Chinas Alibaba will größer als Amazon und Ebay zusammen werden

Online-Auktionshaus Taobao gilt als Kronjuwele

Chinas größter Onlinehändler Alibaba setzt sich hohe Ziele. Noch in diesem Jahr wolle der Konzern Waren verkaufen, deren Wert die Produkte übersteige, die die US-Konkurrenten Amazon und eBay zusammen verkauften, kündigte Strategiechef Zeng Ming am Samstag an. "Anhand ihrer Jahresbilanzen haben wir eine grobe Rechnung aufgemacht und festgestellt, dass wir im vergangenen Jahr gleichauf lagen. In diesem Jahr wachsen wir aber schneller als sie, deswegen werden wir dieses Jahr voraussichtlich größer als sie sein." Der Abstand werde dann Jahr für Jahr ausgebaut, wenn Alibaba schneller wachse. 

437 Milliarden Dollar jährlich

Ziel sei es, über Alibabas Online-Auktionshaus Taobao in den nächsten fünf bis sieben Jahren jährlich Waren im Gesamtwert von rund drei Billionen Yuan (473 Milliarden Dollar) zu bewegen, ergänzte Zeng. Taobao gilt als Kronjuwele unter den umfangreichen Alibaba-Töchtern und soll für einen Großteil der Gewinne stehen. 

Gespräche mit Yahoo

Erst im Mai hatte Alibaba komplizierte Gespräche mit Yahoo über den Rückkauf des Firmenanteils in den Händen des US-Internetpioniers beendet. Yahoo verkaufte den Angaben nach bis zu 20 Prozent der Anteile an Alibaba und erhielt dafür mindestens 6,3 Milliarden Dollar in bar und Alibaba-Vorzugsaktien im Wert von 800 Millionen Dollar. (APA, 8.9.2012)

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16 Postings
taobao vs. ebay

wenn ich da mal meinen Senf dazu geben darf ...

ich habe bisher nur Erfahrung mit Taobao gemacht und meine doch, Unterschiede zu Ebay/Amazon zu sehen.
Bei Taobao werden kaum gebrauchte Artikel oder Einzelstücke von privaten Anbietern angeboten - ist also eher wie Amazon aufgebaut. --- Mit dem großen Unterschied, dass es recht wenig Sicherheit gibt in punkto Verfügbarkeit. Dh. es wird eine große Anzahl von Artikel angeboten, die praktisch gar nicht verfügbar sind. (Bietet man darauf, wird zwar das Geld im Regelfall rückerstattet, aber ärgerlich ist es allemal.)
Internationaler Versand ist bei Taobao kaum möglich, da gibts inzwischen eigene Mittlerfirmen, die für einen bestellen und den Artikel ins Ausland verschicken.

und ich will erfolgreicher als Joss Whedon werden.

Erfahrungen?

Im Gegensatz zu dealextreme wirkt alibaba auf mich nicht wirklich auf Endkunden ausgerichtet. Irre ich mich? Und es scheint, als wuerden die nur Firmen vermitteln.
"Mindestmenge 1000 Stueck" und so.

Oder habt Ihr schon wer erfolgreich Klein(st)mengen bestellt?

Und was macht die Politik?

Das System ebay aber auch alibaba steht außerhalb des österr. Rechtssystem - also besonders was den Konsumentenschutz betrifft. Österreich kassiert zwar Import-Ust. aber kümmert sich werder darum dass bei der Produktion kein Blut fließt noch dass die Rechte der Verkäufer gewahrt bleiben.

Sich immer auf die Politik auszureden ist lächerlich, Sie sind doch kein kleines Kind!

Der Konsument entscheidet selbst wo er kaufen mag und wenn er meint seine Rechte sind nicht ausreichend geschützt wird er, wenn er smart ist dort nicht kaufen.

Aber Hauptsache nach den Politikern schreien, es wird ohnehin schon viel zuviel von der Politik geregelt!

Deppensteuer

aufgeklärte KonsumentInnen gibt es leider nicht - ansonsten würde das Marketeering nicht so blühen. Merke bis zu 40% des Kaufpreises zahlt der mündige Bürger gerne an die Konzernen dass sie ihn verführen können- das ist wie Deppensteuer!

Bleibens doch beim Thema!

Thema ist nicht "Maketing gut/böse?" sondern "Hilfe, die Politik soll uns davor schützen bei den pösen Chinesen einzukaufen!"

Da sag ich, ich brauche keine Regelung! Wenn ich dort einkaufen will entscheide ich das und nicht unsere ach so tollen Politiker!

Recht so.

Völlig in Ordnung. In 5 bis 10 Jahren gibt es kein einziges bedeutsames HiTech-Produkt mehr, das im Westen produziert wird. Alle wichtigen Patente erloschen. Selbst Medikamente, ja sogar Lebensmittel bestellt Herr Müller oder Frau Maier direkt aus China, Vietnam oder Indien, weil sie ansonsten durch die Inflation gar nicht mehr leistbar wären.

Naja nicht ungewöhnlich. Nachdem China seinen Onlinemarkt sehr protektionistisch nach Außen schützt (unter anderem durch ihre Bestimmungen bez. Zensur und Datenherausgabe), gehört der Markt alleine den chinesischen Unternehmen die sich dem Ganzen ja beugen. Obwohl diese Unternehmen wohl außerhalb Chinas nie ein nennenswertes Geschäft haben werden, so reicht doch das Kernland selbst um Unmengen an Gewinn zu erwirtschaften.

Ebay ist so 1990er...

Die Chinesen setzen auf ihre selbstgeschaffene Wirtschaftsblase, bis das ganze Konstrukt umkippt. 50 Millionen Chinesen (knapp 4% der Bevölkerung) sind Konsumenten, der Rest lediglich Produzenten. Chinas BIP pro Kopf liegt bei einem 10tel von dem Durchschnitt der EU. Mal sehen wie lange die Mittelschicht noch auf dem Rücken der restlichen Bevölkerung leben kann ...

uups ...

50 Millionen Chinesen (knapp 4% der Bevölkerung) sind Konsumenten, der Rest lediglich Produzenten....

würde sagen da ist noch ein bissl luft nach oben bei 96 % die entwicklungspotential haben.

versteh dein ... Mal sehen wie lange die Mittelschicht noch auf dem Rücken der restlichen ...nicht so recht.

Siehe arabischer Frühling. Kein Volk lässt sich auf ewig unterdrücken.

Wirklich?

In China gab es nie Volksaufstände! Diese gab es immer nur in kleinen Gruppierungen und wurden oft grausamst niedergeschlagen. Die Chinesen werden schon von Kind an auf Unterwerfung und Unterordnung gedrillt. Egal, ob vor Jahrhunderten es der Kaiser war, oder heute der oberste Bürger Chinas.

Die Aufstände waren immer kleine Machtkäpfe konkurrierender Parteien. Das Volk hat davon wenig mitbekommen bzw. kaum interessiert.

Leider wurde und wird die Lehre des Konfuzius sehr geschickt durch die herrschende Klasse benutzt, um das Volk ruhig zu halten.

Das funktioniert sehr lange den die Eliten haben die Sicherheitskräfte und Politik auf ihrer Seite.
Die Reichen sind sehr geschickt im unterdrücken der Massen. Siehe Brasilien, USA, usw

Im Gegensatz zum Rest der Welt produzieren sie noch mehr als Papier mit Aufdruck.

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