Ausschreitungen bei Gedenken an Pinochet-Opfer

Ansichtssache

Santiago de Chile - Kurz vor dem Jahrestag des Putsches von General Augusto Pinochet sind am Sonntag tausende Chilenen in der Hauptstadt Santiago de Chile auf die Straße gegangen, um der Opfer der Machtergreifung zu gedenken. Die Demonstranten schwenkten chilenische und kommunistische Fahnen und trugen Bilder von getöteten oder verschleppten Angehörigen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, als einige der Demonstranten Steine auf Regierungsgebäude warfen.

General Pinochet hatte am 11. September 1973 bei einem vom US-Geheimdienst CIA unterstützten Militärputsch den gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende gestürzt. Während seiner 17-jährigen Herrschaft wurden nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mehr als 3.200 Menschen getötet oder verschleppt, ohne dass ihr Schicksal geklärt wurde. 37.000 weitere Menschen wurden inhaftiert und gefoltert. Pinochet starb 2006, ohne jemals für die Verbrechen während seiner Herrschaft angeklagt worden zu sein. (APA, 10.9.2012)

foto: ap/hidalgo
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