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Bauchtanz ist eigentlich eh was Nettes.
September - der Monat der guten Vorsätze. Der Speckbauch auf den Urlaubsfotos ist unretouchierbar, die Kinder gehören auch bewegt im Winter, und überhaupt ist es jetzt ohnehin die Zeit für Stundenpläne. Weiters will man nicht in der kalten Jahreszeit ohne Programm mühsam die Nachmittage mit den Kindern rumbiegen. Das endet nämlich in Keks- und Kaffeerunden mit anderen Müttern, worüber sich der Speckbauch wiederum freut. Das ist zu vermeiden, diesmal aber wirklich. Her mit der Lebensqualität.
Also erkundigt man sich, was es denn so gibt. Für das Baby Babyschwimmen, Picklergruppe, Stillgruppe und gemeinsames Rückbildungsturnen. Für den Vierjährigen Musikschule, Turnen, Kletterkurs, Judo, Fußball, Kinderyoga, Capoeira oder wie das alles heißt. Dazwischen kann man ja rodeln oder eislaufen gehen.
Für einen selber gibt es dann die Mrs.-Sporty-Geschichten, verschiedene Tanz- und Aerobicangebote, weiters Pilates. Auf keinen Fall darf man sich Bauchtanz überlegen, das ist die Kapitulation vor dem Speckbauch, dann muss man mit dem leben, und dort lernt man, den gut zu finden. Man spricht sich mit Freundinnen ab, holt sich Tipps, wer wo hingeht, damit die Logistik einfacher wird, damit man sich das Kinderhinbringen und -abholen aufteilen kann.
So, und dann heißt man Heidi List und ist mit dem Chaos auf du und du. Und bucht einen so unglaublichen Blödsinn zusammen, dass die Schwimmstunden sich mit den Rückbildungskursen überlappen. Nämlich am Mittwoch. Die Freundinnen gehen alle turnen am Donnerstag. Da ist aber Judo. Am Montag ist Musikschule, da kommt man nicht mehr rein, weil sie vollständig überrannt ist. Kletterkurs ist doch erst ab 5. Freitag macht keiner irgendwas, ist ja schon Wochenende, und eine Pause muss sein. Also Dienstag, aber das ist der einzige Tag, wo Omi kommen kann, und wenn die kommen kann, dann soll sie bitte kommen, weil dann hat man frei. Omi kommt meistens eh nicht, aber der Gedanke ist schön.
Man storniert wieder. Kommt drauf, dass der komplette Storno von allem nicht notwendig war, weil irgendwas kann man ja schon machen, zum Beispiel am Mittwoch. Zu spät, jetzt ist wirklich alles voll. Und jetzt steht man da und hat gar nichts. Nämlich null. Das Einzige, was bleibt, ist das Muss der eigenen Kondition, denn dieser Winter wird anstrengend mit Rodeln mit umgeschnalltem Baby und dem Bauen von Fitnessparcours in der eigenen Wohnung.
Bauchtanz ist eigentlich eh was Nettes. Schade, dass die Einschreibefrist dafür schon abgelaufen ist. Es sind noch Plätze frei im Keksebackkurs für die ganze Familie. Gute Idee. Der ist immer mittwochs. (Heidi List, derStandard.at, 10.9.2012)
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Im Grunde braucht man die DVDs auch nicht, das stimmt schon. Mir ging's hauptsächlich darum, dass die Ausrede "Die Kurse sind alle schon voll" einfach schwach ist und man auch anders trainieren kann, wenn man will und motiviert ist. Manche machen das mit DVDs, andere gehen ins Fitnessstudio, wieder andere gehen laufen oder fahren mit dem Rad, andere gehen schwimmen... Möglichkeiten gibt es genug, man muss nur die Sportart finden, die einem taugt. Dann kriegen das auch unorganisierte Leute hin :)
und sogar das baby könnte sie in das training inkludieren: http://tulolb-744392546.us-east-1.elb.amazonaws.com/ImageProc... height=320
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