Die international überwachte Unabhängigkeit des Kosovo

10. September 2012, 11:32

Von Belgrad und Kosovo-Serben abgelehnt - Unabhängigkeits-Unterstützer betrachten UNO-Plan trotz offener Punkte als umgesetzt

 Prishtina - Nach dem Kosovo-Krieg zwischen Serben und Albanern, in den die NATO gegen das Milosevic-Regime in Belgrad eingriff, wurde die frühere serbische Provinz von der UNO verwaltet. Bei Verhandlungen in Wien sollte unter UNO-Vermittlung ein neuer, völkerrechtlicher Status für den Kosovo festgelegt werden. Albaner und Serben einigten sich allerdings nicht: Die Kosovo-Albaner beharrten auf der Unabhängigkeit, die serbische Seite wollte höchstens eine weitreichende Autonomie zugestehen.

Der UNO-Vermittler Martti Ahtisaari legte daraufhin einen Kompromiss-Vorschlag vor: eine „international überwachte" Unabhängigkeit. Als Belgrad diesen Plan ablehnte, rief der Kosovo im Februar 2008 einseitig die Unabhängigkeit aus. Gemeinsam mit Unabhängigkeits-Unterstützern wie den USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich wurde die Umsetzung des Ahtisaari-Planes in Angriff genommen. Die überwachenden Unterstützer-Staaten bildeten einen Lenkungsrat und setzten an Ort und Stelle als überwachendes Organ das Internationale Zivilbüro (ICO) in Prishtina ein. Obwohl der serbisch dominierte Nordkosovo weiterhin nicht in den kosovarischen Staatsverband integriert ist, sahen die Überwacher den Ahtisaari-Plan Anfang des Sommers umgesetzt. Das ICO wird nun geschlossen.

Im Folgenden die wichtigsten Punkte des Ahtisaari-Planes:

In der kosovarischen Verfassung müssen fundamentale Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit sowie eine demokratischen und multi-ethnische Gesellschaft verankert werden.

Der Kosovo darf internationale Verträge abschließen und die Aufnahme in internationale Organisationen beantragen. - Defacto wird der Beitritt des Kosovo zur UNO und anderen Organisationen sowie Verträge beispielsweise mit der EU von Gegnern der Unabhängigkeit blockiert.

Ein unabhängiges, professionelles Justizsystem muss etabliert werden. - Dabei hilft die vorige Woche erst wieder verlängerte EU-Mission EULEX.
Alle Flüchtlinge sollen das Recht auf Rückkehr und auf die Rückgabe von Eigentum haben. - In der Realität sind trotz UNO-gesponserter NGO-Projekte wegen Perspektivelosigkeit und offener Wunden aus dem Krieg kaum serbische Flüchtlinge in den Kosovo zurückgekehrt. Die Kulturdenkmäler der serbischen Orthodoxie müssen u.a. mit Schutzzonen um Kirchen und Klöster geschützt werden; das religiöse Leben muss ungehindert ablaufen können. - Die serbisch-orthodoxe Kirche beklagt Verstöße dagegen.

Die Rechte von Serben und anderen Minderheiten müssen gewahrt werden.

Durch eine Dezentralisierung soll eine weite Selbstbestimmung auf Gemeindeebene geschaffen werden. So sollen serbische Kommunen auch Geld aus Serbien erhalten können. Sechs neue Gemeinden mit serbischer Mehrheit sollten gebildet werden - was auch geschehen ist, allerdings gibt es dort nach wie vor Parallelinstitutionen, die nicht mit den kosovarischen Behörden, sondern mit Belgrad zusammenarbeiten.

Nach 120 Tagen sollte das Mandat der UNO-Verwaltung UNMIK enden. Alle ihre Regierungs- und gesetzgeberischen Kompetenzen sollten an die kosovarischen Behörden übergehen. - Die UNMIK existiert stark reduziert nach wie vor. Die UNO-Vetomacht Russland hat als Unterstützerin Serbiens im Weltsicherheitsrat eine neue Resolution zum Kosovo blockiert. Die Resolution 1244 aus dem Kriegsjahr 1999, auf der die UNMIK basiert, besteht daher weiterhin.

Die NATO bleibt im Kosovo militärisch aktiv, um Sicherheit zu gewährleisten. - Tatsächlich ist das Bündnis weiterhin mit 5.500 Soldaten der KFOR-Truppe, darunter auch Hunderte Österreicher präsent.

Das ICO und ihr Leiter bleiben, bis der Lenkungsrat befindet, dass der Ahtisaari-Plan umgesetzt ist. (APA, 10.9.2012)

was soll das mit diesem ahtisaari plan???

soll das werbung sein für etwas das von der uno nie verbaschiedet werden wird??? kosovo ist laut der geltenden un resolution 1244 ein teil serbiens unter un verwaltung.

...jawolski taravolski....

...so ist es, und nicht anders.......

Mfg

PS: wie oft hast das bis heute geschrieben ???, beim 500 mal wird es wahr, glaube den propheten ano....

das problem mit dem "schmarrn"

ist, wie schon mit beispielen erklärt, dass er nicht durchführbar ist weil menschen sich nicht in blaue und grüne papiersackerln verpacken und dann an der wäscheleine aufhängen lassen.

facten sind:
1) im norden kosovos wurde von allen geheimdiensten der welt und allen internationalen mafiosi eine gemeinsame "freihandleszone" für drogen, menschen und waffen eingerichtet und sie floriert

2) verbrechen und kriegsverbrechen von regierungen und generälen, einzelnen soldaten, partisanen und den soldaten der us army und der nato sind natürlicher bestandteil einer freund/feind kriegerausbildung und werden sich im einzelfalll nie verhindern lassen, wenn menschen vorher zum "töten der feinde" und "rache an den verbrechern" gedrillt werden.

der Ahtisaari-Plan

ist ein "schmarrn" auf einem papier
erfunden von rechenkünstlern der politik , fliegerbomben und partisanen und undurchführbar

ohne anspruch auf vollständigkeit (in jeder hinsicht) behaupte ich, dass in den letzten hundert jahren nicht mehr als 5 von politk und militär mutwillig in die welt gesetzte problem dieser art gelöst wurden:

frankreich - deutschland
österreich - italien
österreich - ungarn
tschechien - slowakei

nicht gelöst sind:
kosovo - serbien
bosnien herzegowina
griechenland - mazedonien "FYROM"
griechenland - türkei ZYPERN
israel - palestina
spanien - baskenland
(irland - england)

und alle russisch amerikanischen imperialistischen sogenannten "friedensmissionen" in der welt

der Ahtisaari-Plan sieht die Territoriale Integrität des Staates Kosova's und der Beweis dafür ist,die Grüne Grenze wurde offiziel heute geschlossen ein Lob an den Staat und ein besonderes Großes Lob an unsere KAFOR Freunde vor Ort, die den mutigen Schirtt machen um die Bewegungsfreiheit aller Bürger zu Gewaährleisten,trotz Gefahr beschossen zu werden von serbischen Terroristen.

http://www.europeonline-magazine.eu/kosovo-wi... 36892.html

die geltende un resolution 1244 sieht die teritoriale unversehrheit serbiens vor.

und laut dem geltenden recht ist kosovo serbien. sie können hier auch von plänen der schützenvereine oder scart spieler schreiben mehr ist dieser ahtisaari plan nicht wert ...relevant ist nur das geltende recht

Der Arthisaari Plan, soviel sei gesagt, ist kein Plan Pro Albaner, sondern ein Deeskalationsplan für alle Bewohner des Kosovo. Er ist kein Schmarn - Schmarrn ist das Verhalten Belgrads vor 10 Jahren und Schmarrn ist es auch heute nocht!

1Den Übeltätern im K-krieg, die serb. Regierung um Milosevic und den gehörigen Soldaten etc. sollte die Kontrolle über alle im Kosovo lebenden Menschen entzogen werden, da ein weiterer Missbrauch befürchtet wurde
2Es war von Beginn an klar, dass nicht nur Albaner im K. leben werden
3Die heutige Unabhängigkeit von Serbien bedeutet nicht eine Abhängigkeit von Albanien und damit einhergehend ein Nachteil für die dort lebenden Serben
4Die Serben können Kosovo exakt genauso gestalten, wie alle mit kosovarischem Pass
5die Serben im Norden bestehen aber auf eine Angehörigkeit zu Serbien, das bis vor 10 Jahren noch ausschließlich nur eine Volksgruppe des Kosovo gejagt und getötet und vergewaltigt hat
6Das werden die Albaner nicht wollen können!

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