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Die Omnipotenz des Novak Djokovic wird langsam unheimlich.
New York - Novak Djokovic und Andy Murray haben am stürmischen Final-Wochenende der US Open den widrigen Bedingungen getrotzt. Der Titelverteidiger aus Serbien und der britische Olympiasieger treffen am Montag (22:00 Uhr MESZ) im Finale von Flushing Meadows zum insgesamt 15. Mal aufeinander. Für Murray geht es dabei um seinen ersten Major-Titel überhaupt.
Der Weltranglisten-Zweite Djokovic setzte sich am Sonntag in seinem tags zuvor wegen einer Unwetterwarnung abgebrochenen Halbfinale gegen den Spanier David Ferrer mit 2:6,6:1,6:4,6:2 durch und steht damit zum dritten Mal in Folge im Endspiel des Grand-Slam-Turniers in New York. Das kann wie schon in den vergangenen vier Jahren wieder erst am Montag über die Bühne gehen.
Wind der der Erleichterung
"Ich bin erleichtert, dass ich so durch dieses Match gekommen bin. Jetzt bin ich einfach nur froh", sagte Djokovic. "Ich liebe es, hier zu spielen. Ich liebe die Energie, ich liebe die Fans."
Murray hatte am Samstag den Tschechen Tomas Berdych bei heftigem Wind und fast irregulären Bedingungen bezwungen und wird in der neuen Weltrangliste den verletzt fehlenden Rafael Nadal von Platz drei verdrängen. Der 25-jährige Schotte wartet noch immer auf seinen ersten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere - kann aber in seinem fünften Finale auf prominente Unterstützung bauen.
James-Bond-Darsteller Sir Sean Connery und Trainer-Legende Sir Alex Ferguson von Manchester United wollen auf der Tribüne des Arthur-Ashe-Stadiums die Daumen drücken. "In so einem Finale gibt es keinen klaren Favoriten. Aber Andy wartet noch auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Er wird super-motiviert sein", sagte Djokovic. Wenn der 25-Jährige aus Belgrad allerdings so souverän und konzentriert auftritt wie am Sonntag gegen den Weltranglisten-Fünften Ferrer, dürfte aus dem ersten Grand-Slam-Triumph für den Schützling von Ivan Lendl eine Mission impossible werden.
Zeichen stehen auf Djokovic
Zwar hat Murray gegen den fünffachen Grand-Slam-Turniersieger Djokovic von 14 Vergleichen acht verloren, darunter das Australian-Open-Finale 2011. Zuletzt allerdings setzte sich der Brite auf dem Weg zu seiner olympischen Goldmedaille im Halbfinale von London gegen Djokovic durch.
"Ich werde alles versuchen. Aber ich weiß, wie schwer es ist, solche Turniere zu gewinnen", sagte Murray. "Es ist das letzte große Ziel, das mir noch fehlt. Deshalb ist es mir so wichtig, ich möchte unbedingt ein Major gewinnen", gab der Goldmedaillengewinner von London nach seinem 5:7,6:2,6:1,7:6(7)-Sieg gegen Federer-Bezwinger Berdych am Samstag optimistisch-offenherzig zu.
Ferrer ohne Licht
Im anschließenden Halbfinale hatte Djokovic gegen den stark auftrumpfenden Ferrer mit 2:5 zurückgelegen, als auf Anraten der Polizei und der New Yorker Sicherheitsbehörden das 23.771 Zuschauer fassende Arthur-Ashe-Stadium und die komplette Anlage in Flushing Meadows wegen einer Unwetterwarnung evakuiert wurden.
Einen Tag später musste Djokovic den ersten Satz zwar abgeben, doch dann drehte Djokovic auf. Er peitschte sich und die Zuschauer bei herrlichem Sonnenschein immer wieder an - und durfte schließlich nach 2:32 Stunden gleich seinen ersten Matchball bejubeln. (APA/dpa, 09.09.2012)
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für diese Bedingungen. Im Tie Break hat man wieder gemerkt, dass Murray nicht nur gegen Djokovic und den Wind kämpft, sondern vor allem auch gegen sich selbst.
Er brauchte am Ende 5 oder 6 Satzbälle ehe er den Satz holen konnte und das zumeist bei eigenem Aufschlag. Für Murray war dieser erste Satz sicher wichtiger als für Djokovic!
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