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Die meisten Autofahrer, denen eine Geldstrafe aus dem Ausland ins Haus flattert, sollen wegen Schnellfahrens belangt werden. Auch auftanken und abhauen wird immer beliebter. Doch manchmal haben die Behörden die Falschen im Visier.
Wien - Schön war's in Florenz. Ein Briefchen aus der Toskana hat Frau M. wieder an ihren Urlaub im Vorjahr erinnert. Der Absender, ein gewisser EMO, sagte ihr nichts, aber er forderte 106 Euro - und das gleich dreimal. EMO ist ein italienisches Inkassobüro, das im Auftrag der Stadt Florenz über Landesgrenzen hinweg Verkehrsstrafen eintreibt - und das auch zumindest versuchen darf.
Das Hotel von Frau M. lag in einer verkehrsberuhigten Zone, und der Manager hatte vergessen, Frau M.s Auto als Gastfahrzeug anzumelden. Und weil das Auto mit dem österreichischen Kennzeichen dreimal in der Verbotszone gefilmt wurde, setzte es einen Triple-Strafbescheid. Doch die Rechtsabteilung des ÖAMTC fand schließlich heraus, dass die Italiener gebrodelt hatten, die 360-Tage-Frist war schon überschritten, die Forderung nicht mehr gültig.
ÖAMTC und ARBÖ raten grundsätzlich davon ab, Strafverfügungen aus dem Ausland - meistens wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen - zu ignorieren. Denn nur selten sind sie schon verjährt. Und auch wenn Länder den EU-Rahmenbeschluss über die Anerkennung von Geldbußen noch nicht mit wechselseitigen Vollstreckungsabkommen ermöglichen (wie mit Italien), können Betroffene Schwierigkeiten haben, wenn sie neuerlich, auch nur zufällig, im betreffenden Ausland kontrolliert werden. Datenbanken vergessen offene Rechnungen nicht.
Auch die Schweiz ist nicht gerade zimperlich: Ein heimischer Autofahrer, der 30 Euro zahlen sollte, weil er um vier km/h zu schnell war, berief, verlor und soll nun stolze 830 Euro berappen. Den Großteil davon machen die zusätzlichen Verfahrenskosten aus.
Unklarheiten im Zusammenhang mit Strafgeldforderungen aus dem Ausland machen sich auch immer öfter Betrüger zunutze. "Inkasso-Stalking" begann mit fingierten Bußgeldern für angebliche Besuche auf Internet-Pornoseiten. Mittlerweile kursieren auch Spam-Mails, die sich auf angebliche Verkehrsdelikte im Ausland beziehen und in der Absenderadresse eine offizielle Behörde vorgaukeln. Auffallend sind die eher niedrigen Forderungen zwischen zwanzig und 50 Euro, die wohl zur schnellen Bezahlung - meist via Paypal - animieren sollen. Die Abzocke hält sich im Einzelfall in Grenzen, als Massendelikt handelt es sich allerdings um schweren Betrug.
Doch manchmal trügt der kriminelle Schein auch: Herr T. war zunächst der Meinung, dass das Fax aus Frankreich nur eine schlechte Fälschung sein könne. Darin wurde ihm vorgehalten, dass er vor Monaten an einer Tankstelle in der Nähe von Lyon getankt habe, ohne zu bezahlen. Doch das Fax war echt, die Gendarmerie meinte es ernst. Glücklicherweise hatte er noch den Originalkassabon, den er zurückfaxte. Seither herrscht Funkstille. Hintergrund dürfte ein europaweiter Boom bei Tankbetrug sein. Immer mehr Autofahrer tanken voll und hauen ab. Die Polizei registriert schon Banden, die gestohlene Kenn zeichen anbieten, um Überwachungskameras auszutricksen. (Michael Simoner, DER STANDARD, 11.9.2012)
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meine ich, dass man bei den heutigen geringen Geschwindigkeitstoleranzen arm dran ist, wenn man über keine technischen Hilfsmittel wie Tempomat und dgl. verfügt.
Wenn es etwas bergab geht, dann ist man mit gleichen Gasdruck gleich einmal 10 km/h schneller und das reicht aus, dass man zahlt.
Ich fahre nur noch mit Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer, fasse aber trotzdem 2-3 Strafmandate jährlich aus. Das passiert meist dann, wenn wieder irgendwo das Tempolimit gesenkt wurde und mir die Tafel nicht aufgefallen ist oder diese gerade von einem LKW verdeckt wurde oder sonst etwas in der Art. Ein Vorsatz ist bei mir nie dahinter.
Vielleicht verstehen das die Hohlbirnen, die drakonische Strafen für Minimalübertretungen fordern.
aber an den strafen liegt es nicht. die werden dir vom vermieter gleich samt bearbeitungsgebühr von der kreditkarte abgebucht, da stellt sich die frage nach irgendwelchen inkasso-rahmenabkommen erst gar nicht mehr.
ein mietwagen mit kennzeichen des ziellandes mag aber den vorteil haben, dass polizisten nachsichtiger sind (zB italien)
dass die Italiener bei uns auf den Straßen machen dürfen, was sie wollen und dafür nie zur Verantwortung gezogen werden.
Wann wacht endlich die I-Ministerin auf und ändert das. Wenn an den Verkehrskameras gute Leute sitzen würden, so melden diese Verstöße an die nächste Streife, 3 km voraus und der Spuk hat ein Ende. Aber so erleben wir täglich Drängler, Überholer im Ü-Verbot, Raser und alles was verboten ist , durch quasi straffrei gestellte ausländische Lenker.
könnte man meinen, das nur Heulsusen auf den Straßen unterwegs sind.
Regelverstoß == Strafzettel
(Wobei als einer der wenigen Autofahrer die sich in Österreich an Geschwindigkeitsbeschränkungen hält habe ich das Gefühl, dass das Busgeld ruhig um ein Faktor 10 erhöht werden kann. Momentan schreckt es kaum jemanden vom zu schnell fahren ab.)
...eh Leute wie Sie, die sich immer an die Beschränkungen halten, dann fahren sie mal aus Versehen 10 km/h zu schnell im 30er (kann schnell passieren) und zahlen dafür Länge mal Breite... während es den notorischen Raser im fetten SUV oder Sportwagen kaum juckt ob er für seine Knolle etwas mehr zahlt, ist immer noch ein Bruchteil von dem was ihn sein Auto im Jahr kostet...
wenn ich alleine auf ner Autobahn bin in der Nacht, niemand weit und breit und dann fahr ich halt 10-30 km/h zu schnell, soll deswegen jetzt wirklich meine Existenz mit ueberteuerten Strafzettel gefaehrdet werden?
Die Polizei sollte lieber mal endlich Draengler, Leute die schneiden und zu schnell im Ort fahren abstrafen, anstatt irgendwo Blitzer aufzustellen nur damit sie Geld bekommen.
Mit Verlaub, aber die Strafen die Sie proklamieren sind billiger Ablasshandel und haben mit Erhoehung der Sicherheit aber rein gar nichts zu tun.
Die Vergehen der Anderen sind immer viel gravierender, und das eigene eigentlich lächerlich und keiner Verfolgung durch die Polizei wert.
So schauts scho immer aus.
10-30km/h zu schnell ist zumindest Energievergeudung, und dafür müssen alle in Ö geradestehen.
Imho ist die Mutter aller Tempolimits 55Mph, und das war die Antwort der USA auf die Energiekrise. Davon ausgehend ist die Strafe für zu schnelles Autobahnfahren (solange kein anderes sicherheitsrelevantes Limit gilt) eine Strafe für Energievergeudung.
Das importierte Öl gibt den Ölstaaten Euros in die Hand, die sie im Euroraum anlegen müssen, und damit (nicht nur) die Finanzmärkte verzerren. Darüberhinaus muss ganz Ö die CO2-Einsparungen stemmen, da haben mutwillige Energievergeuder gerade noch gefehlt (das müssen die anderen dann doppelt einsparen).
Konsumation von versteuerten Gütern ist kein Freibrief für deren Missbrauch.
Mit natürlichen Resourcen sollte man schonend umgehen. Auch wenn man dafür bezahlt hat.
Im Wort "verdienen" schwingt auch "würdig sein" mit, das scheint mir hier nicht der Fall zu sein.
Und es tut mir leid dass die CO2 Einsparungsziele auf nationaler Ebene formuliert worden sind, aber den Hammer hab ich nicht geschmiedet.
beim schnellfahren an sich würd ich eher weniger ansetzen, als beim provozieren gefährlicher situationen.
rechts überhohlen, auffahren ohne abstand, telefonieren ohne freisprecheinrichtung (v.a. auf der autobahn) - wären die top drei gefahrensituationen, von welchen man eigentlich ständig heimgesucht wird.
freilich sind die schwerer zu kontrollieren, müssten dafür aber auch nicht mit alibibussgeldern bedacht werden.
es gibt genug die so schon das auto nicht in der spur halten können, und dann tel. auch noch? ich liebe junge leute die mitn golf vom papa auf der a1 mit 110 auf der 2ten spur fahren und mitn handy herumfuchteln. das ist nicht lustig, ich brauch keine geklärte schuldfrage sondern das ich gesund heimkomme
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