Deutschland nicht glänzend, aber sicher

  • Mit allem Möglichen stemmten sich die Färinger Deutschland entgegen (Hallur Hansson vs Thomas Müller).
    vergrößern 500x334
    foto: dapd/augstein

    Mit allem Möglichen stemmten sich die Färinger Deutschland entgegen (Hallur Hansson vs Thomas Müller).

3:0 zum Quali-Auftakt gegen wackere Färinger - tatsächlich der bisher höchste DFB-Erfolg gegen die Außenseiter von den Inseln

Hannover - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit dem 500. Sieg ihrer Länderspiel-Geschichte in die Qualifikationsrunde für die WM 2014 in Brasilien gestartet. Mit 3:0 (1:0) gegen die Färöer gewann das Team von Joachim Löw vor 32.769 Zuschauern in Hannover. Die Tore gegen den 154. der Weltrangliste erzielten der Dortmunder Mario Götze (28.) und Mesut Özil von Real Madrid (54. und 71.).

In der ersten Halbzeit ließen die Deutschen noch eine Vielzahl an Chancen aus oder scheiterten am hervorragenden Keeper Gunnar Nielsen. Der dritte Mann von Manchester City musste sich lediglich Mario Götze geschlagen geben, der nach einem Solo-Lauf in der 28. Minute erfolgreich war - ein probates Mittel gegen die so massiv wie konzentriert verteidigenden Insulaner. Bei gelegentlichen Konterversuchen der Färinger sah man Abstimmungsprobleme in der neuformierten deutschen Abwehr.

Löw musste im ersten Pflichtspiel seit dem Halbfinal-Aus bei der EM gegen Italien (1:2) auf den verletzten Linksverteidiger Marcel Schmelzer verzichten. Der Dortmunder hatte sich im Abschlusstraining eine Prellung am linken Fuß zugezogen. Für ihn rückte Innenverteidiger Per Mertesacker vom FC Arsenal in die Startelf. Holger Badstuber von Bayern München übernahm die Position auf der linken Seite.

In der 54. Minute erzielte Mesut Özil aus einem Konter nach einem Corner der Färöer mit einem Volley nach Flanke von Thomas Müller das 2:0 und wischte damit endgültig alle Zweifel über einen Erfolg vom Tisch. 18 Minuten später sah Marcel Kollers Assistent Thomas Janeschitz, wie Özil Keeper Nielsen mit einem Schuss zwischen die Beine noch einmal bezwang.

Die Färöer wehrten sich bis zum Schluss tapfer gegen eine höhere Niederlage und spielten das eine oder andere Mal auch frech nach vorne - so etwa in der 82. Minute, als bei einem Distanzschuss von Christian Holst beinahe der Ehrentreffer gelungen wäre.

"Es war von Beginn an zu sehen, dass wir auf Tore ausgehen. Es ist jedoch unser Problem, dass wir derzeit viele Chancen auslassen. Nicht nur in diesem Spiel haben wir zu viele Möglichkeiten benötigt, um Tore zu erzielen. Die Färöer waren nicht der spielerische Maßstab für die anderen Gegner, gegen die wir in der Gruppe spielen müssen", resümierte Coach Löw nach seinem 85. Spiel auf der Bank des Nationalteams.

"Wir wussten, was auf uns zukommt. Die Färöer haben tief verteidigt. Zudem haben wir die eine oder andere Torchance ausgelassen - wie auch schon in den letzten Spielen. Wichtig war, dass wir uns keine Blöße gegeben haben. In Österreich wartet ein weitaus härterer Brocken", meinte Müller und Torschütze Götze ergänzte: "Der Gegner stand sehr gut geordnet, es war schwer für uns. Das erste und zweite Tor hat uns gut getan. Wir hätten in einigen Situationen konsequenter sein müssen." (sid/red, 7.9. 2012)

Share if you care