Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 800x706In der Natur ist kaum eine intensivere Farbe zu finden als jene der Frucht der afrikanischen Pollia condensata. Forscher der Universität Cambridge entdeckten laut Fachblatt "PNAS", dass die blaue Frucht keine blauen Farbpigmente enthält. Die Farbe resultiert vielmehr aus der Interaktion von Licht mit Nano-Strukturen - winzige Faser-artige Zellulose-Fäden, in den Zellwänden der Fruchthaut geschichtet. Der Abstand zwischen diesen Schichten variiert geringfügig von Zelle zu Zelle, was die reflektierte Farbe von Punkt zu Punkt ändert und der Frucht nicht nur eine glänzende Qualität verleiht, sondern auch eine beachtliche blaue Erscheinung.

Foto: Silvia Vignolini
Den Studienautoren zufolge reflektiert das Licht von jeder Zelle der Frucht entweder in eine linke oder eine rechte Richtung. Die Farbe der Frucht könnte samenverteilende Arten in die Irre führen, indem sie sie zwar anzieht, aber keine Belohnung in Form von Nahrung anbietet; oder die Farbe zieht Vögel oder andere Tiere an, die ihr Nest zu Paarungszwecken verhübschen wollen. (red, DER STANDARD/derStandard.at, 11.9.2012)
Abstract
PNAS: Pointillist structural color in Pollia fruit
Während sie anderswo gefährdet sind, gibt es in den Reservaten Südafrikas zu viele Elefanten - Mittlerweile hat man den Kühen bereits die Verhütung verordnet
US-Forscher entdecken neue Prinzipien der Fortbewegung in Tunnelsystemen
US-Forscher untersuchten Fossilien auf Muskelansätze und schlossen aus diesen auf die bevorzugten Bewegungen der Tiere
Zum Tauchen optimierte Flügel verursachen in der Luft hohen Energieaufwand
Boku-Studie: Würmer im Boden und Artenvielfalt senken Schäden durch Schnecken um bis zu 60 Prozent
Aktuelle Daten zeigen: Worst-Case-Szenarien bei der Erderwärmung in diesem Jahrhundert eher unwahrscheinlich
Sender hat keinen Empfang, vermutlich bewegt sich "Herwig" derzeit in einem Funkloch
Mit dem schnelleren Verfahren lässt sich der genaue Familienstammbaum der Zellen auf einfache Weise rekonstruieren
Knochen waren ein Jahrhundert lang verkannt worden - nun als neue Art identifziert
500 Millionen Jahre alter Gliederfüßer nach Hollywoodstar benannt
Forscher wollten feststellen, ob Regionen mit bedrohten und besonders schützenswerten Populationen auch ausreichend unter Schutz stehen
Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an
Moskitos, die keine Plasmodien in sich tragen, lässt der Geruch von Menschen dagegen eher kalt
Maßnahme soll Regenwäldern zugute kommen
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
Freiburger Forscher untersuchten Proteine, die in einer Bakterienzelle die Struktur des Erbguts sichern
Pumpende Bewegungen verschaffen den Straußenkorallen entscheidenden Vorteil gegenüber den gefährdeten Steinkorallen
Vorträge, Filmvorführungen, Labor- und Gartenbesichtigungen schon ab Mittwoch in Österreich
Der Soufrière Hills auf Montserrat brach 1995 nach 300-jähriger Ruhephase aus und kommt seitdem nicht mehr zur Ruhe
Symposium über "Synthetische Biologie" am Dienstag in Wien
Wiener Verhaltensforscher untersuchten Untreue und Vaterschaft beim Teichrohrsänger
Tiere wachsen auch dann , wenn CO2-Konzentrationen jenen entsprechen, die wir für das Jahr 2100 erwartet werden
Forscher holten aus 2,4 Kilometern Tiefe Wasser aus dem Präkambrium - Nun hoffen sie auf Nachkommen von Mikroben aus der Anfangszeit des Lebens
Forscher untersuchen Milliarden Jahre alte geologische Formationen auf der Südhalbkugel
"Apothekerfrösche", die einst für Schwangerschaftstests verwendet wurden, verbreiteten den tödlichen Chytridpilz global
die "farbpigmente" müßten also doch etwas ziemlich ähnliches machen zu der beschreibung hier im artikel?
ich lasse mich aber gern eines besseren belehren von einem physikfachkundigen.
Farbpigmente sind Substanzen, deren Moleküle bestimmte Wellenlängen absorbieren und andere reflektieren. Man kann eine Frucht mit Farbpigmenten bis auf einzelne Moleküle zermahlen, die Farbe wird erhalten bleiben.
Hier entsteht der Farbeindruck durch eine geometrische Konstruktion, die wellenlängenabhängige Reflexionen verursacht. Wir kennen so etwas zB von farbig schillernden Ölflecken auf Wasser, das Öl scheint je nach Blickrichtung unterschiedliche Farben zu haben, weil die hauchdünne Ölschicht das Licht abhängig von der Wellenlänge in unterschiedliche Richtungen reflektiert.
1)In der Biologie bezeichnet der Begriff Pigment alle in einem lebenden Organismus farbgebenden Substanzen. Technisch gesehen handelt es sich hierbei um Farbmittel.
2) Der Farbreiz selbst entsteht durch Absorption und Remission (Streuung und/oder Reflexion) bestimmter Frequenzanteile des sichtbaren Lichts.
aus meiner sicht passiert hier also dasselbe wie bei farbpigmenten - die strahlen werden auf eine bestimmte art gebrochen die dann von außen betrachtet eine farbe erscheinen lässt.
Farben gibt es in der Physik nicht. Farben gibt es nur in Ihrem Auge. In der Physik gibt es nur Frequenzen. Wenn im Spektrum ein bestimmter Frequenzanteil stärker vertreten ist als die anderen, dann sehen Sie eine Farbe, zB Rot. Wenn die Gegenfarbe (für Rot ist das Grün) schwächer vertreten ist als alle anderen sehen Sie ebenfalls Rot.
D.h. für die Farb-Wahrnehmung in Ihrem Auge haben Sie recht - es geht nur darum, welche Frequenzen mehr oder weniger vorhanden sind, damit Sie Farben sehen.
Der physikalische Effekt, wodurch das weiße Licht nach der Interaktion so verändert wird, dass Sie Farbe sehen, ist für Farbpigmente vs. Interferenz an dünnen Schichten jedoch ein völlig anderer - darauf wollte Grisu hinaus.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.