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In Ägyptens Gazetten und an den Kaffeehaustischen steht eine neue Wortschöpfung hoch im Kurs: "Ikhwana". Die Übersetzung müsste etwa "Muslimbrüderisierung" lauten. Gemeint ist das Bestreben der Muslimbrüder, der ägyptischen Gesellschaft ihren Stempel aufzudrücken. In den letzten Tagen war "Ikhwana" vor allem im Zusammenhang mit einer ganzen Reihe von Ernennungen in staatliche Schlüsselpositionen durch Präsident Mohammed Morsi - der am Donnerstag vor Studenten den zivilen Charakter Ägyptens betonte - ein heiß diskutiertes Thema.
Von den 27 mächtigen Gouverneuren hat Morsi zehn ausgewechselt. Dabei hat er vier Posten neu mit Führungsfiguren der Muslimbrüder besetzt sowie drei mit Richtern und Universitätsprofessoren.
Beibehalten hat er die Tradition des Mubarak-Regimes, an die Spitze der drei Grenzprovinzen Nord-Sinai, Suez und Rotes Meer Militär- oder Polizeigeneräle zu setzen. Was den Analysten Mustafa Kamel al-Sayad in der lokalen Presse zur Bemerkung veranlasste, dass die Besetzung der Posten nach dem genau gleichen Muster vorgenommen wurde wie unter Hosni Mubarak - und vor allem nicht auf der Basis von beruflichem Hintergrund, Kompetenz und der lokalen Entwicklung.
Auch im Menschenrechtsrat und dem Presserat werden künftig prominente Mitglieder der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit der Muslimbrüder vertreten sein. Ihr Anteil liegt jeweils zwischen zehn und 20 Prozent. Angefangen bei der Regierungsbildung haben aber auch immer wieder prominente Persönlichkeiten Nominierungen ausgeschlagen, um ein Zeichen gegen die "Ikhwana" zu setzen. Der Journalist Salah Eissa etwa, ein langjähriger Kämpfer für eine freie Presse, wollte im Presserat nicht mitmachen, weil alle ausgeschlossen worden seien, die sich den Muslimbrüdern widersetzten.
Der Direktor des Kairoer Instituts für Menschenrechtsstudien, Bahey al-Din Hassan, kritisierte die neue Zusammensetzung des Nationalen Rates für Menschenrechte als die schlimmste seit seiner Gründung 2003, weil kaum Juristen darunter seien. Die Mehrheit der Mitglieder hätten weder einen Bezug noch Wissen zum Thema Menschenrechte. Politische Fragen sind weiter wichtiger als Kompetenz, kritisieren die Kommentaroren. (Astrid Frefel aus Kairo /DER STANDARD, 8.9.2012)
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Freuen wir uns, dass die Muslimbrueder den Islam so direkt umsetzen. Genau das hatten wir ja geplant; genau das war vorauszusehen; genau das ist eingetreten.
Also lasset uns freuen. Nur schade dass die Christen dort leiden. Das macht aber nichts, denn die damalige helle Freude den Mubarak zu stuerzen kompensiert uns ja. Die Christen werden das in einigen Jahren auch so sehen. Da muessen sie durch. Da kommt Freude auf.
aber langfristig verfolgen sie natürlich ihre Agenda, und die lautet Revolution gegen den Imperialismus und Wiederherstellung des Kalifats, natürlich unter Schirmherrschaft der Muslimbrüder.
Allerdings halte ich die ganzen Anti- Islam- Kommentare für überflüssig. Mursi wurde - knapp - gewählt, die Wahlen waren relativ transparent.
Und Mubarak mag zwar aus westlicher Sicht - und aus Sicht der Christen in Ägypten - ein Garant für Stabilität und gegen den "Islamusmus" gewesen sein,
aber er wirtschaftete das Land auch derart herunter, dass die Leute mancherorts schon vor der Rev. sich ums Brot prügelten
und ließ den Mittelstand durch die willfährige Liberalisierung der Wirtschaft ausbluten.
Das ist Tatsache!
sollte man die Muslimbrüder, die einst Sadat umgelegt haben, auch richtig einnorden im Hinblick auf Syrien. Warum befetzt Mursi das Assad-Regime? Weil seine Muslimbrüder vom Vater gemetzelt worden waren. Deren Nachkommen bilden zusammen mit den Dschihadisten und Salafisten und nicht vergessen - den Al Quaiden, die sogenannte Rebellenarmee, die von Saudiarabien mit Waffen und Geld ausgerüstet wird. Mursi erfreute sich immer der Unterstützung der Saudis. Es fällt ihm nicht schwer die Politik der saudischen Musterdemokraten auch in Ägypten zu realisieren... Und die USA und die EU applaudieren. Erbärmlich.
und um nicht alle aufzuscheuchen geht der gewiefte moslembruder den weg der kleinen schritte, denn dann wird es kein aufheulen geben.
Das ist islampolitik der kleinen schlueckchen. Und bis es der westlichen welt klar wird, was da wirklich gelaufen ist, wird es schon zu spaet sein und dieses herrliche land im chaos der fruehmittelalterlichen religionsdecke ersticken.
Weltliche diktatoren kann man los werden, aber leider keine religioesen.
Haben uns die GCC-Staaten gedroht den Ölhahn abzudrehen wenn wir bei dieser radikalsunnitischen Islamisierung nicht mitmachen? Gaddafi war ein sozialromantischer Spinner, Ben Ali ein korrupter aber relativ säkularer Sack, Mubarak ein Autokrat aber ebenfalls ein Garant gegen den Islamismus saudischer Prägung. Wer jemals in Saudi war, weiß wie schrecklich so eine Islamdiktatur ist. Dagegen ist der Iran ein moderner säkularer und liberaler Staat.
"Warum der Westen bei der Islamisierung mitspielt" - Feigheit, Opportunismus, die Denkverbote seitens der Linken Multikulturalisten, die niemals zugeben werden, in welches Unheil sie uns manöveriert haben, gewissenlose Wirtschaftsinteressen, die nur an erpressbarem Proletariat interessiert sind und an keinerlei kulturellen und geistigen Fragen, völlig abwegig-blauäugige Linksgrünkatholik- und protestantInnen....Das war jetzt ein Gemisch aus eigenen Gedanken und denen des Autors.
Das passiert, wenn man gutmenschlichem Journalistengeschwafel der Marke Harrer aufgesessen ist.
Dann entpuppen sich die ehemals guten plötzlich als die schlechtere Lösung.
Mir fehlt an dem Artikel und der gesamten Berichterstattung, wofür die Muslimbrüder stehen. Es wird doch ein schriftliches Programm geben, einen Forderungskatalog, Zeitungskommentare von deren VertreterInnen. Wo ist der Herr Karim el Gawhari? Ich stell mir einfach vor, die Muslimbrüder wollen die Gesellschaft nach den Gesetzen des Koran und dem vorbildlichen Leben des Propheten Mohammed gestalten. Wer weiß was dazu? Ist der Islam der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich ein anderer oder eh derselbe von der Al Ahzar Universität in Kairo. Dort sitzen doch die führenden Gelehrten und die geben schriftlich Auskunft.
Lieber Arbeiter,
ich bestreite keinesfalls die, für die damalige Zeit, vortschrittlichen Gedanken Mohammed "al rasul"´s.
Doch kann es keinesfalls angehen, daß in unserer heutigen (aufgeklärten?) Zeit Menschen anderer Religionen sich religiös geprägten Gesetzen einer anderen Religion beugen müssen.
Wenn also z.B. islamische Frauen von ihrer Religion diktiert einKopftuch tragen, so soll es sein.
Wenn aber z.B. Christinnen ebenfalls dazu gezwungen werden, so ist dies ein Diktat, welches nicht hinnehmbar ist.
Deshalb ist die einzige Lösung ein sekulärer Staat. Die Religionsausübung ist jedem Individium selbst überlassen.
Pepi Berger
man wird zwar wüst beschimpft, wenn man das feststellt, aber dank Geburtenrate und Einwanderung (Familiennachzug) wächts die islamische Gesellschaft stark und schrumpft die Einheimische im Gegenzug. Da wir eine Demokratie sind und niemand es wagen würde, die eigene Lebensweise zu verteidigen, gehen wir in Richtung Islam. Wobei die "eigene Lebensweise" in der seit 40 Jahren gepflogenen Art ja in die Auslöschung führt.
die Bibel (AT+NT). Was mann daraus ableiten kann hat eine nicht unerhebliche Bandbreite. Beim Islam reicht das Spektrum vom Sufismus über Alevismus bis hin zu Wahabismus (die extremste Ausprägung des Islam). Die Muslimbrüder vertreten einen strengen Islam sunnitischer Prägung so auf dem Halben Weg zum Wahabismus. Die Aleviten sind eine Weiterentwicklung der Schiiten.
authentische schriftliche Worte von den diversen Islamvertretern selbst. Da kommt aber kaum was. In diese Richtung müssten intelligente Medien und Politiker arbeiten. Konkret und beharrlich fragen und auf Antworten bestehen.
Wer die "Ikhwani" kennt, weiss was sie vorhaben. Sie verhalten sich, noch, gemäßigt. Aber das wird anders werden. Dieser "Verein" ist für sein kriegstreiberisches Verhalten ausreichend bekannt. In Pakistan, Afghanistan u.a. Ländern finanzieren sie den Radikalismus.
Es wird ein neuer blutiger Bürgerkrieg werden, wenn diese falschen Propheten, nach verheerenden Wirtschaftsdaten und blutiger Innenansicht, wieder hinweggefegt werden müssen, vom Agyptischen Volk selbst. DA müssen sie jetzt durch, leider.
Es geht hier um Ägypten und die haben ihren "Diktator" verjagt.
Was dabei rausgekommen ist sehen wir ja jetzt.
Da wird es bald zugehen wie in Saudiarabien.
Aber trollen sie ruhig weiter weitab vom Thema.
es sind ebene keine dikatatoren sondern die werden gewaehlt. auch bei wahlbetrug - es bleiben ihnen so um die 40% sympathisanten - mehr als bei uns. das reicht bei weitem aus.
man schafft eine kultur, in der effektive gegner sich nicht mehr aeussern duerfen. aehnlich wie die politisch korrekte kultur bei uns. der unterschied ist nur, dass man dann auch im standard nicht mehr ueber politische korrektheit reden kann sondern ...
konfessionelle verfolgung bei uns im 18. jahrhundert, oder im kalten krieg - beidseitig: die andersglaeubige elite bekommt einfach keinen job und wandert aus oder fluechtet. der rest verbloedet.
Wären die Muslimbrüder eigentlich auch in Österreich eine legale Organisation ?
Mich wundert es, dass die hier noch nicht Fuß gefasst haben, schließlich leben schon über 500.000 Moslems in Österreich.
http://diepresse.com/home/pano... esterreich
feiern die Weisheit unseres Kaisers vor 100 Jahren mit dem Islamgesetz. Alle sind stolz und froh, dass der Islam endlich bei uns in Restösterreich heimisch wird. Das sind die Formeln der PolitikerInnen und Medien. Tatsache ist aber, dass ein Schulbuch von einem Jusuf al Qaradawi "Erlaubtes und Verbotenes im Islam" verboten wurde, weil es genau die islamische Ordnung wiedergab. Die irre Situation in Ö ist also: Der Islam ist erlaubt, aber man darf die Islamische Ordnung den SchülerInnen nicht unterrichten. Zur Erklärung: die islamische Ordnung definieren uns die Islamgelehrten aus dem Koran und dem vorbildlichen Leben des Propheten Mohammed.
http://de.wikipedia.org/wiki/Musl... _in_Europa
das ist primaer eine arabische vereinigung, wir haben hauptsaechlich tuerken.
als rassist muss ich diesen unterschied betonen. nur idioten uebertragen die arabischen unruhen in frankreich 1:1 auf tuerken in deutschsprachigen raum. das ist eine vollkommen andere kultur mit vollkommen anderen problemen.
dem islamismus in der tuerkei fehlt die hasskomponente, die im arabischen raum bestimmend ist.
aber ueber all das darf man bei uns ja gar nicht reden.
Unlängst hatte ich ein Plakat gesehen.
Darauf waren Gehirne dargestellt.
Das von Afrikaner, das von AMerikaner, Europäern und das von Rassisten.
Hat dieses Plakat doch Recht?
Auch im arabischen Raum gibt es keine Hasskomponente.
Doch muß man auch erstehen, daß, wenn eine Religion von Andersgläubigen immer wieder angegriffen wird, die Gläubigen in unserem Falle die Islamisten irgendwann Hassgefühle bekommen.
Und dies nicht im arabischen Raum. Siehe Leute aus Deutschland oder Frankreich.
Es kommt dies einer, zwar fehlgeleiteten, aber doch Selbstverteidigung gleich.
Pepi Berger
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