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Karlheinz Töchterle will Reformen.
Wien - Die alten Schützengräben werden wieder bezogen: Natur gemäß unzufrieden zeigte sich die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) mit der am Montag im Standard-Interview von WU-Rektor Christoph Badelt erneut erhobenen Forderung nach Zugangsbeschränkungen für die Universitäten. "Die Regelung des Zugangs ist sicherlich tausendmal wichtiger als die Studiengebühren", hatte dieser verlautet. Angesichts der überbordenden Studierendenzahlen forderte er überdies den Ausbau der Uni-Kapazitäten.
Badelt widerspreche sich hier selbst, so Angelika Gruber von der ÖH: "Zuerst die Studierendenzahlen durch Beschränkungen zu senken, nur um danach die Kapazitäten zu erhöhen, ist witzlos." Einmal mehr betonte sie die unumgängliche Notwendigkeit einer Bildungsmilliarde, um das Ressourcenproblem in den Griff zu bekommen.
"Verbindlichkeit des Studiums"
Schützenhilfe für die Forderung nach einer Reform des Studienrechts erhält Badelt hingegen von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Gegen eine "gewisse Flexibilität" habe er nichts ein zuwenden, allerdings bräuchte es "neue Regelungen, um die Verbindlichkeit des Studierens zu erhöhen". Beide sehen unter anderem die Problematik von Mehrfachinskriptionen bei gleichzeitig nicht vorhandener rechtlicher Handhabe durch die Universitäten. Mit Jahresbeginn werde Töchterle sich dieser Reform widmen, sagte eine Sprecherin mit Verweis auf laufende Projekte.
Gruber bezeichnete es als eine "schöne Sache", ein Zweitstudium zu belegen und damit über den Tellerrand des eigenen Faches blicken zu können. Werde diese Flexibilität eingeschränkt, dann werde die von allen Seiten hochgehaltene Interdisziplinarität der Studien untergraben, kritisiert die Studierendenvertreterin.
Die Frage von Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen sei die Wahl zwischen "Pest oder Cholera". Mit Blick auf den zum Gesamtschulanhänger konvertierten Landeshauptmann Günther Platter wirft Angelika Gruber der ÖVP vor, einerseits Bildungshürden abzubauen, nur um sie danach wieder vor den Unis zu errichten.
Reformen sind jedenfalls nicht ausgeschlossen: Nach dem Schwenk von Teilen der ÖVP in puncto Gesamtschule zeigt sich die SPÖ den Zugangsbeschränkungen nicht mehr gänzlich abgeneigt. (Aaron Bruckmiller, DER STANDARD, 11.9.2012)
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erstens: wenn es weniger studienplätze als studierende gibt, dann gäbe es ja auch noch die möglichkeit, durch mehr geld (infrastruktur, stellen,...) mehr studienplätze zur verfügung zu stellen. an die denken töchterle & co. aber leider offenbar nicht.
zweitens: ich kann studienplatzbeschränkungen NACH einer eingangsphase (1-2 semester) durchaus etwas abgewinnen. ein problem hab ich aber mit zugangsbeschränkungen VOR dem studium. da seh ich die gefahr, daß die falschen ausgesiebt werden.
Und bitte nicht irgendwas mit "Banken" oder "Vermögenssteuer" schreiben.
Ich habe kein Problem mit Zugangsbeschränkungen vor dem Studium. Bei der KoWi hat sich gezeigt, dass schon alleine die Ankündigung einer Prüfung dafür sorgt, dass ein nicht zu geringer Teil der potentiellen Studis gar nicht erst antritt. Und so ernst können diese es dann mit dem "Wunschstudium" auch nicht nehmen, oder?
Einfach die LV "Einführung in XY" (in der eh nur das Buch des Vortragenden vorgetragen wird) vorziehen und wer die Prüfung schafft, kann in das reguläre Studium einsteigen. Wer nicht, der kann beim zweiten Termin für dieses oder ein anderes Fach nochmal antreten.
Beschränkungen nach dem ersten Studienjahr finde ich hingegen heftiger
erstens: beschränkungen nach dem ersten semester halte ich für um einiges aussagekräftiger. da kann man besser sehen, wer für das studium geeignet ist, als irgendwelche aufnahmetests.
zweitens: das geld MUSS kommen. das uni-budget ist katastrophal niedrig. bei anderen sachen (steuergeschenke für reiche etc.) fragt man nicht, woher das geld kommt. sondern immer nur, wenn es um soziales, bildung und kultur geht.
Dass die Unis unterfinanziert sind und viel zu wenig Geld investiert / budgetiert wird, ist klar - keine Frage. Ausfinanzierte Universitäten mit vollkommen offenen Zugang sind mMn aber ein Fass ohne Boden.
Zugangsbeschränkungen sind um einiges wichtiger und fairer als die 360 Euro Studienbeiträge im Semester - die helfen den Unis auch nicht weiter.
An der WU braucht's einerseits ehrliche Zugangsbeschränkungen. Nicht so wie jetzt: Am Anfang Knock-Out-Prüfungen, d.h. statt die Leute aus unterschiedlichen Schulen auf eine gemeinsame Basis zu heben werden die Unterschiede vergrößert, um dann einen sauberen Schnitt zu machen und nur die besten 20% rein zu lassen.
Andererseits braucht's an der WU eine gescheite Finanzierung, damit die unbezahlten Überstunden aufhören, genug Veranstaltungen angeboten werden damit jeder sein Studium beenden kann bevor die Familienbeihilfe ausbrennt use.
Ich hatte eine Aufnahmeprüfung in Psychologie und muss sagen die war wirklich super.
Es wurde ungefähr das gefragt was man so im ersten Semester macht (+/- kleinerer Teile) und etwas an den Grundvoraussetzungen gerüttelt.
Hauptteil war aber ein Fachtest
Warum nur dort???
aber die besten 20% dürfen danach weiter zum praktischen Fahrunterricht. 89% haben einfach ein Jahr Lebenszeit verloren. Ist das sinnvoller?
Um an der WU weiter zu kommen, müssen Sie erst einmal die ersten vier Prüfungen schaffen. Zur Vorlesung kommen Sie nur mit schriftlichen Beleg dass Sie angemeldet sind, das wird am Eingang kontrolliert. Wenn Sie das haben kommen die restlichen Prüfungen des ersten Abschnitts. Ziel ist nicht die Grundlagen zu vermitteln, sondern Ziel ist 80% auszusieben um danach Gruppengrössen zu haben wo man überhaupt auf Uni-Niveau unterrichten kann.
Nein, ist es nicht.
Sinnvoller wäre es, Studierende durch bessere Information vor dem Studium besser auf die bestehenden Angebote zu verteilen und durch eine bessere Finanzierung ein besseres Angebot zur Verfügung zu stellen.
Es gibt ja nicht nur die Wahl zwischen zwei schlechten Möglichkeiten.
Das ist grundsätzlich so, öffentliche Gebaude gehören den Bundesimmibilien http://www.big.at/bauprojek... -bau/wien/
Woran es der WU aber massiv fehlt ist Personal. Wenn über Kapazitäten gesprochen wird geht's in Wahrheit immer um mehr Personal. Alles andere hat die WU eh halbwegs im Griff, dadurch dass z.B. die Räume von 8-21:30 für Veranstaltungen genutzt werden (Samstag nur 8-18, da wäre sogar noch Luft)
Sie haben es total verstanden: Kapazitaetenausbau heisst lediglich groessere Hoersaele. Denn Hoersaele bauen ist es, was das grosse Geld verschlingt, nicht etwa Personalkosten. Und Seminar- und Diplomarbeitsplaetze? Kein Problem mehr, wenn denn nur die Hoersaele gross genug sind...
Am Biden sitzen müssen, und mehr Leute schnell fertig werden mit dem Studium weil sie auch in alle Veranstaltungen hinein kommen die sie belegen müssen? Wäre es nicht wünschenswert wenn Doktoratsstudenten mehr für ihr eigenes Studium tun könnten statt mit unbezahlten Überstunden beim Unteriricht der Bachelor-Studenten auszuhelfen?
Dazu bräuchte es aber mehr Plätze.
An der WU gibt's bereits inoffiziell Zugangsbeschränkungen; Bei den ersten Prüfungen im Studium kommen nur die besten 20% durch. Würde man das Zugangsbeschränkungen ersetzen dann hätte man genauso viel Studenten, aber es wäre ehrlicher.
Ob Zugangsbeschränkungrn oder Studiengebühren das kleinere Übel sind, so lange kann sich die Regierung entspannt zurück lehnen: Forderungen nach einer Finanzierung der Unis auf gleichem Niveau wie in anderen Industrieländern gibt es nicht mehr.
Und sollten sie wieder kommen macht man eine Volksbefragung. A) Studiengebühren oder B) Zugangsbeschränkungen. Damit ist das eigentlich Thema keines mehr, zumindest nicht in den Medien.
- Ich denke auch, dass die gegensätzlichen Haltungen von ÖH und Rektoraten dazu beitragen, dass die Regierung weniger Handlungsdruck hat.
- Allerdings lehnt sich die Regierung ja nicht zurück, sondern ist mit dem BMWF tief in die aktuelle Diskussion verstrickt - siehe beispielsweise die Studienplatzfinanzierung, da werden weitreichende Reformen vorbereitet.
Wieder die Berichterstattung häuft, dass es den Schulen auch ganz schlecht geht? Als nächstes kommen die FHs und dann ist wieder klar:
Wichtigstes sind die Schulen. Nicht was die Kinder dort lernen, sondern Überlastung der Lehrer. Lehrer gibt es sehr viele, wahltaktisch eine wichtige Gruppe. Dass gerade bei Kleinstschulen Geld ohne Ende verschwendet wird (siehe Rechnungshof zur Verwaltungsreform) geht unter.
FHs natürlich zweitwichtigste, weil da stehen die Kammern, Bünde etc hinter. Deshalb gibts dort längst Zugangsbeschränkungen UND Studiengebühren UND deutlich höhere Finanzierung pro Student.
Die Unis sind nur noch Alibi, die bieten den angeblich freien Hochschulzugang (den es praktisch nicht gibt).
Endlich wird die Debatte ein bisschen Konkreter. Wollte man mit Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen noch sämtliche Probleme des Hochschullebens lösen, von der Fernhaltung vermeintlich fauler Studierender bis hin zur Finanzierung der Universitäten, so geht es also im Kern um Mehrfachinskriptionen? Auch hier ließe sich mit Mitteln der Sozialforschung bestimmt herausfinden, weshalb von dieser Möglichkeit so oft gebrauch gemacht wird - um dann auf sachlichem Weg eine Lösung zu finden.
wenn die spö einknickt, auch nur in teilen, wird der vsstö, die sektion 8 und andere.... diese lulus bei der nächsten wahl abstrafen. und wie
nationalratswahlen jetzt. und wir sind töchterle, spindi, die kiesmitzi, die stahlhelm miklleitner, den kurzschleimling und alle los.
rot grün jetzt.
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