KFOR-Vize: Ungelöste Nordkosovo-Frage behindert Entwicklung

8. September 2012, 16:45

Österreichischer Brigadier Luif sieht auch Nicht-Anerkennung durch fünf EU-Staaten als Hindernis

Prishtina - "Dieser Norden muss gelöst werden." Der dieser Tage aus dem Amt geschiedene stellvertretende Kommandant der NATO-geführten Kosovo-Schutztruppe KFOR, der österreichische Brigadier Johann Luif, sieht viele Probleme des Kosovo wie fehlende wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitslosigkeit, Korruption und Organisierte Kriminalität vor allem im Zusammenhang mit der ungelösten, politischen Frage, was mit dem mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo geschieht. Die Bevölkerung in dem Landesteil lehnt die Unabhängigkeit des Kosovo und die kosovarischen Staatsinstitutionen ab.

Dabei sei es keine Lösung, dass die KFOR im Norden einfach durchgreife, betonte Luif gegenüber österreichischen Journalisten. Die KFOR agiere unparteiisch. Als zweites Hindernis für die weitere Entwicklung des Kosovo sieht der bisherige KFOR-Vize, dass fünf EU-Staaten (Spanien, Slowakei, Rumänien, Griechenland und Zypern) den Kosovo bisher nicht anerkannt haben. Daher könne der junge Staat keine Verträge mit der EU beschließen. Die Annäherung des Kosovo an die EU, aber auch an die NATO sei erschwert. "Das schwächt auch die Position der EU hier", fügte Luif hinzu.

Kaum Perspektiven

So habe sich die wirtschaftlich seit der Unabhängigkeitserklärung 2008 kaum etwas im Kosovo getan, resümierte Luif. Die Arbeitslosigkeit belaufe sich auf 56 Prozent und mehr, die Jugend habe kaum eine Perspektive, Investoren zögerten, Produktionsbetriebe anzusiedeln, die Infrastruktur ließe nach wie vor zu wünschen übrig. Als weitere Probleme für die kosovarische Bevölkerung nannte Luif - in Österreich Militärkommandant des Burgenlandes - die schlechte Wasserversorgung und Umweltschäden. Selbst die Landwirtschaft sei kleinräumig und schlecht entwickelt.

Die Sicherheitslage im Nordkosovo beurteilt Luif, der turnusmäßig nach einem Jahr seinen Posten als KFOR-Vize aufgab, als fragil. Es sei im Allgemeinen zwar ruhig; es genüge aber ein Funke, um Gewalt auszulösen. Zuletzt war das am gestrigen Freitag der Fall, als Mitarbeiter der EU-Rechtsstaatsmission EULEX, die beim Aufbau der kosovarischen Polizei und Justiz hilft, in Zubin Potok im Nordkosovo beschossen wurden; eine EULEX-Angehörige wurde verletzt.

Der Brigadier verwies hinsichtlich des Nordkosovo auf die schwierige Geschichte. Diese Region sei erst 1961 unter Tito dem Kosovo angegliedert worden, um so den Anteil der Serben im Kosovo angesichts der kinderreicheren albanischen Familien nicht noch weiter schmelzen zu lassen und zu erreichen, dass nicht nur albanische Vertreter aus dem Kosovo ins Parlament kommen. Umgekehrt seien Gemeinden mit albanischer Mehrheit dem serbischen Kernland angeschlossen worden. Zusätzlich sei in der Region im Kosovo-Krieg 1998/99 nicht gekämpft worden; die KFOR sei daher dort auch nicht einmarschiert. Für die Serben im Nordkosovo seien das noch mehr Gründe, die Regierung in Prishtina (Pristina) abzulehnen. (APA, 8.9.2012)

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Die "Nord-Frage"

hat sich aber auch nur wegen der "Kosovo-Frage" ergeben. Hätte man das Gebilde Kosovo nicht als Pseudostaat geschaffen, würde es auch die "Nord-Frage" nicht geben.

Zynisch betrachtet wäre es am besten, wenn es die restlichen Nichtalbaner am Kosovo nicht mehr gäbe.

Komisch, plötzlich macht die Gewalt gegen die Minderheiten im Kosovo Sinn...

Es würde evtl. so einiges erklären, wenn wir wüssten, was Sie alles in Ihrem Burek haben :)

Um Gottes Willen!! Es ist doch schon sehr erstaunlich, welche Vermutungen Sie an den Tag legen.

"Die Serben müssen ja allesamt um Ihr Leben fürchten"

Wenn Sie ernstgenommen werden wollen, verbreiten Sie nicht solche durchschaubaren Unwahrheiten!!

mit DEM GLEICHEN argument

mit dem das mehrheitlich nichtserbische Kosovo seine Unabhängigkeit bekam
=>
muß auch Nordkosovo seine Unabhängigkeit bekommen

alles andere ist ein Witz

Warum sollten die Serben auf ihre historische Heimat verzichten, nur wegen einem an sich wenig bedeutenden Teil im Norden Kosovos? Das wäre als würde man den Israelis vorschlagen auf Jerusalem zu verzichten für einen Acker irgendwo auf den Golanhöhen.. Dass die Serben im Norden Kosovos nicht unter der Knute Pristinas leben wollen ist verständlich, aber das Ziel ist die Reintegration Kosovos in das serbische Staatsgebiet. Eine Teilung dagegen zementiert nur die Abspaltung Kosovos.

Sie sprechen ständig von Krieg.

Wer die Reintegration des Kosovo in das serbische Staatsgebilde fordert, fordert eventualvorsätzlich KRIEG.
-
Es gibt KEINE Reintegration des Kosovo in Serbien. Es gibt eine Integration des albanischen Kosovo in Albanien. :-) Ganz ohne Krieg. Werden Sie sehen, Drago-.

aus gegebenem Anlass drängt sich hier wieder mal der alte Spruch vom Hinken & Vergleichen auf

solang die Grindlagen nicht gleich bzw. wenigstens wesensähnlich sind, kann ein Vergleich nur in die Irre führen.

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/... sovo9.html

"Woher kommen diese Albaner eigentlich?", fragte Otto von Bismarck auf der Berliner Balkankonferenz 1878. "Wir sind eine kleine Fliege, die der ganzen Welt den Magen umdrehen wird", antwortete der türkisch-albanische Diplomat Abdullah Fraseri.

finde das passt zu dir:

Argumentation mittels über 100 Jahre alten Verweisen. ähnlich gestrig argumentierst du ja in Bezug auf das ganze YU, immer rückwärtsgewandt, amselfeldernd, vergangene Ideologien & Denkweisen glorifizierend. Du wirfst den Albanern in typ. serbisch-präpotenter, patronisierender Form Rückständig vir, dabei trägst du selbige wie der Kaiser seine neuen Kleider stolz spazieren und merkst ganz offensichtlich nicht wie sehr du dich in aller Öffentlichkeit der Peinlichkeit preisgibst. Eigentlich ein gefundenes Fressen für Karikaturisten ;-) nimms mir nicht übel mein Freund, ich find dich ja irgendwie ganz putzig..:-)

lieber surehand

ich weiss ja das sie bei mir gerne unter die gürtellinie fauchen, wieso soll ich ihnen etwas übel nehmen .... sie könnens ja nicht besser.
was die von albanern bewohnten gebiete angeht .... die werden auch die nächsten 200 jahre subventionsfälle bleiben. nicht weil ich das will , sondern weil die albaner das so wollen.
(p.s. was ist eigendlich mit ihrem alten nick passiert?)

Der erste Satz ist ja lustig, aber der Rest ist ulkig.

ihr seids fad

Dieser Norden muss gelöst werden

jawollll herr gewener vize br

ich denke auch, die österreichische aussenpolitik sollte sich tunlichst an die weisungen der herrn kriegs-- sorry friedensprofessionalisten halten

solche problemerln wie den kosovo lösen wir doch mit dem LHINTEN

leider haben die USA und das NATO..

... sich nicht wirklich mit der Problematik auseinander gesetzt.
Es war im vornhinein klar dass Serbien unabhängiges Kosovo nicht akzeptieren wird. Man hat sich wahrscheinlich gedacht: "Gib denen ein wenig EU-Annäherung und die werden sich schon damit abfinden."

Leider ist es nicht so, und die Situation mit der einseitigen Unabhängikeitserklärung der Albana im Kosovo haben sie nur das Öl ins Feuer gegosen.
Wie es enden wird, wird uns die Zukunft sagen, aber sowohl Serben auch Albaner, sind übrigens wie alle Völker am Balkan, sehr von Nationalismus und Nationalstolz geleitet... könnte sich ewig in die länge ziehen und die ganze Region wieder ins Chaos stürzen.

leider haben die USA und das NATO.. ... sich nicht wirklich mit der Problematik auseinander gesetzt.

natürlich haben sie.

deshalb haben sie es auch genau so gemacht.

falsch

Hätten sie es sich genauer angeschaut und sich die Mühe gemacht die Geschichte der Region, ohne Österreichische voreingenomennen "Fachkreise", hätte man sich einiges ersparen können und jetzt hätten wir wahrscheinlich viel friedvolleren Balkan.
Die USA haben die Gelegenheit genutz die EU zu Polarisieren, teile und herrsche, und die Dummköpfe in der EU sind breitwillig in die Falle getappt.

und wenn das ziel eben kein friedvoller und stabiler balkan war?

im übrigen geben sie hierzu gleich selber die antwort.

"Die USA haben die Gelegenheit genutz die EU zu Polarisieren, teile und herrsche, und die Dummköpfe in der EU sind breitwillig in die Falle getappt."

somit widerlegen sie ihre obige these wie usa, nato etc. hätten sich nicht mit der problematik auseinandergesetzt.

ps: um die geschichte des balkans geht es in meinem posting gar nicht.

Es kann niemals einen Frieden geben, wenn die serbischen Mörder immernoch frei herumgelaufen wären und über ihre Opfer gespottet hätten.

Also verabschieden Sie sich von der Utopie, dass die Kosovaren sich von Belgrad kommandieren lassen.

Die größten Dummköpfe sind die serbischen Politiker gewesen, allen voran Milosevic - der hat tausende Warnungen der Nato, über einen möglichen Angriff auf Belgrad völlig ignoriert und weiterhin die Albaner getötet, vertrieben, vergewaltigt.

Ich weiß nicht, wie oft alleine Herr Holbrooke in Belgrad bei Milo war, um ihn inständig zu bitten, mit dem Morden aufzuhören, denn ansonsten kommen die Bomben!!

Die Serben sollten endlich für die Fehler gerade stehen und sich nicht jammernd hinter einer "pseudo-unfairen-Behandlung" verstecken.

so wie belgrad über pristina herrschen wird, genau so wird pristina über den norden kosovos herrschen?

"Es kann niemals einen Frieden geben, wenn die serbischen Mörder immernoch frei herumgelaufen wären und über ihre Opfer gespottet hätten."

In Den Haag sind mehr Serben interniert als irgend eine andere Volksgruppe. Und Ihnen dürfte nicht entgangen sein, dass diverse Naser Orics und UCK-Konsorten sich frei bewegen.

Von einer Frieden à la Deutschland-Frankreich ist man am Balkan weit entfernt. Andererseits: Teile und herrsche...

Nachtrag...

... erst wenn die EU eigene Politik einführt, aufhört den USA nachzueifern und sich endlich geeint hat, kann dann auch am Balkan frieden herrschen.
Bis dahin wird diese von den USA genutzt um eigene hägemoniale Ziele zu verfolgen.

Si gehören wohl auch zu jenen Unbelehrbaren,

die die Gründe für die jugoslawischen Kriege & Sezessionen ausserhalb YU's sehen...? Beste kommunistische Manier, ausden lauert der Feind...

Hier ein Bericht über Brigadier und Freundelwirtschaft

http://derstandard.at/126654153... Kommandant

Und hier ein Unterschriebene Ausendung von Brigadier Luif, wo er überwachung von österreichische Staatsgrenze soga breitwillig eine zeitlang
de-facto solchen Jäger wie Mensdorff-Pouilly überlässt,wen diese Mafiosi,Geselschaftjagten
(Pardon=Eurofeighter-Tango Korupti Lobbyismus) organisieren.

http://www.bljv.at/infoblaet... esheer.htm

Und diese Korupti spricht über Kosovo Koruption und sicherung von irgenwelchen grenzen
pfui Teufel !
Össi-Brigadier bitte GOOOOO HOOOOME ! endlich
Free Serbien !

Tja, ist eben Pech ...

... meine liebe NATO und EU. Zuerst brockt ihr den ganzen Scheiß im Jahr 1999 ein und jetzt wisst ihr nicht mehr weiter. Ist immer so, wenn die NATO die Finger im Spiel hat - zuerst wirft man Bomben und das Ergebnis interessiert dann nicht mehr.

Bis natürlich auf eines: Frau Albright war grad kräftig auf Einkaufstour im Kosovo*. Und sie ist nicht die einzige aus den USA. Kolonialismus 2.0

Viel Bla-Bla, wie immer...

Der "ganze Scheiss" begann nicht 1999 - sondern 1912 - als das Kosovo, mehrheitlich von Albanern bewohnt, nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches, Teil Serbiens wurde. Schon damals gab es kluge Leute, welche vor den Risiken warnten. Cubrilovic in Schrift und Milosevic in Aktion bewiesen es. 1999 war nur ein Anfang in Richtung Wiedergutmachung. Das Gebiet des Kosovo - so wie wir es heute kennen - hat zu keiner Zeit in der Geschichte mehr Serben beherbergt als Albaner. Die Mehrheit der Serben lebte stets dort, wo sie auch heute lebt. Das wissen wir. Kosovo war, ist und wird albanisch bleiben. Das konnte weder Cubrilovic, noch Milosevic ändern. Das werden auch Sie nicht ändern.

Wiedergutmachung?

Sag mal, was laberst du für einen Müll. Wiedergutmachung? Mit tausenden Toten (auf beiden Seiten), hunderttausenden vertriebenen Serben! Ein Land durch und durch korrupt!

Wenn das Wiedergutmachung ist, frage ich mich, was Krieg ist.

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