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Am Ziel
New York/Wien - Serena Williams ließ sich rücklings auf den Centre Court fallen und konnte ihr Glück kaum fassen: Dank einer kämpferischen Glanzleistung hat die Weltranglistenvierte das Finale von New York gewonnen und sich nach einem Wechselbad der Gefühle ihren vierten US-Open-Titel gesichert.
Die Olympiasiegerin bezwang in einem spannenden Endspiel die topgesetzte Viktoria Asarenka aus Weißrussland mit 6:2, 2:6, 7:5. Nach 2:18 Stunden verwandelte die 30-jährige Amerikanerin ihren ersten Matchball und gewann nach Wimbledon ihr zweites Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr. "Ich kann es nicht glauben, dass ich gewonnen habe", sagte Williams, die für ihren vierten Erfolg in Flushing Meadows nach 1999, 2002 und 2008 ein Preisgeld in Höhe von 1,9 Millionen Dollar kassierte.
Nach zwei völlig konträr verlaufenen Sätzen wurde der entscheidende Durchgang vor 23.771 Zuschauern im größten Tennisstadion der Welt zur Nervenprobe. Die 23-jährigen Asarenka, die das Jahr mit einer imposanten Serie von 26 Siegen begonnen hatte, konnte die Lokalmatadorin zur eigenen 4:3-Führung breaken und war kurz danach beim Stand von 5:3 und 30:30 nur noch zwei Punkte von ihrem zweiten Grand-Slam-Triumph entfernt.
Doch die vorher ungewohnt fehlerhaft agierende Williams behielt die Nerven und glich zum 5:5 aus. Bei Aufschlag Asarenka verwandelte die überragende Spielerin der letzten Monate (26 Siege in den vergangenen 27 Matches) dann gleich ihren ersten Matchball und ließ ihren Gefühlen freien Lauf.
Vor der Siegerehrung hüpfte Williams wie ein Gummiball auf dem Court herum, während Asarenka ihr Gesicht unter einem Handtuch verbarg und einige Tränen vergoss. "Serena hat gezeigt, dass sie ein wahrer Champion ist", sagte die Weißrussin, die damit nach dem Gewinn der Australian Open 2012 weiter auf ihren zweiten Triumph bei einem Major-Tournament warten muss.
Die Nummer eins der Welt kassierte gegen Serena Williams bereits die zehnte Niederlage im elften Vergleich. Der einzige Sieg von Asarenka in diesem Duell liegt bereits über drei Jahre zurück. Zuletzt hatte sie das olympische Halbfinale gegen die Amerikanerin glatt in zwei Sätzen verloren.
Serena Williams hatte ihren Heim-Grand-Slam bereits als 17-Jährige im Jahr 1999 erstmals gewonnen. Ihr jüngster Sieg war ihr insgesamt 15. Grand-Slam-Erfolg. Es war seit 1995 das erste US-Open-Finale der Frauen, das über drei Sätze ging.
"Ich überlege jetzt schon", sagte die Siegerin nachher, "was ich besser machen kann, damit ich beim nächsten Mal nicht wieder in eine solche Schlacht muss." Ein Abtritt jedenfalls scheint kein Thema zu sein. "Über mein Vermächtnis werde ich nachdenken, wenn es so weit ist. Ich möchte noch viel mehr erreichen, um Geschichte zu schreiben. Jetzt habe ich Titel in drei Dekaden - den Neunzigern, den 2000ern und den 2010ern. Das ist irgendwie cool."
Angesichts des Gegnerinnen-Lobs gab sie sich bescheiden: "Ich sehe mich nicht als die Größte. Ich bin nur eine Tennisspielerin, die versucht, immer das Beste zu geben. Und darüber hinaus - bin ich einfach Serena." (sid/red, 10.9.2012)
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Macht der Tennisverband auch Dopingkontrollen. Die hat Muskeln wie ein Mann. Die rennt wie verrückt. Könnte an Anabolika Testo und EPO gerauch erinnern...
Nachdem garnicht kontrolliert wird ist's eh kein Thema..l Heile Welt im Tennis. Nadal ist ja auch plötzlich ziemlich krank... :))))
leider bestaetige ihre figur wie es heutzutage um das frauentennis steht. ja. mehr kann man dazu nicht sagen. die graf, ja die graf, die war eine athletin. fesch auch. die anderen zu ihrer (=meiner ) zeit auch. die russin, nicht? tschechin? jetzt sind sie nicht fesch und koennen nicht spielen.
bei serena muss man schon sagen, dass sie 3 "gute" generationen mitgemacht hat und da auch (fast) immer gewinnen konnte.
99 gab es noch graf, seles, davenport, hingis, außerdem venus
wenige jahre später noch immer davenport, capriati, dann mauresmo, henin, clijsters, sharapova (und in dieser zeit von 2004 bis 2007 konnte williams auch "nur" 2 grand slam-titel gewinnen - da war henin schon sehr dominant...)
und jetzt sharapova, azarenka - dann aber eher eine lücke zum rest.
interessant ist auch, dass in diesen verletzungs- oder was auch immer bedingten "zwischenjahren" fast nie die spielerinnen die grand slams geholt haben, die nr. 1 waren.
safina hat es immerhin in ein paar finali geschafft, wo sie dann immer deklassiert wurde.
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