Dorfbewohner protestieren gegen geplante Militärbasis in Südkorea

  • Proteste gegen den Marinestützpunkt.
    foto: apa/epa/jeon

    Proteste gegen den Marinestützpunkt.

Marinestützpunkt bedrohe wichtiges Biotop vor Küste von Ferieninsel Cheju

Cheju - Mit einem Marsch zum Tagungsort des Weltnaturschutzkongresses auf der südkoreanischen Ferieninsel Cheju haben Bewohner eines in der Nähe liegenden Dorfes gegen den Bau eines neuen Marinestützpunktes protestiert. Etwa 200 Demonstranten forderten die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Samstag auf, sich ihrer Sache anzunehmen und einen Antrag gegen das umstrittene Projekt zu verabschieden. "Nein zur Kriegsbasis auf Jeju (Cheju)" war auf ihren gelben T-Shirts und auf Transparenten zu lesen. Die neue Marinebasis würde ein wichtiges Biotop vor der Küste des Dorfes Gangjeong zerstören, hieß es.

Die IUCN ist das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nicht-staatlicher Umweltorganisationen.

Die Bauarbeiten an dem 977,6 Milliarden Won (etwa 675 Millionen Euro) teuren Stützpunkt sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul zu 18 Prozent fortgeschritten. Bis 2015 soll an der Küste bei Gangjeong sowohl ein Hafen für Militärschiffe als auch eine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe gebaut werden. (APA, 8.9.2012)

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