Schöpfer der Ig-Nobelpreise bezieht Stellung

Marc Abrahams im Interview mit dem "New Scientist": Erst kommt das Lachen, dann das Nachdenken

Lange dauert es nicht mehr, dann werden im Rahmen einer gutgelaunten Klamauk-Gala an der Harvard-Universität (siehe das Foto oben) wieder die Ig-Nobelpreise vergeben, die "Goldenen Himbeeren" der Wissenschaft. Alljährlich begleiten sie die Nobelpreise wie die Himbeere den Oscar und zeichnen Forschungsergebnisse aus, die von skurril bis unnütz reichen.

... wobei das mit dem "unnütz" so eine Sache ist. In unserem Forum wird der Preis durchaus unterschiedlich aufgenommen: Die einen amüsieren sich über Studien, in denen beispielsweise untersucht wurde, warum Tauben nicht allen Denkmälern gleich gern auf den Kopf kacken oder was sich im Gehirn einer Heuschrecke tut, wenn man ihr "Star Wars" vorspielt. Die anderen hingegen finden es nicht angebracht, sich über Studien lustig zu machen, die einen ernsthaften Hintergrund haben und im richtigen Kontext betrachtet keineswegs lächerlich oder gar sinnlos sind.

Kurz bevor es wieder soweit ist, bietet es sich daher an zu hören, was Marc Abrahams, der Gründer des Ig-Nobelpreises, selbst zum Thema zu sagen hat. Im Interview mit dem "New Scientist" spricht der Gründer des Magazins "Annals of Improbable Research" darüber, wie er Studien auswählt und warum über etwas durchaus zuerst gelacht und dann doch ernsthaft nachgedacht werden kann.

--> New Scientist: "Improbable science that makes you laugh - thoughtfully"

(red, derStandard.at, 15. 9. 2012)

  • Marc Abrahams
    foto: apa/christian müller

    Marc Abrahams

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