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In Südeuropa sind die Jobangebote rar.
Hamburg -Seit Beginn der internationalen Finanzkrise hat die Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union um die Hälfte zugenommen. Während im Februar 2008 in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen im EU-Durchschnitt 15 Prozent arbeitslos waren, betrug die Quote im Juli 22,5 Prozent, wie die EU-Kommission mitteilt.
"Ich bin tief beunruhigt über die Auswirkungen, die die Krise auf junge Menschen hat", teilte Bildungskommissarin Androulla Vassiliou mit. "Viel zu viele von ihnen laufen Gefahr, sozial ausgegrenzt zu werden und in die Armut abzurutschen."
Südeuropa leidet unter der weltweit höchsten Arbeitslosenrate. Die Erwerbslosenquote in Spanien und Griechenland sei mit 24,5 beziehungsweise 22,3 Prozent höher als in allen anderen Ländern, für die international vergleichbare Daten vorlägen, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD)am Montag unter Berufung auf eine Länderanalyse der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit zählen die Südeuropäer zu den Schlusslichtern. 55 Prozent der unter 24-jährigen Griechen seien derzeit ohne Job, bei den Spaniern sind es rund 53 Prozent.
Auch für die Zukunft rechnet die ILO mit weiterhin hohen Arbeitslosenzahlen in Südeuropa. "Selbst wenn die Eurokrise in den kommenden Monaten nicht eskaliert, wird die Arbeitslosigkeit in den Euro-Südländern in den nächsten Jahren nur sehr langsam sinken", sagte Ekkehart Ernst, Chef der ILO-Prognoseabteilung, der FTD. Die UN-Behörde geht davon aus, dass 2015 in Griechenland noch immer 20,3 und in Spanien 23,4 Prozent der Erwerbsbevölkerung ohne Job sein dürften.
Die UN-Organisation hat für ihre Analyse Jobzahlen für 178 Staaten rund um den Globus erhoben. In etwa 50 davon wurde zudem die Bevölkerung befragt, um die Ergebnisse international vergleichbar zu machen. Unter den afrikanischen, karibischen und lateinamerikanischen Staaten, für die es nur Schätzungen gebe, seien nur wenige Länder, in denen prozentual mehr Menschen ohne Job seien als in Griechenland oder Spanien, hieß es in dem Bericht weiter. Dies sei beispielsweise in Namibia der Fall. (APA, 10.9.2012)
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http://www.wienerzeitung.at/meinungen... chtet.html
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