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Marko Arnautovic will die Nation glücklich machen. Allerdings weiß er, "dass Deutschland Weltklasse ist".
Wien - Die deutsche Fußballnationalmannschaft wird am Montag um die Mittagszeit in Wien-ySchwechat landen, damit wäre dann die letzte Voraussetzung für das WM-Qualifikationsspiel am Dienstag im ausverkauften Happel-Stadion erfüllt. Die Österreicher sind schon seit mehr als einer Woche da, eine Trainingseinheit jagte die andere, die Tage waren durchgeplant und mit Inhalten vollgestopft. Am Sonntagvormittag wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit gearbeitet, Teamchef Marcel Koller begründete das so: "In den geschlossenen Übungen geht es darum, Dinge dazuzunehmen, von denen der Gegner noch nichts weiß. Ob sie auch umgesetzt werden, weiß man erst nach dem Spiel."
Am Nachmittag war Freizeit, da drängte sich ein Stadtbummel mit Kaffeehauspausen auf. Am Montag werden noch Videos gezeigt, das Abschlusstraining wird nicht gerade spektakulär ausfallen. Koller: "Der Feinschliff ist erledigt. Es wäre ja schlecht, müsste man alles im letzten Moment reinpauken." In den Stunden vor der Partie gehe es darum, die "Spannung hochzuhalten, die Konzentration abzurufen. Es darf keine Nervosität aufkommen, wir brauchen eine gewisse Lockerheit."
Irgendetwas ist im Busch. Das könnte natürlich ein deutscher Sieg sein, was so abwegig auch nicht wäre. Koller spürt aber, "dass die Spieler total heiß sind, eine gute Voraussetzung". Der Schweizer gibt die Aufstellung nicht preis, sie steht trotzdem fest. Erstmals in der Landesgeschichte werden elf Legionäre beginnen, das schafft Joachim Löw nie und nimmer. Almer im Tor, die Viererkette bilden Fuchs, Pogatetz, Prödl und Garics (von links), im defensiven Mittelfeld rackern Kavlak und Baumgartlinger. Ivanschitz, Junuzovic und Arnautovic sind im Idealfall offensiv und kreativ (natürlich mit defensiven Pflichten), sie sollen die schnelle Spitze Harnik füttern.
Die Deutschen erstarren nicht in Ehrfurcht, sie haben aber Respekt. Am Freitag wurde in Hannover mit einem 3:0 gegen die Färöer aufgewärmt. Löw befasste sich danach mit Österreich. "Sie sind so stark und gefestigt wie seit Jahren nicht mehr. Ich erwarte einen offensiven Gegner, der gewinnen will. Sie werden uns das Leben verdammt schwermachen."
Sein Assistent Hans Flick sagte am Sonntag: "Mit Koller haben sie einen Trainer, der Linie reingebracht hat. Und mit Harnik und Arnautovic haben sie zwei Spieler mit herausragender Qualität." Bei den Deutschen sollte Toni Kroos nach überstandener Beckenprellung einsatzfähig sein. Marcel Schmelzer ist auch auf dem Weg zur Gesundung (Fußprellung), er ist für die linke Seite der Viererkette vorgesehen. Die Alternative wäre Bayerns Holger Badstuber, doch der ist eine Notlösung, hat zentrales Verteidigen gelernt. Mit ihm könnte Arnautovic durchaus sein Vergnügen haben.
Da die Welt aber keine Scheibe ist, bleibt Deutschland Favorit. Der Marktwert des Kaders wird auf 425 Millionen Euro geschätzt, Österreich hat 71 Millionen zu bieten. Die Billigen betonen die "Weltklasse der Deutschen", Kapitän Christian Fuchs sagt: "Halten wir den Ball flach." Sie wollen allesamt "das Unmögliche möglich machen". Möglicherweise ist das gar nicht so unmöglich.
Denn Marko Arnautovic gibt Löw vollinhaltlich recht. "Er weiß, wovon er spricht. Das ist kein Kompliment, sondern eine richtige Einschätzung." Der 23-Jährige hinterlässt einen überhaupt nicht abgehobenen oder arroganten Eindruck, obwohl er betont, "dass ich immer noch der alte Arnautovic bin". Allerdings ist er nun Papa einer Tochter, das ist eine großartige Neuigkeit. "Durch sie bin ich ruhiger geworden." Er hat vor, am Dienstag "die Nation glücklich zu machen. Wir können den Deutschen wehtun, das sind auch nur Menschen, die können auch nur laufen wie wir. Wir müssen einen Tick schneller und aggressiver sein als sie. Schert einer von uns aus, bricht alles zusammen."
Mitentscheidend könnte sein, ob es gelingt, die Kreativzentrale Mesut Özil auszuschalten. Koller wird keinen Wachhund für den Legionär von Real Madrid abkommandieren. "Das entspricht nicht meiner Philosophie. Wo Özil ist, sollte aber einer von uns sein." Löw streut also Rosen. Das ÖFB-Team will sich davon nicht beirren lassen. Koller: "Wo Rosen sind, sind auch Dornen." (Christian Hackl, DER STANDARD, 10.9.2012)
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Löw und seine Spieler (z.B. Lahm) haben sich selbst in die Lage gebracht, da sie sich vorher schon zum Europameister geredet haben. Dann war die Erwartungshaltung natürlich Riesengroß. Dann kam die Schlappe gegen Italien, wo auch Löw seine Aufstellung der Presse nicht erklären konnte. Ab diesen Zeitpunkt schiesst sich die Presse (besonders Bild) gegen Löw ein. Sollte er (was ich persönlich nicht glaube aber von Herzen wünsche) gegen Österreich verlieren oder unentschieden spielen, wird er von der Deutschen Presse zerrissen.
Gewisse Dinge werden im Team (Kahn hats versucht) von Löw nicht angesprochen oder schöngeredet wie eine 3:5 Schlappe gegen die Schweiz. Und wie man gegen die Färöer gesehen hat ist der Torabschluß derzeit auch keine Stärke. Ob sei gegen uns genausoviele Chancen bekommen ist eher unwahrscheinlich.
Dh, Deutschland ist im besten Fall etwa gleich stark wie letzes Jahr.
Unser Team ist aber klar besser, einige Spieler sind bei ihren Vereinen richtig angekommen (allen voran die Bremenlegionäre sowie die Mainzer), seit Jahren war man im September noch ohne Niederlage, in diesem Jahr mußte die Mannschaft noch nicht einmal einem Rückstand nachlaufen.
Wir sind also stärker, die Deutschen in etwas gleich stark. Lasst die Spiele beginnen.
Nur mal angenommen.
Was würden Sie machen wenn Österreich verlieren würde? Über Ihre Argumente lässt´s sich leicht streiten, aber wenn sie zutreffen, und wir trotzdem verlieren - was würden Sie dann machen?
Verlangen Sie Koller´s Kopf? Sind Sie dann einfach nur enttäuscht?
Um uns viele Nerven ersparen zu können, sollten wir die Dinge so sehen wie sie sind. Wir spielen gegen die Nr. 2 der Welt. Die sind stärker als wir. Wir sollten keine allzu großen Erwartungen haben. Es stimmt: Löw wird kritisiert. Welcher Teamtrainer wird nicht kritisiert nachdem er wieder erwarten kein Titel geholt hat?
was soll man machen, wenn wir verlieren ? ich sag mal so: wenn die leistung passt, die einstellung, der kampfgeist - und es dann nicht reicht - dann darf man gg. die nr.2 der welt verlieren.
wenn man plan - und konzeptlos spielt (wie meist under dico), es manche am einsatz fehlen lassen (wie manchmal arnautovic, junuzovic, wie meist janko im team), dann kann man immer noch unzufrieden sein. aber schuld hat in jedem fall nicht koller, wer den fortschritt, seit er trainer ist, nicht sieht, der ist - mit verlaub - blind.
entscheidend wird mMn auch sein ob schmelzer oder badstuber links spielt. obwohl badstuber sowohl gegen den schnellen harnik in der mitte als auch gegen den trickreichen arnautovic auf der seite eine schwäche der deutschen sein könnte, glaube ich dass der öfb besser dran wäre, wenn badstuber auf der seite spielen muss. hummels und mertesacker haben schon ihre probleme gegen kleine, wendige spieler.
Letztes Jahr war die deutsche Mannschaft in Saft und Kraft, niemand verletzt und alle in Form. Trotzdem war die Performance in Wien nicht besonders und es hat ein Last-Minute-Tor gebraucht um zu gewinnen.
Ich seh die deutsche Mannschaft aktuell eher schwächer als stärker. Das gesamte Länderspieljahr ist der Wurm drinnen oder anders gesagt der rote Faden nicht wirklich erkennbar, Schweinsteiger als DER Akteur im MF ist derzeit nicht präsent, Lahm, Müller, Klose und Özil laufen ihrer Form auch nach. Dazu kommt eine Abwehr die für deutsche Verhältnisse extrem unsicher ist, 18 Gegentore in 9 Spielen (nur gegen Israel und Färöer blieb die Bude sauber) sind ungewöhnlch viele Gegentreffer: In der Quali zur Euro erhielt man ingesamt nur 7 Tore.
dass die türken alle um zumindest 1 klasse stärker am ball waren.
und das, obwohl wir doch jetzt viele spieler in der mannschaft haben, die in der deutschen bl keine schlechte figur abgeben.
da fehlt uns wohl noch viel. :-(
da sie ihr Nichtwissen eh disqualifiziert ich tus aber tortzdem: schaut das beim Tor von Kavlak nach technischen Mängeln aus??
http://www.youtube.com/watch?v=APXzpkkiaz0
Geh bitte, jedesmal gehts von vorne los. Man weckt Erwartungen, durch Sager wie "Die Sensation ist möglich!" oder "Das Unmögliche möglich machen" und im Nachinein ist das Geheule dann groß, warum wir doch verloren haben.
Ich glaub grade gegen Deutschland brauchen wir sehr sehr viel Glück überhaupt ein Unentschieden zu schaffen.
Schön wenns passiert, aber bitte realistisch bleiben!
Ja, bin natürlich Motivationstrainer </sarkasmus>
Ich bin aber auch nicht in der Situation die Mannschaft zu motivieren. Einzig und allein dieses "Wir werden Weltmeister" vor jedem Spiel gegen einen weit stärkeren Gegner entspringt ein wenig dem Masochismus von uns Österreichern...
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