Burgstaller kramt Sozialjahr-Idee hervor

8. September 2012, 12:10

Idee fand sich bereits 2007 im Koalitionsabkommen

Wien - In der Diskussion um ihr Modell für Studiengebühren hat die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) in der "Tiroler Tageszeitung" (Samstagsausgabe) auch eine alte Idee wieder hervorgekramt - die eines Sozialjahres anstelle von Studiengebühren. 2007 war dieses Thema im rot-schwarzen Koalitionsabkommen unter Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) eifrig diskutiert worden, zur Umsetzung in dieser Form kam es dann aber nicht.

Sollte bei der Volksbefragung im Jänner 2013 die Wehrpflicht fallen, könnte sich die Salzburger Landeshauptfrau nun eine Rückkehr zu dieser Idee vorstellen. "Sollte es nach einem Ende der Wehrpflicht ein Sozialjahr geben, so könnte ich mir vorstellen, dass Frauen und Männer von den Studiengebühren dann befreit werden, wenn sie ein Sozialjahr verrichten. Oder man bekommt Zusatzpunkte für das Sozialjahr. Wer etwa beim Roten Kreuz seinen Dienst verrichtet, sollte bei der Aufnahmeprüfung für ein Medizinstudium Punkte gutgeschrieben bekommen", so Burgstaller zu der Zeitung. (APA, 8.9.2012)

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BRUUUUHAHAHHAHAAHA...

"Wer etwa beim Roten Kreuz seinen Dienst verrichtet, sollte bei der Aufnahmeprüfung für ein Medizinstudium Punkte gutgeschrieben bekommen"

Klar... das qualifiziert einen ja auch mörderisch (Achtung! Wortwitz!) zum Medizinstudium... So einen Schwachsinn hab ich schon lang nicht mehr gehört, nicht mal von da Gabi...

VOr der Wahl: Faymann erinnert an Kreisky. Schülerfreifahrt, ... UND auch er will keine Studiengebühren
http://www.youtube.com/watch?v=QeczprFx07g

und auch Rudas sagte erst unlängst:
http://t.co/XMtGOmrY

Überzeugt mich nicht. Reiche Eltern zahlen ihren Kindern dann einfach die Studiengebühren während Andere ein Jahr unfreiwillig arbeiten müssen um studieren zu können!

arbeiten müssen?!

jeder selbst schuld, der arbeitet... ich weiß nicht, wieviel man als zivi verdient, aber ich geh jetzt mal von (hohen) 700€ aus... mal 12 versteht sich - urlaubs und weihnachtsgeld würde ich da keines ausbezahlen = 8.400€ in einem Jahr...
Als Akademiker verdient man besser... gehen wir jetzt von gemäßigten 1400€ netto aus (mal 14) = 19.600€

mathematisch kostet mich ein Jahr Verzögerung also 11.200€ oder anders ausgedrückt: die Studiengebühr für 15(!) Jahre - und da sind Arbeitspraxis, Pensionsjahre, etc. nicht eingerechnet...

Ich geb dir vollkommen Recht, aber wenn man sich gerade keine Studiengebühren leisten kann? Man müsste z.B. einen Kredit aufnehmen und hat damit wieder einen Nachteil gegenüber "den Reichen"..

Die Sache mit dem Sozialdienst war ja nur eine Falle der Politik und die Studenten sind Greenhorn-mässig darauf reingefallen.

Burgstaller war vermutlich aud Chinareise, von wo sie derartige Ideen nirgrachte.
http://derstandard.at/134516656... -gezwungen

Brilliant!

mehr fällt mir dazu nicht ein.

passt zum werner

keine cojones - lieber ein opfer vorschicken um von seiner eigenen unfähigkeit abzulenken - da war ja der mascherlkönig noch ein stratege dagegen :(

Penetzdorf/Niederthalheim in OÖ heißt der tiefschwarze
Geburtsort der Landeshauptfrau. Von dort ist noch nie ein Sozi gekommen. Bis heute nicht.

Stimmt, Burgstaller stammt auch von einem Schwarzen Elternhaus, ihr Bruder ist lange im Gemeinderat für die ÖVP gesessen.

die "rote Gabi" muss also schon in der "Haus-und Hofberichterstattung

der Tiroler Schwarzen" ihre Interviews geben. Interessant irgendwie:-((

Ideologisch steht sie denen ja auch viel näher als der Partei, deren Salzburger Obfrau sie ist.

Ja, das hat aber auch dazu beigetragen, dass sie bei der Landtagswahl 2004 so äußerst erfolgreich war.

...was mich nicht widerlegt.

Einfach nur noch peinlich. Müssen Menschen, die studieren wollen, jetzt dafür noch Arbeitsdienst leisten?

Gabi Burgstaller als oberösterreichisches Bauernkind ist selber Nutznießerin der bildungsöffnenden Fortschritte der Kreisky-Ära samt Gratisstudium . Sie wäre nicht dort wo und das was sie ist ohne die damalige sozialistische Bildungspolitik, deren Nutznießerin sie zwar ist - die sie aber nicht verstanden hat. Inzwischen ist sie SPÖ-Spitzenpolitikerin, bei ihrem Ehrgeiz hätte sie es ohne die Kreisky-Politik vermutlich zur Bezirksbauernsprecherin des ÖVP-Bauernbundes gebracht. Mir tut diese Frau weh.

kann das sein das die Burgstaller keine Lust mehr hat und jetzt so lange unqualifizierte Meldungen von sich gibt bis sie abgewählt wird?

Die diversen aus der SPÖ kommenden Vorschläge zum Thema Bundesheer/Zivildienst haben eines gemeinsam:
sie sind eine Schande für diese Partei.
Wenn schon Abschaffung des Bundesheeres, dann doch keine Aufrechnung mit unfreiwilligem, halbzwangsfreiwilligem oder "freiwilligen" Sozialdiensten.
Ebensowenig politische Lauterkeit beinhaltet die Verknüpfung mit dem Studiengebühren-Thema: das heisst doch: wer reich ist, braucht nicht zwangszuarbeiten, wer bzw. dessen Eltern es nicht sind, muss schon. Mir tut diese völlige ideologische Aushöhlung der Sozialdemokratie und ihrer peinlichen aktuellen Repräsentanten weh.

Mausetot!

Was erwarten Sie sich noch von einer Sozialdemokratie? Diese Ideale, die Ihnen vorschweben wurden schon mit Parteivorsitz Vranitzkys beerdigt und von keinem höheren Funktionär mehr vertreten. Die SPÖ ist genauso neoliberal wie ÖVP und FPÖ. Sie profitiert nur noch von antiquierten Vorurteilen ihrer (schwindenden) Wählerschaft.

Kanns sein das die Frau in letzter Zeit zuviel kifft?

beati pauperes spiritu

man muss nur ein wenig an burgstallers sozialdemokratischer firniß kratzen dann lacht uns auch schon die raktionärin an

Sie wurde ja auch in schwärzestem Bauerntum konditioniert.
Die Kreisky Politik mit Gratisstudium hat Burgstaller zwar aus diesem dumpfen Milieu rausgeholt - Sie aber hat ihre Jugendkonditionierung ins durch die SPÖ erreichte Amt miteingeschleppt.

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