USA und China beanspruchen Führungsrolle im Asien-Pazifik-Raum

Auch Russland will eine dominantere Rolle einnehmen

Wladiwostok - Die Konkurrenz Chinas mit den USA im Pazifikraum verschärft sich. Beide Staaten unterstrichen am Samstag beim APEC-Wirtschaftsforum nahe der ostrussischen Stadt Wladiwostok ihren Führungsanspruch in der wirtschaftlich aufstrebenden Region. Doch auch Gastgeber Russland will eine dominantere Rolle einnehmen.

Die 21 APEC-Mitglieder betonten erneut ihre Sorge über die Eurokrise. Die Probleme seien auch eine Wachstumsbremse für den asiatisch-pazifischen Raum, sagte Kremlchef Wladimir Putin. Russland habe schon deshalb Interesse an einer Sanierung der Staatsfinanzen in der Europäischen Union, weil es die Hälfte seines Warenaustausches mit den EU-Staaten abwickele.

Das Riesenreich hält zudem 40 Prozent seiner Währungsreserven in Euro. Putin hatte am Vortag eine Führungsrolle Russlands in der APEC beansprucht.

Die USA wollten am Ausbau ihres Engagements in der Region festhalten, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton bei dem Treffen auf der Pazifikinsel Russki. "Ein Großteil der Geschichte wird im 21. Jahrhundert in Asien geschrieben."

Die USA wollten in der Wachstumsregion zur Schaffung "einer stabilen Ordnung" beitragen, betonte die Ministerin. Washington will im Pazifikraum mehr Flagge zeigen, um dem wachsenden Einfluss Pekings zu begegnen. Die Pläne hatten bei Clintons China-Besuch vor Tagen zu Spannungen geführt.

"Lokomotive für den Fortschritt"

Auch China unterstrich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wolle eine "Lokomotive für den Fortschritt" in der aufstrebenden Region bleiben. Das Reich der Mitte wolle trotz einer Abschwächung des Wachstums seine Rolle als ein globaler Konjunkturmotor behaupten, sagte Staatschef Hu Jintao. Er räumte ein, dass in China ein Wachstum von 9,2 Prozent wie im vergangenen Jahr schwer zu übertreffen sei.

Vor allem die Exportwirtschaft sei "unter Druck", sagte Hu. Zudem gebe es Probleme bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. China werde mit Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur gegensteuern. Peking wolle die Binnennachfrage ankurbeln und die Wirtschaft so ausrichten, dass sie weniger exportabhängig sei, unterstrich er.

US-Außenministerin Clinton sprach am Rande der APEC-Konferenz mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow auch über den Syrienkonflikt. Die UNO-Vetomächte Russland und China hatten im Weltsicherheitsrat wiederholt Resolutionen gegen das Regime in Damaskus blockiert.

Lawrow kritisierte nach dem Treffen die geplante Bildung einer Übergangsregierung durch die Opposition in Damaskus scharf. Der "konfrontative Schritt" trage nicht zur Lösung bei. Zugleich sprach sich Lawrow für ein Treffen aller Oppositionskräfte in Damaskus aus. Dabei sollten sich die Gegner von Präsident Bashar al-Assad auf eine Position einigen. Clinton hatte für mehr Druck auf Moskaus engen Partner Assad geworben. (APA, 8.9.2012)

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Die USA wollten in der Wachstumsregion zur Schaffung "einer stabilen Ordnung" beitragen, betonte die Ministerin.

Wenn man sich ansieht wie die USA in der Vergangenheit in anderen Ländern "Ordnung schafften" kann man das nur für eine gefährliche Drohung halten. Gibts schon neue CIA-Einsatzpläne?

so wie in japan

oder oesterrei h meinens?

Nein, eher so wie in Südamerika oder dem Iran.

führungsrolle bedeutet doch nichts anderes als andere nationen bevormunden wollen...

liebe usa, russalnd und china: lassts das, mir reichts schon wenn mich hr. strache bevormunden will, wenn er wieder einmal davon redet, was "die österreicher" wollen

irrerührung...

china beansprucht keine führungsrolle im "asien-pazifikraum" sonmdern ist und war schon immer das zentrum asiens, das größte land asiens, das bevölkerungsreichste land asiens und heute (wieder) das wirtschaftlich stärkste land asiens. das war schon immer so, das war schon so, da konnten die europäer noch nicht mal schreiben. die usa hingegen können sich an ihren teil des pazifiks halten, an den amerikanischen teil es pazifiks und meinetwegen auch an den annektierten und kolonalisierten inseln von hawai. aber die usa haben in asien nichts zu suchen! sind doch keine asiaten!

Uh, Arrgoganz gepaart mit historischen Unwissen. Die Chinesische Reichseinigung fand etwa zur Zeit statt als die Römer sich mit den Karthagern prügelten (und die konnten schon gut schreiben, die Römer!).
Selbst wenn man Zhou Zeit dazu zählt, war das etwa 500 Jahre nachdem die ersten Europäer schreiben konnten.
Mit solche Formulierungen entwertet man nur seine eigene Position und schädigt die andern echten Argumente!

indien

habens leider vergessen, sonst nettes gschichterl

Fast zum Lachen

Wie kommen diese Polit-Clowns überhaupt auf die Idee, einen Führungsanspruch über diesen gigantischen Raum anzumelden? Derartige Allmachtsfantasien finden sich gelegentlich bei Kindern und Geistesgestörten. Und was würden die Herrschaften mit ihrer Führung bewirken wollen? Einen Garten Eden errichten? In diesem Fall empfehle ich, die bereits existierende Macht auszunutzen, um im bisherigen Beritt das Paradies auf Erden ausbrechen zu lassen. Dann können wir weiterreden.

Die Formulierungen,die Sie richtig kritisieren, sind Formulierungen des Journalisten. China, ein asiatischer Staat, hat keinen 'Führungsanspruch' angemeldet. Die USA, ein amerikanischer Staat, mischt sich auch in Asien ein, um ihre Vorherrschaft aufrechtzuerhalten.

abwarten

derzeit beschränkt sich china auf inseln der nachbarländer und auf Taiwan.

der härtetest kommt erst.

ein paar jahre weiterer wirtschaftl. aufstieg, dazu stete Steigerungen des Rüstungetats und in mittelfristiger zukunft ein einbruch der bis jetzt kontinuierlich guten wirtschaftsdaten und wir werden sehen ob chinas führung nicht doch ihre ansprüche in der welt steigern wird.

derzeit fährt china ganz gut - wächst jährlich und leistet sich keine kostspieligen auslandsabenteuer wie der selbsternannte weltpolizist usa.

abwarten und viel tee trinken.

ich hoff china und usa finden in mittelfristiger zukunft einen friedlichen, kooperativen, gemeinsamen Weg.

Die EU muss sich endlich von den USA loslösen.

Es ist fürchterlich das beständig das Goldman sucks Netzwerk bestimmen kann was in der EU geschieht.

Dumme Propaganda die mit der Realität nichts zu tun hat. Europa ist sein eigener Bremsklotz, der Schuldenwahn machts möglich.

wenn da so waere

dann muesste die USA und Japan schon laengst extrem tot sein.

Wir basteln am nächsten Weltkrieg.

In zwei Jahren ist Jubiläum! 100 Jahre depperter Nationalismus, Imperialismus und einseitige Hegemonialinteressen und nichts begriffen.

und genau wozu?

Wenn China und die USA eine ernsthafte konfrontation haben, dann schadet das in erster Linie China und den USA. Sicher die Amis sind manchmal nicht besonders intelligent (und vermutlich die Militaerschaedel in Beijing ebenfalls), allerdings SOO bloed koennens nicht sein.

quizfrage

welches dieser länder liegt nicht in asien:

a) russland
b) china
c) usa

Oben steht aber Asien-Pazifik-Raum..

Da liegt auch Guam, also kaufen Sie sich einen Atlas.

alle drei. schau mal auf einen atlas

China und Russland liegen nicht in Asien? Bitte einen Atlas der Erde nehmen und nicht einen vom Mond oder Mars.

alles drei liegen im asien pazifik raum und das meinte ich auch. das gefällt einigen anscheinend nicht.

Vorsicht: Hawaii ;-)

Naja. Dann kann man sagen, die Falklandinseln gehören zu den UK. Und Südamerika zu Frankreich wegen fr. Guyana. Und und und.

Und Kuba gehört den USA wegen Guantanamo Bay.

Satelliteninselchen machen nicht ein grosses Land aus.

na da waer ich vorsichtig ...

den so wie Sie argumentieren ist China im klaren Unrecht was den Streit um das Suedchinesische Meer anlangt.

Guam is noch naeher zu Asien

Das Festland der USA ist aber 10000 Milen fern von Asien.

Da muss ich Ihnen widersprechen: Der geringste Abstand

zwischen US-Festland und Asien beträgt ca 100 km (Beringstraße).

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