Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Wien - Die Wirtschaft ist in Österreich im zweiten Quartal kaum mehr gewachsen. Von April bis Juni lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real nur noch 0,1 Prozent über dem Vorquartal und auch über dem Vorjahreswert. Dies hat nun eine erneute BIP-Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) ergeben. Mitte August war das Wifo in seiner Schnellschätzung noch von jeweils 0,2 Prozent Plus ausgegangen. Im ersten Quartal hatte das BIP im Quartalsabstand noch um 0,5 Prozent und im Jahresabstand um 2,1 Prozent zugelegt.
"Die Krise im Euro-Raum schlägt auf die heimische Wirtschaftsentwicklung durch", lautet die Hauptaussage der Wifo-Experten zur BIP-Revision von heute, Montag. Die Konjunktur in Österreich habe sich zwar deutlich abgekühlt, doch sei diese Entwicklung angesichts der Rezession im Euro-Raum als relativ gut zu bezeichnen. Allerdings sei der Ausblick gedämpft und neben der Schwäche der Weltwirtschaft durch die Krise im Euro-Raum belastet.
Nach einer durchaus positiven Entwicklung der Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2012 mehren sich nach Ansicht des Wifo die Zeichen einer Konjunkturabschwächung. Diese Entwicklung resultiere vorwiegend aus der anhaltenden Krise im Euro-Raum, erklärte das Wifo am Montag in einer Aussendung zu seiner BIP-Neuberechnung für das zweite Quartal, die für Österreich nur noch 0,1 Prozent reales Wachstum im Quartals- und im Jahresabstand ergab.
Österreichs Wirtschaft gerate zunehmend unter den Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. So seien drei der fünf großen europäischen Volkswirtschaften (Großbritannien, Italien und Spanien) bereits in die Rezession geraten, Frankreichs BIP stagniere, und lediglich aus Deutschland kämen noch positive Wachstumsimpulse.
Die mäßige Konjunkturdynamik der heimischen Wirtschaft zeigt sich laut Wifo in fast allen Nachfragekategorien: Die Anlageinvestitionen seien im zweiten Quartal ähnlich vorsichtig ausgeweitet worden wie im ersten Quartal. Während die Bauinvestitionen gegenüber der Vorperiode stagnierten, nahmen die Investitionen in Ausrüstungsgegenstände leicht zu. Der Konsum der privaten Haushalte stagnierte im zweiten Quartal zum zweiten Mal in Folge. Und der öffentliche Konsum stieg etwas schwächer als in der Periode zuvor.
Das Wachstum der Exporte insgesamt verringerte sich vom ersten aufs zweite Quartal im Jahresabstand von 2,0 auf 0,3 Prozent, nachdem das Plus im vierten Quartal 2011 noch 3,7 Prozent ausgemacht hatte. Die Waren-Exporte schrumpften im zweiten Quartal um 0,6 Prozent im Jahresabstand, nach noch 1,0 Prozent Plus im ersten und +2,0 Prozent im vierten Quartal.
Bei den Einfuhren war die Abschwächung noch massiver: Hier verringerten sich die Importe im zweiten Quartal insgesamt auf 0,1 Prozent im Jahresabstand, nach 1,2 Prozent Zuwachs im ersten und +4,0 Prozent im vierten Quartal. Bei den Waren-Importen gab es nun mit 1,5 Prozent Minus im Jahresvergleich bereits den zweiten Rückgang in Folge (Q1: -0,2 Prozent, Q4: +3,2 Prozent).
Die Bruttoinvestitionen schrumpften jetzt um 0,6 Prozent im Jahresabstand, nach einem schwachen Anstieg um 0,1 Prozent im ersten Vierteljahr. Die Bruttoanlageinvestitionen allein betrachtet lagen im zweiten Quartal noch 2,0 Prozent über Vorjahr, allerdings hatte der Zuwachs zum Jahresauftakt noch real 2,6 Prozent ausgemacht. (APA, 10.9.2012)
Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorquartal
DIHK senkt Wachstumsprognose für 2013 auf magere 0,3 Prozent
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurde von Jänner bis März 2013 auch durch den langen Winter gebremst
Burgenland profitiert von breiter Aufstellung und Coca-Cola-Produktionsverlagerung, Kärnten noch immer unter Vorkrisenniveau
Der Start ins Jahr 2013 verlief schlechter als erwartet, der Internationale Währungsfonds hat seine Prognosen nach unten revidiert
Statt der erhofften Frühjahrsbelebung laufen die Geschäfte ziemlich schlecht
Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds sind für Österreichs Wirtschaft zuversichtlich
Der ifo-Geschäftsklimaindex gab im April nach. Den Firmen geht es noch gut, sie sind aber vorsichtiger geworden
Wie das Wetter, so die Industrieentwicklung - das gilt zumindest für den unterkühlten Jahresstart 2013 in Österreich
Die deutsche Konjunktur verliert zum Start des zweiten Quartals überraschend an Fahrt. Firmen leiden unter sinkenden Aufträgen
Einkaufsmanagerindex stagniert im April
Der IWF zeichnet ein düsteres Bild vom europäischen Bankenmarkt und hält mehr "Bad Banks" in den Südländern für nötig
Börsenprofis schätzen die Konjunkturaussichten für Deutschland wieder schlechter ein
Druck am Arbeitsmarkt bleibt
Regierung senkt Prognose, Defizit droht außer Kontrolle zu geraten
Die Krise im Fokus: Analysen, Kommentare, News und Interviews
Die Sinnhaftigkeit, ein Land aufgrund seines BIP zu bewerten sollten wir schön langsam auch mal hinterfragen.
Nehmen wir zwei theoretische, komplett gleiche Länder Land A und Land B.
Nur in Land A
* gehen Produkte (von Autos bis Mixer) schneller kaputt und müssen neu gekauft werden
* Sind mehr Menschen krank und müssen länger/öffter behandelt werden.
(Nur mal zwei theoretische Beispiele)
* Werden x Menschen angestellt um ein Loch zu graben, das x andere Menschen wieder zuschaufeln müssen
Welches der beiden Länder hat das höhere BIP? Wollen wir diese Kennzahl wirklich als Optimierungskriterium hernehmen? lg
wurde ja schon mehrfach gepostet - Österreichs Witschaft ist weit entfernt von einem Stillstand.
Das Wachstum verlangsamt sich - that´s all.
Wäre das Wachstum bei Null, steht die Wirtschaft immer noch genauso gut da wie im Vorjahr;
Aber nicht einmal ein Schrumpfen um 2-3% wäre besonders tragisch...wir haben eine Stagnation auf sehr hohem Niveau.
Vergleichbar ist unsere Wirtschaft mit einem Fahrzeug, das sich mit 100km/h bewegt und jedes Jahr um 2-3km/h "steigert".
Letztes jahr gab´s eine Steigerung von 100 auf 103 km/h, heuer im ersten Halbjahr eine Steigerung auf 105 km/h - und jetzt fahren wir mit dem gelichen Tempo -105 -dahin, punkt.
Stllstand würde das Abbremsen von 105 auf 0 km/h bedeuten, was nicht der Fall ist.
grundsätzlich wäre es schon richtig, was sie schreiben. nur leben wir in einem kapitalistischen system, in dem positives wachstum einfach notwendig ist. solange das wachstum unter 2% liegt, entstehen einfach keine neuen arbeitsplätze.
ein nullwachstum oder negativwachstum mag in einem reichen land wie österreich unproblematisch erscheinen. nur dass in einem solchen fall massiv stellen abgebaut werden, die sozialversicherungssysteme stärker belastet werden etc..
wir brauchen wachstum! leider...
ich weiß postitivwachstum ist ein ziemlich dämlicher begriff, aber ökonomen verwenden gerne den begriff negativwachstum - wollte deshalb präzisieren.
bin ja gerne dabei das system zu ändern. nur fehlen da die alternativen konzepte.
die wahrheit ist doch, dass wir alle so sehr ins system integriert sind, dass ein ausbrechen daraus, kaum möglich ist.
.
Und JA es gibt noch keine vollständigen Alternativmodelle.
Aber es gibt viele interessante Ideen, die einer intensiven Diskussion bedürfen bzw. harren.
Und ein (Aus)Brechen wird gar nicht vermeidbar sein. Denn entweder wir brechen bewusst und absichtlich (organisiert) aus oder das ganze System zerbricht unkontrolliert. Mit allen damit zu erwartenden Konsequenzen.
Wobei mir der Ausdruck *Weiterentwicklung* oder *Korrektur* des derzeitigen Systems (die ohne Frage massiv ausfallen muss) besser gefällt.
dann müssten sie das wirtschaftssystem aber stark umstellen, mehr in richtung planwirtschaftliche versorgungswirtschaft.
ich sage auch nicht, dass das unmöglich wäre, oder uns alle ins unglück stürzen würde. das finanzsystem ist aber nicht alleinverantwortlich für den wachstumszwang.
solange durch produktivitätszuwächse arbeitsplätze abgebaut werden, brauchen wir wachstum. die alternative wäre arbeitszeitverkürzung, also das gegenteil von dem was wir derzeit erleben.
[..] das finanzsystem ist aber nicht alleinverantwortlich für den wachstumszwang. [..]
und
[..] solange durch produktivitätszuwächse arbeitsplätze abgebaut werden, brauchen wir wachstum [..]
Sicher, dass es ein erstrebenswertes Ziel ist, das jeder Mensch soviel wie nur möglich arbeitet? Ist es wirklich ein Ziel Arbeitsplätze _zu schaffen_ und unter Umständen unnötige Arbeit zu verrichten?
Aber solange wir dieses Finanzsystem haben, ist es nötig - und meiner Meinung nach ist das der Alleinverantworliche Grund der uns zum Wachstum zwingt.
Seit der industriellen Revolution arbeiten wir darauf hin, unsere Arbeit durch Automatisation zu erleichtern oder ganz los zu werden, und nun hätten wir das techn. Wissen, aber das Finanzsys nicht
>dann müssten sie das wirtschaftssystem aber stark umstellen, mehr in richtung planwirtschaftliche versorgungswirtschaft. <
Das glaube ich nicht. Es wäre schon ein guter erster Schritt, den WachstumsZWANG zu stoppen. Das ist zunächst unmittelbar das Geldsystemm, ja.
Ein weiteres großes Problem ist das arbeitslose Einkommen durch Besitz bzw Kapital. Denn dieses Einkommen geht immer zu lasten von drbeitenden oder den Konsumenten.
Das zu begrenzen bzw massiv zu besteuern, und im Gegenzug Einkommen durch tatsächliche Arbeit aufzuwerten wäre mein Gedanke.
So würde, wie sie richtig schreiben, Wachstum und Produktionssteigerung zu Arbeitszeitverkürzung führen: Mehr freie Zeit für gleichen Wohlstand.
Ich kann mich errinnern da stnd doch vor 2 Wochen ein Konjukturaufschwung
Mittlerweile glaub ich sie haben die Grafik verkehrt gehalten, in wirklichkeit sinds schon -1,2%
Man kann nur mehr sagen die Armleuchter der Regierung die das Volk anlügen.
Jetzt muss nur noch der Zins, als leistungsloses Einkommen, auf das Ausleihen von Geld abgeschafft werden.
* Forschung sein. Denn Erfindungen bedeuten Wirtschaftswachstum.
* höhere Bildung sein. Denn wenn Bildung steigt, sind die Menschen leistungsfähiger, und dann passiert Wirtschaftswachstum.
* Universitäten sein. Denn sie bringen Menschen dazu, selbständig und schaffend zu sein.
Das ist falsch.
Erfindungen (in deinem Sinne) wäre qualitatives Wachstum, das zählt aber nicht!
Es ist KEIN Wirtschaftswachstum wenn ein Produkt mit "doppelter" Qualität um 100€ statt eines miesen Produktes um 100€ verkaufe.
Das Einzige das beim Wirtschaftswachstum zählt ist die Quantität aber nicht die Qualität!
natürlich passiert bei Erfindungen Wachstum. Wenn man eine neue Maschine erfindet, die doppelt so viele Bügeleisen mit denselben Arbeitsstunden produziert, ist das Wirtschaftswachstum.
Wenn ein Computer zum selben Preis statt einer 250-GB-Festplatte eine 500-GB-Festplatte bekommt, ist das Wirtschaftswachstum.
Wenn ein Golf heute Extras hat, die er vor 30 Jahren nicht hatte (Navi, Klima, Einparkhilfe, etc.), ist das Wirtschaftswachstum.
nein, ihre genannten beispiele fallen nicht unter dem begriff "wirtschaftswachstum"
über diesen begriff an sich und über die sinnhaftigkeit das BIP als messgröße für wohlstand herzunehmen kann man endlos diskutieren.
leider gibt es noch nicht so etablierte messgrößen außerhalb des bip, daher wird das bip (welches zusätzlich leicht manipulierbar ist) als genereller maßstab für wohlstand hergenommen.
pervers!
.
Das ist aber quantitatives Wirtschaftswachstum und nicht qualitatives.
"...Wenn ein Computer zum selben Preis statt einer 250-GB-Festplatte eine 500-GB-Festplatte bekommt, ist das Wirtschaftswachstum..."
Das ist qualitatives Wirtschaftswachstum. Das wird (mittels BIP) aber nicht bewertet.
"...Wenn ein Golf heute Extras hat, die er vor 30 Jahren nicht hatte..."
Das ist qualitatives und quantitatives Wirtschatswachstum.
Davon wird (wenn überhaupt) nur das quantitative bewertet (=> BIP).
Quantitatives Wachstum ist auf Dauer nicht möglich.
" "...Wenn ein Computer zum selben Preis statt einer 250-GB-Festplatte eine 500-GB-Festplatte bekommt, ist das Wirtschaftswachstum..."
Das ist qualitatives Wirtschaftswachstum. Das wird (mittels BIP) aber nicht bewertet. "
Das wird bewertet. Erkundige dich bei der Statistik Austria.
.
Brauche ich nicht.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Brut... ndsprodukt
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.