschlagene Djokovic meinte anerkennend: "Ich hatte heute einen großen Gegner. Er hat diesen Grand-Slam-Sieg mehr als irgendjemand anderer verdient. Er war schon so oft knapp dran." Die beiden egalisierten den Rekord des bisher längsten Finales der US Open. 1988 hatte Coach Lendl 4:54 Stunden gebraucht, um gegen den Schweden Mats Wilander in fünf Sätzen zu verlieren.
Schon durch den Finaleinzug überholte Murray in der Weltrangliste den pausierenden Spanier Rafael Nadal, ist neuer Dritter. Von den Top vier hat heuer jeder einen Grand-Slam-Titel geholt. Djokovic, die Nummer zwei, in Melbourne, Nadal in Paris, Federer, die Nummer eins, in Wimbledon und Murray in New York: Und jetzt will der Schotte ganz hoch hinaus: "Ich wäre liebend gerne die Nummer eins. Ich werde es versuchen, doch es wird sehr schwierig." (sid, APA, bez, DER STANDARD, 12.9.2012)
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ähnlich wie bei roddick dachten wohl auch bei ferrero damals nur die wenigsten, dass es bei diesem einen majorsieg (FO 03) bleibt.
damals galten hewitt, roddick u ferrero als die hoffnungsvollsten nachfolger-kandidaten von sampras! alle rechneten damit, dass sie das herrentennis über jahre bestimmen würden. doch schon im selben jahr gewann ein gewisser schweizer sein erstes majorturnier...der rest ist bekannt! ;)
Ja, der Rest bekannt:
Federer wurde zum bis dato besten Tennisspieler, obwohl man ihm ab 2006 versucht mit langsamen Belägen zu bremsen.
Andere lustige aber mindertalentierte Zeitgenossen konnten nur dadurch ein paar Erfolge einfahren ... ganz nett.
Weiters hat Federer das Tennis sehr populär gemacht, bis weit über die Grenzen des Sports hinaus. Andere sehr subjekti agierende Kollegen verlieren sich lieber in sehr fragwürdigen Diskussion über die ATP, deren Turnierkalender und blauen Sand ... nicht so gut.
... ich mache mir keine Sorgen um Djokovic. Jetzt findet er langsam wieder zu seiner letztjährigen Form und kann sicherlich noch viele Punkte bis Jahresschluss machen. Und Murray muss erst noch beweisen, ob er seine Form so hoch halten kann wie im letzen Halbjahr. Dass Formen nicht ständig auf einem Hoch sein können, wissen wir ja alle. Sonst wäre es ja auch fad ... siehe 2011 ;)
Von den letzten 36 GS sind 32 an Federer, Nadal oder Djokovic gegangen. Murray ist seit 2004 der erst 4. Spieler, der ein GS gewinnt und nicht Federer, Nadal oder Djokovic heißt.
Seit 2002 und damit 11 Jahren konnten nur Federer, Nadal und Djokovic mehr als 1 GS gewinnen.
wenn bedenkt, dass die ära nadal erst bei den FO 05 begann und djokovic erst 07 zum weltklassespieler reifte - gibt's mit delpo u jetzt murray in der ära federer/nadal/djokovic überhaupt nur 2 spieler die dazwischenfunkten.
vieles spricht allerdings dafür, dass nun die ära federer/nadal/djokovic/murray begonnen hat. ;)
hat gewonnen und der Richtige hat im Finale verloren und der Richtige hat auch mal frühe rals erwartet verloren und der Richtige hat selbstverschuldet auslassen müssen - wenn die Welt mal ab und zu gerecht ist, dann nur mehr im Sport - und den hat GOtt nicht geschaffen.
na und wie selbstverschuldet!
warum lässt er sich nicht endlich bei humboldt vom sandplatzwühler zum erfolgreichen aufschlag&volley-spieler umschulen???!
jede verletzung ist selbstverschuldet! warum muss dieser roddick auch immer auf jeden aufschlag so durchziehen???!
Da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens - Hauptsache nicht Djokovic oder Nadal!
Wenn Nadal es wieder schafft ganz fit zu werden, ist er m.M nach neben Djokovic, der sich jetzt nach dem Überjahr 2011 eingependelt hat, der Anwärter auf die Nr. 1 in Zukunft. Wenn Murray es schafft konstanter zu werden und sich auch noch auf Sand zu verbessern kann er da durchaus ein Wörtchen mitreden, ich bin jedoch noch skeptisch.
Federer hat sich Ende 2011 zum Ziel gesetzt noch einmal ganz oben zu stehen und hat es auch eindrucksvoll geschafft. Ich kann mir vorstellen, dass er in Zukunft "nur" mehr auf weitere GS Titel spielt und die restlichen Turniere mehr denn bisher der Vorbereitung dienen.
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