Me & Taxi in New York

Kolumne | Michael Völker
10. September 2012, 18:18

Im offenen Camaro auf der falschen Spur

Ein kleiner Reisebericht: Ich war in New York. Der Einfachheit halber gleich mit dem Auto. An einem Montag bin ich direkt von Philadelphia rübergestochen, eigentlich raufgestochen. Das Auto war ein offener Camaro, entliehen in Washington, es war der Sechszylinder, typisch Leihwagen.

Das Navi führte mich grundsätzlich nur über mautpflichtige Straßen, und an der Zahl der Spuren auf der Autobahn erkannte ich: Wir nähern uns New York. Ich zählte bereits zwölf Spuren. Das Navi tat mir nicht den Gefallen, mich über eine der fantastischen Brücken in die Stadt zu führen, obwohl es derer wirklich genug gäbe. Das Navi wählte wiederum Maut und Stau - und den Tunnel. Es war der Lincoln-Tunnel unter dem Hudson River, noch dazu eine Baustelle mit reduzierten Fahrspuren und Umleitung gleich nach dem Auftauchen. 

Abreise und Schießerei

Die Plötzlichkeit, mit der man dann aber in Manhattan auftaucht, ist überwältigend, das wirft einen glatt um. Da muss man den Wagen gleich in der Garage abstellen, nachdem man cool vor dem Hotel vorgefahren ist. Dort war gerade ein Fleckerl frei, niemand hat's gesehen. New York, Sightseeing, Shopping, Spazierengehen, Moma, Burger, Hot Dog und so weiter.

Dann Abreise. Frühverkehr. Und eine Schießerei vor dem Empire State Building, Umleitung, Stau, Chaos. Spurwechsel quer drüber, dann endlich eine Spur gefunden, auf der es halbwegs ein Vorankommen gibt. Jeder Taxler in New York glaubt, er ist per Du mit mir und hupt mich an. Dann eintauchen in den Tunnel, wieder Auftauchen, die Skyline im Rückspiegel. Und die späte Erkenntnis: In Manhattan gibt es eine Taxispur. Das erklärt auch die Huperei. (Michael Völker, DER STANDARD Printausgabe, 7.9.2012)

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5 Postings
Selten etwas Belangloseres und Langweiligeres gelesen.

Dem Autor muss sehr fad sein oder er übt das Zehnfingersystem auf seiner Tastatur. Ein anderer Grund für das Geschreibsel ist nicht vorstellbar.

Tja, Taxi bzw. Busspuren gibt es auch bei uns.

Sollte also keine völlige Überraschung gewesen sein :)

Brücken

Von Philadelphia nach New York kommend hat es wenig Sinn über eine Brücke zu fahren, außer man will einen Umweg von mindestenst 2x ca. 140 Straßenblocks (vom Lincoln Tunnel zur George Washington Bridge) machen. Mit den "fantastischen Brücken" die der Autor anspricht meint er wahrscheinlich die von Manhattan nach Brooklyn oder Queens, aber die liegen nicht am Weg von Philadelphia. Also vielleicht gut dass er ein Navi verwendet hat.

Besser ohne Auto

Ich glaube man ist besser dran ohne Auto NY zu besuchen. Die Öffis sind nach meiner Meinung besser als ihr Ruf und damit erspart man sich auch viel Stress, nicht an dem Wahnsinn auf den Straßen teilnehmen zu müssen.
Aber ein Camaro würde schon gerne mal ausprobieren ;)

kann das bestätigen
aus ny und umgebung fahren extrem viele züge zur grand central station mitten ins herz von ny

@camaro ausprobieren: ist 1. nicht soo spannend und 2. auch bei uns leicht möglich

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