Hunderttausend Menschen protestieren gegen Stationierung von US-Flugzeugen

Demonstrationen auf Okinawa aus Sorge über Hybrid-Maschine Osprey

Tokio - Zehntausende Japaner haben am Sonntag gegen den geplanten Einsatz eines als unsicher geltenden Flugzeugtypen durch das US-Militär protestiert. An der Demonstration gegen das Militärflugzeug MV-22 Osprey auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Futenma auf der Insel Okinawa beteiligten sich laut Veranstaltern hunderttausend Menschen. Örtliche Medien berichteten von einigen zehntausend Teilnehmern. Die Demonstranten forderten, die etwa ein Dutzend Osprey-Flieger, eine Mischung aus Flugzeug und Hubschrauber, nicht wie geplant einzusetzen und die US-Militärbasis in der Stadt zu schließen.

Weitere Demonstrationen gegen die Pläne des US-Militärs fanden auf zwei weiteren Inseln des Okinawa-Archipels sowie in Tokio statt, wo tausende Menschen vor dem Parlamentsgebäude demonstrierten. Die Regierung sieht die für Oktober vorgesehenen Einsätze ebenfalls skeptisch. Das umstrittene Flugzeug kann wie Helikopter senkrecht starten und landen. Zwischenfälle mit diesem Modell wurden unter anderem aus Marokko und den US-Bundesstaaten Florida und North Carolina bekannt. Zudem gilt das Flugzeug als sehr laut. Die großen US-Militärbasen in Japan werden von Teilen der Bevölkerung scharf abgelehnt. (APA, 9.9.2012)

  • Protest gegen Osprey-Flugzeuge.
    foto: ap

    Protest gegen Osprey-Flugzeuge.

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