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Kabul/Washington - Bei einem Anschlag vor dem Hauptquartier der internationalen Nato-Truppe Isaf in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein etwa 16-jähriger Selbstmordattentäter am Samstag mindestens sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Laut Polizei handelte es sich bei den meisten Opfern um Kinder, die als Straßenhändler arbeiteten. Die Taliban, die sich zu dem Anschlag bekannten, erklärten, der Anschlag sei eine Racheaktion dafür gewesen, dass die USA das verbündete Haqqani-Netzwerk auf ihre Terrorliste gesetzt hatten.
In einem weiteren Statement erklärten die Taliban, es gebe überhaupt keine von ihnen "getrennte Organisation in Afghanistan namens Haqqani". Der Gründer der seit zwei Jahrzehnten operativen Gruppe, Jalaluddin Haqqani, sei Mullah Omar - und damit auch den Taliban - treu ergeben.
Wegen eines Feiertags zum Gedenken an den vor genau elf Jahren getöteten Warlord und Taliban-Gegner Ahmad Shah Massud waren die Sicherheitsvorkehrungen am Samstag in Kabul eigentlich besonders hoch. Massud war von zwei Selbstmordattentätern des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet worden - zwei Tage vor den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001, die zu dem internationalen Militäreinsatz in Afghanistan führten. (AFP/DER STANDARD, 10.9.2012)
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