Archäologin Ladstätter: Mehr Türkisch-Unterricht in der Schule

Interview |
  • Sabine Ladstätter: "Ich habe zeit meines Lebens nie etwas anderes gemacht als ausgraben."
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    Sabine Ladstätter: "Ich habe zeit meines Lebens nie etwas anderes gemacht als ausgraben."

Die Wissenschaftlerin des Jahres über ihre Leidenschaft, Dinge auszugraben, und die große Angst vorm Schuleschwänzen

Schon während ihrer Schulzeit hat Sabine Ladstätter an Ausgrabungen teilgenommen. Für ihre Lehrer sei schon früh klar gewesen, dass aus ihr keine Juristin werden wird. Mit derStandard.at sprach die Archäologin über Türkisch als zweite Fremdsprache, obligatorischen Ethikunterricht und ihre Faszination, etwas auszugraben.

derStandard.at: Wollten Sie immer schon Archäologin werden? 

Ladstätter: Schon vom Kindheits- und Volksschulalter an. Bei mir war das ein Kindheitstraum. Das ist bei vielen Archäologen so, und bei mir war's auch so. 

derStandard.at: Was hat Sie damals so fasziniert an Archäologie?

Ladstätter: Ursprünglich ist es, glaube ich, immer diese Faszination, dass die Erde irgendetwas versteckt und man etwas ausgräbt. Dieses Abenteuer, das Graben, das fasziniert Kinder ganz besonders. Das ändert sich natürlich im Laufe der Zeit, aber die Neugierde ist geblieben. 

derStandard.at: Haben Sie schon während der Schulzeit bei Ausgrabungen mitgeholfen?

Ladstätter: Ja, ich habe schon während der Schulzeit - also seit ich arbeiten durfte - an unterschiedlichen Ausgrabungen in Kärnten teilgenommen. Und ich habe das dann während des Studiums fortgesetzt. Das waren meine Ferialjobs. Ich sage immer, ich bin nicht vermittelbar am Arbeitsmarkt, weil ich zeit meines Lebens nie etwas anderes gemacht habe als ausgraben. (lacht) Ich war nie, wie die anderen, servieren oder im Callcenter, sondern immer nur ausgraben.

derStandard.at: Heute nehmen Sie Ihre Tochter zu Ausgrabungen mit. Hat es da schon einmal Probleme gegeben?

Ladstätter: Ja, in den Ferien habe ich sie mitgenommen. Ich habe sie auch eine Woche früher aus der Schule genommen. Die Direktorin hat's sehr befürwortet und der Stadtschulrat auch, aber man hat mir dann in einem Brief mitgeteilt, dass ich doch im nächsten Jahr meine Urlaubsplanung dem Schuljahr anpassen soll. Ich habe noch nicht zurückgeschrieben, aber ich werde es noch tun und schreiben, dass es sich hier nicht um Urlaubsplanung handelt. (lacht)

derStandard.at: Ihre Tochter spricht Deutsch und Türkisch. Wie fördern Sie die Zweisprachigkeit Ihrer Tochter?

Ladstätter: Meine Tochter war als Kleinstkind schon immer für Monate in der Türkei und hat dort ein Mädchen gehabt hat, das sehr, sehr schön mit ihr gesprochen hat. Wir haben dann diesen Schatz, diesen Sprachschatz quasi nach Österreich mitgenommen und so gefördert, dass wir auch hier ein Kindermädchen gesucht haben, das einmal in der Woche speziell mit ihr spricht, sich mit ihr unterhält und Spiele mit ihr spielt. Ich glaube, in dem Moment, in dem Kinder wissen, warum sie eine Fremdsprache lernen - eben um mit einem Freund zu kommunizieren, um sich mitzuteilen -, lernen sie extrem schnell.

derStandard.at: Was halten Sie davon, Türkisch als zweite lebende Fremdsprache und Maturafach an höheren Schulen einzuführen?

Ladstätter: Das ist ein grundsätzliches Missverständnis hier in Österreich - dass man das Türkische ausschließlich als Migrantensprache wahrnimmt und nicht einfach als eine von vielen Sprachen dieser Welt. Der gesamte türkische Kulturraum oder Sprachraum umfasst 150 Millionen Menschen. Das ist ja etwas Großes. Insofern ist es für mich persönlich völlig unverständlich, dass Türkisch nicht als Fremdsprache angeboten wird, so wie zum Beispiel Chinesisch angeboten wird. Man sollte die Möglichkeit haben, Türkisch als Fremdsprache zu lernen, ohne gleich wieder in die ganze Migrationsdebatte zu kommen. Man kann doch Türkisch einfach so anbieten, wie man eine andere Sprachen auch anbietet. 

derStandard.at: Welche Schule besucht Ihre Tochter? 

Ladstätter: Die Volksschule der Erzdiözese Wien am Judenplatz. Hier wird sehr viel Wert auf soziale Erziehung gelegt. Das war mir ganz wichtig. Meine Tochter ist ein Einzelkind. Und ich glaube einfach, dass Einzelkinder a priori Defizite haben. Diese Schule hat erstens den Ruf, dass sie gut ist, und zweitens gibt es Nachmittagsbetreuung. Dadurch, dass ich beruflich sehr engagiert bin, war mir wichtig, dass mein Kind nicht irgendwo abgeschoben wird, sondern dass man sich auch am Nachmittag mit den Kindern beschäftigt. Es gibt ja leider kaum Ganztagsschulen. Ich würde es sehr befürworten, dass wir Ganztagsschulen hätten und die dann auch um neun und nicht um acht beginnen würden. (lacht)

derStandard.at: Unterrichtsministerin Claudia Schmied fordert einen Ethikunterricht für alle. Was halten Sie von dieser Forderung? 

Ladstätter: Ich halte das für sehr wichtig, ergänzend zum Religionsunterricht. Für den Religionsunterricht entscheidet man sich aus einer Überzeugung. Ethikunterricht sollte aber wirklich etwas sein, das der Staat eben obligatorisch einführt und auch zur Verfügung stellt. Das finde ich eine sehr gute Idee. Auch das Wissen um andere Religionen beispielsweise. Das ist etwas sehr, sehr Wichtiges. Und das kann man am besten spielerisch erlernen, weil Kinder einfach mehr oder weniger vorurteilsfrei sind. Und das ist ja das Schöne an Kindern. 

derStandard.at: Wie kamen Sie in der Schule mit Ihrem speziellen Interesse zurecht?

Ladstätter: Ich glaube, dass Kinder, die eine ganz spezielle Begabung, ein ganz spezielles Interesse haben, keine angenehmen Kinder sind. So wie in meinem Fall: Wenn ich mich für etwas nicht interessiert habe, habe ich das auch zum Ausdruck gebracht. Und in einem Schulsystem, wo natürlich alles durchgekaut werden muss - und ja, klar, man braucht ein Basiswissen -, ist es mit solchen Kindern nicht immer leicht. 

derStandard.at: Hätten Sie sich gewünscht, dass es schon früher in der Schule eine Spezialisierung gegeben hätte? 

Ladstätter: Ich habe das Glück gehabt, dass ich schon damals in ein Gymnasium gegangen bin - das war in den späten 70er, frühen 80er Jahren -, wo wir Wahlpflichtfächer wählen konnten. Ich glaube, das ist heute schon Regelschulwesen, dass man einen Schwerpunkt setzen kann. Und bei mir lag der Schwerpunkt ganz eindeutig auf Geschichte und Latein. So konnte ich mich schon etwas in diese Richtung entwickeln.

Aber ich muss trotzdem sagen, als ich das erste Mal die Stufen zur Universität hinaufgegangen bin, war das der schönste Tag in meinem Leben. Da war eben vieles, was ich damals mit 18 als unsinnig empfunden habe, weg. Im Nachhinein denke ich mir, vielleicht wäre es besser gewesen, sich selbst nicht so einseitig zu bilden. Aber meine Güte, als Jugendliche denkt man da wahrscheinlich anders. 

derStandard.at: Gab es auch Lehrer, die Sie und Ihre Begabungen bzw. Ihr Interesse besonders gefördert haben?

Ladstätter: Eigentlich schon, ja. Das Interesse war so einseitig, dass man schon gesehen hat, dass aus mir keine Juristin mehr wird. Nach dem Motto: Besser, wir lassen sie so. Und ja, ich habe dann schon auch Glück gehabt. Mein Lateinlehrer war ein großes Glück, er hat mein Interesse sehr gefördert, und auch meine Geschichtelehrer.  

derStandard.at: Denken Sie, dass viel vom Lehrer abhängt? 

Ladstätter: Ich glaube, Lehrer können viel zerstören, aber auch viel aus Kindern hervorbringen. Trotzdem wird in der jetzigen Debatte viel zu viel auf die Lehrer abgewälzt - von jener Verantwortung, die eigentlich die Eltern übernehmen müssten. Denn die Lehrer sind nicht für die Erziehung der Kinder verantwortlich. 

derStandard.at: Es heißt heute oft, dass in der Schule viel Wissen in die Kinder hineingepumpt wird. Wie sehen Sie das?

Ladstätter: Ich kenne die derzeitige Situation im Gymnasium nicht gut, da meine Tochter erst im Volksschulalter ist. Ich glaube nicht, dass das von der Schule ausgeht. Wie ich es beobachte, legen die Eltern großen Wert darauf, dass ihre Kinder alles machen. Ich denke, dass das eher kontraproduktiv ist. Denn in allem kann man nie gut sein. 

derStandard.at: Waren Sie eine gute Schülerin?

Ladstätter: Prinzipiell war ich schon eine gute Schülerin. Ich bin auch im Laufe der Schulzeit immer besser geworden. Ich war vor allem eine sehr fleißige Schülerin und bin immer gerne in die Schule gegangen. Aufzuhören kam für mich sowieso nie in Frage. Ans Schuleschwänzen kann ich mich gar nicht erinnern. Ich habe mir nämlich in Vorbereitung auf das Gespräch gedacht, vielleicht fragen Sie mich so was. 

derStandard.at: Sie haben also nie die Schule geschwänzt?

Ladstätter: Ich habe nachgedacht. Und ich glaube, ich habe keinen einzigen Tag in meiner Schulzeit geschwänzt. Ich kann mich aber erinnern, dass einmal der Bus wegen starken Schneefalls sehr verspätet war. Und dann haben irgendwelche Freunde gesagt: "Gehen wir noch einen Kakao trinken." Und in dieser halben Stunde habe ich so ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich mich noch 25 Jahre später daran erinnere, dass ich das gemacht habe. Ich kann mich sogar noch daran erinnern, wie das Kakaohäferl ausgesehen hat. Das muss derart einprägsam gewesen sein. 

derStandard.at: Sie wurden zur Wissenschaftlerin des Jahres 2011 gewählt. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für Sie?

Ladstätter: Für mich ist das eine ganz wichtige Auszeichnung. Nicht für mich persönlich, sondern gerade in der derzeitigen Diskussion ist diese Auszeichnung für die Geisteswissenschaft und die Archäologie sehr wichtig. Wir stehen unter einem starken Legitimationszwang und es gibt diese Diskussionen, wohin mit den Geisteswissenschaften? Das ist ja schon a priori eine falsche Diskussion. Und ich glaube, da war es ganz wichtig, dass jemand aus diesem Bereich - und noch dazu aus einem Orchideenfach - so eine Auszeichnung bekommt. Um einfach auch zu zeigen, was wir tun, an Öffentlichkeit zu gewinnen und dann überhaupt die Möglichkeit zu haben, unsere Arbeit zu erklären. (Lisa Winter, derStandard.at, 12.9.2012)

Sabine Ladstätter (44) ist seit 2009 Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts. 2010 wurde sie Grabungsleiterin im türkischen Ephesos. Ladstätter studierte an der Karl-Franzens-Universität Graz Klassische Archäologie und Alte Geschichte und Altertumskunde. Sie dissertierte und habilitierte sich in Wien und wurde zur Wissenschaftlerin des Jahres 2011 gewählt. 

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"Man kann doch Türkisch einfach so anbieten, wie man eine andere Sprachen auch anbietet."

Nein, es geht wohl auch darum türkisch-islamische "un"kultur zu verhindern. mir als mann könnte es egal sein, wenn wir mit der zeit mehr türkische gepflogenheiten in österreich haben - ich könnte meinen patriarchalischen lebensstil fortsetzen - aber wie man als frau (wissenschaftlerin!) so naiv für eine ausbreitung des islam und des türkentums eintreten, kann ist mir nicht klar.

diese angst vor fremdsprachen, insbesondere türkisch, kapiere ich nicht

chinesisch wäre ja nach ihrer definition auch gaga (die kultur eines totalitären regimes). arabisch fiele in dieselbe kategorie wie türkisch. bloß: wie sollte jemals ein dialog mit diesen kulturen/ländern gelingen? und was hat türkisch zu können mit einer islamisierung österreichs zu tun?

vielleicht verstehe ich als auslandsösterreicher, der sich seinen lebensumständen entsprechen immer wieder mit fremden sprachen beschäftigen muss, das alles ja einfach nicht...

es geht um die Sprache! Ich hab Englisch und Latein gelernt und trotzdem siehst du mich nicht 5 Uhr nachmittags Tee trinken und oder bei der Bushaltestelle anstellen oder eben Sklaven halten und im Liegen Mahlzeiten zu mir nehmen.

Eine Sprache mehr zu können, ist niemals ein Verlust. Gerade als Frau türkisch zu können stell ich mir recht praktisch vor, da kann ich dann nicht mehr nur einheimischen Trotteln, sondern auch türkischen Trotteln eine Goschn anhängen, wenns mir blöd kommen. ;)

Zumal ja Zielgruppe vermutlich eh die zweite und dritte Generation ist, die schon ein bissi türkisch, das aber nicht gut können.

Man denkt besser, man wird klüger, wenn man eine strukturierte Sprache zur Verfügung hat!

Also ich habe in der Schule Latein gelernt und nehme schon manchmal Mahlzeiten im Liegen zu mir...

Hat das jetzt was zu bedeuten? :/
gg

"Ich habe zeit meines Lebens nie etwas anderes gemacht als ausgraben."

Fragt sich nur wer sie ausgegraben hat.

Frau Ladstätter verwirrt mich.

Wenn sie ihre Tochter nicht in eine katholische Privatschule geschickt hätte, könnte sie sich sowohl das türkische Kindermädchen als auch die Forderung nach Türkisch als Extra-Fremdsprache in den Schulen sparen.

Denn in einer öffentlichen Schule im geeigneten Bezirk hätte ihre Tochter das alles gratis durch die MitschülerInnen bekommen.

Warum also ist sie nicht diesen Weg gegangen?

dass Türkisch nicht als Fremdsprache angeboten wird, so wie zum Beispiel Chinesisch angeboten wird.

wenn sie sinnerfassend lesen könnten, hätte sich ihr posting erübrigt.

damit aber auch sie es verstehen: ladstätter fordert nicht türkisch als pflichtfach in schulen, sondern fragt sich, warum es nicht angeboten wird, wobei sie nicht einmal "in schulen" angeboten sagt, sondern generell "angeboten". und was ist daran bitte verwerflich?!

Von wegen sinnerfasst lesen:

Wenn Sie Ihrerseits in der Lage wären, sinnerfasst zu lesen, statt ungelesen und unkapiert Schaum vor dem Mund zu produzieren, dann hätten Sie verstanden, dass ich schlicht hinterfrage, warum jemand extra Türkisch-Unterricht einfordert, aber gleichzeitig(!!) tunlichst vermeidet, dass die eigene Tochter, die Türkisch offenbar schon kann, in eine öffentliche Schule geht, in der eh links und rechts allenthalben ohnehin Türkisch gesprochen würde.

Denn egal ob's offiziell TR-Unterricht gibt oder nicht: Das wäre doch das ideale Trainingsumfeld für Türkisch. (Und dann von mir aus noch den regulären Sprachunterricht dazu.)

Es sei denn, man ist ein bis ins Mark verheuchelter Bildungsbürger, der Wasser predigt und Wein trinkt

Es ist lächerlich (oder vorsätzliche Verhetzung) zu behaupten, dass man durch oberflächlichen Kontakt mit Kindern türkischer Muttersprache Türkisch lernen würde.

Nochmal ganz simpel:

Warum sollen Kinder Latein lernen? Weil sie so ein klares Grammatiksystem erlernen, was wiederum massiv beim Erwerb jeder europäischen Sprache hilft.

Können unsere Türken Türkisch?
Nein, die klingen für einen Istanbuler wie ein Bauer, der sich mit der Sense in den Schädel gestochen hat: Keine Grammatik, Aussprache wie ein Almöhi. Ich kenne Österreicher türkischer Herkunft, die in Istanbul Englisch reden, damit sie nicht ausgelacht werden.

Was brächste Türkischunterricht?
Endlich Sprachkompetenz in TK, leichteres Deutschlernen, Chancen für unsere Wirtschaft.

"Weil sie so ein klares Grammatiksystem erlernen, was wiederum massiv beim Erwerb jeder europäischen Sprache hilft."

Das ist ein Blödsinn. Sprache lernt man nicht durch Grammatik. Sprache lernt man durch "learning bei doing", am besten im Land, wo diese Sprache gesprochen wird; eine Freundin aus diesem Land tut es auch :-)

Mit Grammtik Sprache lernen - FAIL

Wenn jemand bereits Vorkenntnisse hat, ist das tägliche Türkisch mit Mitschülern sehr gut. Ergo ist es wirklich nicht nachzuvollziehen, warum man einen Bogen um Schulen macht, an denen sher viel Türkisch gesprochen wird.

Sie würden diese Argumente sicher nie bei Englisch verwenden - also gegen eine Schule plädieren, in der sehr viele Kinder Englisch als Muttersprache haben und sich in dieser Sprache primär untereinander unterhalten -, also sind Sie haargenau das, was Sie dem Vorposter implizit unterstellen.

Ich versteh nicht ganz, was du fragen oder festhalten willst, oder was ich wem unterstellt haben soll.

Selbstverständlich bin ich auch massiv für Schulen, in denen in zB Englisch unterrichtet wird. Englisch ist eine Grundvoraussetzung für eine Karriere in der heutigen, globalisierten Welt. Die Frage darf nicht sein, OB man Englisch in der Schule lernt, sondern "Englisch schon im Kindergarten oder doch erst in der Volksschule?"

In meiner Klasse war ein Mädchen aus einer US-Familie, mit den üblichen Problemen: Schlampige Aussprache und Grammatik. Ich habe nicht Englisch von ihr gelernt, sondern aus dem Unterricht.

Wenn nun jemand mit ein paar Türken in der selben Klasse ist, bekommt man keineswegs "alles [Grammatik, Vokabular usw] gratis"

"Englisch schon im Kindergarten oder doch erst in der Volksschule?"

im kindergarten braucht es das nicht. und auch in der volksschule reicht es ab der 3. klasse. gerade englisch ist vergleichsweise eine der am leichtesten zu erlernden sprachen, damit muss man nicht im kindergarten beginnen...

Wie wär's mit einem Lese-Kurs?

Ich weiss nicht, wem Sie da antworten, aber ich bin's sicher nicht.

Ich bezog mich auf etwas völlig anderes. Ich empfehle also einen Lese-Intensiv-Kurs.

"Wenn jemand bereits Vorkenntnisse hat, ist das tägliche Türkisch mit Mitschülern sehr gut." -- Leider nein, weil man von türkischen Mitschülern ein ungrammatisches, veraltetes, extrem fehlerhaftes "Türkisch" lernt. Für sich allein reicht das nicht: Ergänzender Sprachunterricht ist unbedingt notwendig, damit die Schüler auch korrekte Grammatik und die Hochsprache lernen.

Würdest du den Deutschunterricht abschaffen, weil "mah lernt eh Deitsch eh vom Trautschen in die Bausn Oida"?

Beides gilt natürlich auch für Englisch; sich in den Pausen auf Englisch zu unterhalten hilft natürlich, kann aber keinesfalls den Unterricht ersetzen.

Bravo...

... wir suchen eh einen baldigen Ersatz für Schmidt....

nein Ladstätter macht was sie macht zu gut um sie für die Schmidtstelle zu verheizen.

wie Frau Ladstätter es nur ohne Quotenregelung schaffen konnte wird für viele ein Mysterium bleiben, den das Leistungsprinzip wird von Quotenjägern kaum verstanden

der /die mit dem roten Stricherl hat sicher keine Ahnung vom Leistungsprinzip! Frau Ladstätter ist zu bewundern, da sie auch gegen großen Widerstand als Chefausgräberin akzeptirt wurde. Ihr Projekt ist übrigens phantastisch!

Ja eh; Frau Ladstätters fachliche Kompetenz wird ja auch nicht angezweifelt.

Es geht um dieses klassische Bobo-Gehabe, dass sie hier raushängen lässt.

"klassisches Bobo Gehabe", nie gehört, laut Google: "dümmliches Gehabe", verstehe leider immer noch nicht. Oder haben Sie da einen Begriff verwechselt?

...eine Archiologin(!) fordert also mehr Türkischunterricht an österreichischen Schulen..

...morgen meldet sich dann ein Ökonom zu Wort, der mehr Chinesischunterricht (immerhin sprechen ja noch mehr Menschen diese Sprache) an österreichischen Schulen fordert...
...daraufhin meint dann ein Montagetechniker, dass der Arabischunterricht in österreichischen Schulen Pflicht sein muß...
...das kann der Globetrotter nicht auf sich sitzen lassen, in der Welt von heute ist der Indischunterricht für österreichs Kinder ein Muß...

indisch gibts net!

vielleicht sollten sie das Interview erst lesen, bevor sie Unsinn posten !

dabei ist sie nicht mal Archiologin, das gibt es nämlich gar nicht! Ätsch!

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