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Wien - Ist ein Künstler gestorben, ist es mit dem Starrummel noch lange nicht vorbei. Vor allem, wenn die Todesumstände für Legendenbildung herhalten und die Stars zu Lebzeiten für einen Hype gesorgt haben. Dann sind Fans und Memorabilia-Sammler bereit, tief in die Tasche zu greifen, um etwas vom nachgelassenen Hab und Gut zu ergattern.
Derzeit steht Elvis Presley hoch im Kurs. Der am 16. August 1977 verstorbene Sänger sorgt auch 35 Jahre nach seinem Tod für klingelnde Kassen. Die Bibel, die einst Presley gehörte, hat am vergangenen Samstag im britischen Auktionshaus Omega Auctions für 59.000 Pfund (rund 74.000 Euro) den Besitzer gewechselt. Damit brachte das Buch mehr als das doppelte des Rufpreises von 25.000 Pfund ein. In der Bibel soll Presley bis zu seinem Tod gelesen haben, handschriftliche Notizen machen sie besonders wertvoll.
Versteigert wird bei solchen Auktionen so ziemlich alles. Im Juni hatte das auf Prominente spezialisierte US-Auktionshaus Julien's Auctions die Bühnenkleider von Michael Jackson, Elvis Presley, Whitney Houston und Amy Winehouse angeboten. Von Michael Jackson gab es Hüte und Jacken, Schuhe und Autogramme und sogar eine Ritterrüstung, die einmal in seinem Haus gestanden haben soll. Selbst Haar von Jackson wurde versteigert. Das Kleid von Amy Winehouse aus dem Video "Rehab" wurde auf 16.000 Dollar (12.500 Euro) geschätzt.
Selbst Elvis Presleys Gruft, in der er ein paar Monate nach seinem Tod lag, bevor er auf sein Anwesen Graceland verlegt wurde, war Objekt der Versteigerung. Rufpreis: 100.000 Dollar.
Auf der Liste des US-Magazins Forbes (Stand Oktober 2011) sind Jackson, Presley und Marilyn Monroe jene drei verstorbenen Künstler, die posthum am meisten Geld verdienten. Jackson kam von Oktober 2010 bis Oktober 2011 auf 170 Mio. Dollar und liegt damit deutlich vor Presley (55 Mio. Dollar) und Monroe (27 Mio. Dollar).
Grenzen gibt es aber auch bei Memorabilia-Sammlern. Die ungewaschene Unterhose, die Presley 1977 bei einem Konzert unter seinem weißen Overall getragen haben soll, blieb vergangenen Samstag dann doch ein Ladenhüter. 5000 Pfund wurden immerhin geboten - das war dem Auktionshaus aber zu wenig. Der Rufpreis lag bei 7000 Pfund. (bpf, Reuters, DER STANDARD; 11.9.2012)
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